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Saxonia Münster

Mara Beckhuis (Nr. 15) und Hannah Janz drückten Amelie Nelle und die SG Sendenhorst nach einem verrückten ersten Durchgang tatsächlich noch glatt mit 3:0 aus der Halle. Foto: Papke

Saxonia erklimmt die Spitze


Von Luca Adolph

(30.10.22) Lässig in etwas über einer Stunde mit 3:0 zu gewinnen, spricht nicht gerade für ein knappes Spitzenspiel. Zwischendurch war es das zwischen Saxonia Münster und den Damen der SG Sendenhorst sicher auch nicht. Schließlich siegte Saxonia ohne Satzverlust. Bevor die Sendenhorsterinnen aber mit 0:3 aus der Halle gingen, hatte der Aufsteiger schon alles vorbereitet, um Saxonia eigentlich aus der Bahn zu kegeln.

Begleitet von einer Traumkulisse legte die SGS im Top-Spiel der Verbandsliga 3 los wie die Feuerwehr. Brachiale Blockszenen und wirkungsvolle Aufschläge ließen den Spitzenreiter schnell auf 6:0 davonziehen. Bis 18:12 und 22:17 lag die Truppe von Dieter Theis obenauf. Bis hierhin sah also rein gar nichts nach einem klaren 3:0 aus. "Das hätte im ersten Satz auch gut nach hinten losgehen können. Sendenhorst hat verdammt gut aufgeschlagen und wir haben gebraucht, um uns darauf einzustellen. Eigentlich war der Satz schon weg, dann ging es aber noch mal richtig ab. Das war schon ein Gänsehautmoment", sagte Saxonias Co-Trainer Christian Körting über die Wende.

Bünemann leitet Comeback ein

Vom Punktestand unbeeindruckt trat Außenangreiferin Stephanie Bünemann also an den Aufschlag und packte vor gut 300 Zuschauern nun den Hammer aus. Den Sendenhorsterinnen schwammen jetzt die Felle davon und Bünemann und Saxonia kamen beim 25:23 tatsächlich noch zum Satzgewinn. Wahnsinn! "Es hat uns das Genick gebrochen, dass wir den Satz nicht nach Hause gebracht haben. Vielleicht sind wir da als Aufsteiger noch etwas zu grün. So stark habe ich Saxonia ehrlich gesagt, aber auch noch nicht gesehen", nahm SGS-Coach Theis seinen Hut. Immerhin legte Saxonia im zweiten Satz jetzt erst richtig los.

Die Zweitplatzierten hatten den bisherigen Tabellenführer nun vorerst im Sack. Über Diagonal verlor die SGS jetzt den Zugriff auf Adriana Spinelli, sodass die letztjährige Drittligaspielerin von Blau-Weiß Aasee über den Linienblock hinwegfegte. Auch in der Annahme wackelten die Gäste nun stark und machten beim 11:25 schlapp. Erst im dritten Durchgang wurde die SG Sendenhorst wieder wach und brachte ihre PS zurück auf die Straße.

Bis zum Schluss verlangten sich beide Teams nun alles ab. Entschieden wurde die Partie dann über Aufschlag-Annahme. Hier war Saxonia besser aufgelegt und brachte ihre 2:0-Führung mit 25:21 dann auch ins Ziel. Saxonias Trainer Sven Müller und Körting konnten dabei gegen ihren Lehrmeister gewinnen. Beide durchliefen als Spieler die Schule von Theis und da schmeckte der Sieg natürlich besonders süß. "Das erste Spiel, in dem man nicht nur gegen eine Mannschaft, sondern auch gegen einen Trainer gespielt hat. Dieters Team war echt stark und hat uns in der Mitte mit Dreierblocks überrascht. Das Spiel war wirklich der Wahnsinn. Die Hütte war voll und es hat mega Spaß gemacht. Mit dem Sieg sind wir jetzt auch in einer super Position", sagte Körting, dessen Team der SG Sendenhorst kurzerhand die Tabellenführung stibitzte.

TuS Saxonia Münster - SG Sendenhorst     3:0 (25:23, 25:11, 25:21)

Starting-Six Saxonia: Janz, Nübel, Frerker, Spinelli, Bünemann, Tönsing.
Libera: Sprenger

Starting-Six Sendenhorst: L. Schmitz, Herbsthoff, Skerhut, Thomas, K. Schmitz, Friedlein.
Libera: Hunkemöller

Adriana Spinelli (rechts) wollte ihre Volleyballschuhe vorerst an den Nagel hängen, konnte dann aber von Saxonia überzeugt werden. Gegen die SGS trumpfte die Diagonalangreiferin groß auf und packte ihre Angriffskelle aus.
Foto: Papke

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