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Tim Rickling und Martin Dahlhaus können nicht mehr eingreifen: Jonas Marchand wirft das entscheidende 27:26 für Gremmendorf.
Harte Bandagen: Steffen Israel im Klammergriff von Johannes Heiming.

Spitzenreiter? Und man weiß doch warum!


von Mario Witthake

(25.01.15) Höhnischen Beifall ernteten die Handballer der HSG Gremmendorf/Angelmodde, als sie nach einem leichten Ballverlust von Ailko Fischer das 19:23 kassierten. "Spitzenreiter, keiner weiß warum!", skandierten die nun siegessicheren heimischen Zuschauer von Eintracht Hiltrup. In den verbleibenden gut zehn Minuten des Bezirksliga-Derbys am Samstagabend antworteten die Gremmendorfer jedoch mit viel Kampf und Geschick und gewannen mit 27:26 (15:12).

Nachdem sich die Gremmendorfer den höchsten Rückstand während der gesamten Partie eingebrockt hatten, übernahm Lennard Spanuth Verantwortung und traf zweimal ins Tor. Auch Malte Igelmann war am Kreis erfolgreich. Und weil Florian Mende im Kasten der Gäste zu diesem Zeitpunkt nicht zu überwinden war, gelang Jonas Marchand vier Minuten und zehn Sekunden vor der Sirene das 23:23. "Ein Unentschieden wäre auch verdient gewesen", fand Gremmendorfs Spielertrainer Michael van Husen direkt nach Abpfiff. Er lobte die Einstellung des Teams nach der Schwächephase, wusste angesichts einer Vielzahl komplett unnötiger Ballverluste jedoch auch: "Wir haben heute nicht gut gespielt."

Druckresistent und nervenstark

Die Partie war insgesamt nicht hochklassig, aber jederzeit intensiv und dank der nicht immer nachvollziehbaren Pfiffe der Schiedsrichter gerne auch mal emotional. Und mit jeder Sekunde weniger auf der Uhr nahm die Spannung zu. Nach dem erwähnten Ausgleich gingen die Eintrachtler noch dreimal in Führung, spätestens als Martin Dahlhaus das 26:25 warf, schien ein Punkt für die Gremmendorfer das Höchste der Gefühle. Doch die Mannschaft von Axel Binnenbruck und van Husen zeigte sich druckresistent. Und nervenstark: Lennard Spanuth ließ sich auch vom ersten Hiltruper Torwartwechsel nicht beeindrucken und verwandelte 40 Sekunden vor Ende einen Siebenmeter zum 26:26. Die Eintracht bauten danach ihren Angriff auf und verloren die Kugel. Mit letzter Kraft stapfte Jonas Marchand an zwei Gegenspieler vorbei und traf mit Schmackes zum Sieg.

"Sowas nennt man dann wohl glücklich", bilanzierte van Husen, der sich über die teils aggressive Atmosphäre von den Rängen wunderte. Vernehmbar waren etwa alberne Schmährufe gegen Jonas Oeffner. "Warum das persönlich werden muss verstehe ich nicht", so van Husen. Die "Keiner-Weiß-Warum"-Rufe waren zu diesem Zeitpunkt längst verpufft. Die jubelnden Gremmendorfer bestimmten den Ton, feierten den Auswärtssieg und manifestierten ihre Spitzenposition der Bezirksliga 3.

HSG: Arnholdt, Mende - J. Marchand (7/3), Spanuth (6/2), Igelmann (5), Fischer, S. Marchand (je 2), Binnenbruck, Broer, Oeffner, van Husen (je 1), Heiming, Kempken, Kosmalla


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Axel Binnenbruck steigt gegen Tim Rickling hoch und wirft das 25:25. Da guckt man schonmal genauer hin.


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