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Die Lengericher (v.l.) Frederic Schallenberg, Jannik Dorroch und Jan Steinigeweg taten Jonas Marchand weh, waren den Gremmendorfern aber verdient unterlegen.
Simon Marchand nutze seine vielen Freiheiten zu zehn Treffern.

Die Probleme eines Tabellenführers...


von Mario Witthake

(16.01.15) Okay, Lennard Spanuth ging 17 Sekunden vor dem Ende krampfgeplagt vom Parkett. Doch insgesamt mussten die Handballer der HSG Gremmendorf/Angelmodde vergleichsweise wenig investieren, um den 28:26 (16:13)-Auswärtssieg bei der HSG Hohne/Lengerich einzufahren. Die Süd-Münsteraner begnügten sich mit einer mittelmäßigen Leistung, um am Freitagabend beim Zweiten die Tabellenführung der Bezirksliga 3 zu verteidigen.

Frederic Schallenberg gelang das 1:0 für Lengerich und damit die einzige Führung der Gastgeber. Kompakt wie eh und je und durch Lennard Spanuth und Michael van Husen stets auf Ballgewinne ausgerichtet zog Gremmendorf schnell auf 5:2 davon und dämpfte damit die Euphorie der Lengericher. Die blieben zwar durch ihren besten Akteur Frederik Grune, der fünf der ersten neun Tore der Gastgeber warf, im Rennen. So richtig wollte der Funke in der mäßig gefüllten Halle jedoch nicht überspringen. Spitzenspiel stand drauf, war aber nicht drin.

Es waren die Gäste-Zuschauer, die Mitte der zweiten Halbzeit dem vermeintlich sicheren Sieg entgegenklatschten. Als Simon Marchand einmal mehr locker und leicht hochstieg und das 26:19 erzielte, schien die Partie gelaufen. Doch Lukas Kempken vergab anschließend leichtsinnig den Acht-Tore-Vorsprung. Lengerich kämpfte sich auf drei heran, ehe Simon Marchand, der sich insgesamt schwer tat, sechs Minuten vor dem Ende endlich mal wieder zum 27:23 traf.

Kiste Bier verpasst

Jonas Marchand legte seinen zehnten Treffer schnell nach, doch die Gremmendorfer verpassten danach eine Kiste Bier, die der Schütze des 30. Treffers auszugeben pflegt. Dann kam nochmal etwas Spannung auf. Lengerichs Kai Lammers ging 90 Sekunden vor der Sirene komplett blank auf Gremmendorfs Keeper Florian Mende zu, schleuderte den Ball aber am Pfosten vorbei, statt ihn zum 26:28 zu versenken. Mende ballte die Faust zum Sieg, den sich die Gremmendorfer durch kluge Verzögerung nicht mehr nehmen ließen.

"Wir haben uns das Leben heute selbst schwer gemacht", befand Gremmendorfs Spielertrainer Axel Binnenbruck nach Spielende. Sein Kompagnon Michael van Husen hatte schon in der Halbzeit gesagt, dass es "heute nicht so einfach von der Hand geht." Das bestätigte sich auch im zweiten Durchgang. "Wir haben viele kleine Fehler gemacht", so van Husen. Und dennoch ist es bemerkenswert, dass die Gäste ihre größten Probleme des Tages bei der Anreise hatten, als sie Lukas Kempken zunächst in Münster stehen ließen, die Shirts zum Warmmachen vergaßen und die Trikots zunächst im Bus liegen ließen. Die Probleme eines Tabellenführers möchte man haben...

HSG: Mende - S. Marchand (10), Spanuth (8/4), Igelmann (4) Kosmalla, J. Marchand (je 2), Oeffner, van Husen (je 1), Bauhaus, Binnenbruck, Flatau, Heiming, Kempken


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