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Geht er, oder bleibt er doch? Noch ist nicht ganz klar, ob Henning Kosmalla bei den Friesen Telgte sein letztes Spiel im HSG-Dress absolvierte.

Niederlage ist schon vergessen


von Nicolas Hendricks

(25.04.16) Hörbar angeschlagen war die Stimme von Axel Binnenbruck, Trainer der HSG-Handballer aus Gremmendorf, am Tag nach der 21:28 (9:13)-Niederlage beim Landesliga-Konkurrenten TV Friesen Telgte. Doch ausnahmsweise lag dies nicht in erster Linie daran, dass der HSG-Coach seine Mannen während des Spiels anfeuerte, zurecht wies oder taktische Vorgaben umgesetzt gesehen haben wollte.

Vielmehr lag es wohl an einer ausgiebigen Feier in einem Tanzlokal am Hafen, welche sich der Verein nach harter Arbeit vor und während der ersten Landesliga-Spielzeit verdientermaßen gönnte. „Das Saisonziel haben wir erreicht – in einer extrem engen Liga“, so Binnenbruck. Wohlwissend, dass das nun anstehende zweite Jahr nach dem Aufstieg zumeist das schwierigste ist: „Wir brauchen nun Kontinuität, wollen und stabilisieren.“
Bei der 21:28 (9:13)-Niederlage gegen Telgte agierten die Gremmendorfer in vielen Aktionen zu brav.

„Vielleicht wollten wir deren Party nicht vermiesen“, so Binnenbruck. Telgte sicherte sich – wie die HSG – bereits eine Woche vor Saisonende den Klassenerhalt, brannte aber vor heimischer Kulisse auf einen gelungenen Saisonabschluss. „Wir waren offensiv nicht durchschlagskräftig genug“, gestand Binnenbruck. Die Zielstrebigkeit fehlte auch deshalb, weil sich Kreisläufer Torge Strieth früh eine Platzwunde zuzog und verletzt ausschied.

Simon Marchand doppelt stark

Mit neun Treffern, alle aus dem Spiel heraus, war Simon Marchand der überragende Gremmendorfer an diesem Tage. Max Plettenberg sorgte auf der Außenbahn für Druck und insgesamt fünf Treffer. Auch Nick Kukuk mit drei und Niklas Richter mit zwei Treffern strahlten hin und wieder Torgefahr aus, darüber hinaus traf kein weiterer HSG-Akteur mehrfach ins Schwarze. Kurzum: Die Variabilität im Angriff passte dieses Mal nicht. Seis drum.

Während des anschließenden Party-Abends, mit insgesamt 55 HSG-Mitgliedern, gingen insbesondere diejenigen voran, die auch auf dem Hallenparkett die Führungsrollen einnehmen. Speziell Simon Marchand sowie der langzeitverletzte Leistungsträger Lennard Spanuth sollen – laut unbestätigten Aussagen – mit am ausgelassensten gefeiert haben. Die Niederlage gegen Telgte spielte dann bereits keine Rolle mehr.

TV Friesen Telgte – HSG Gremmendorf/A.     28:21 (13:9)
HSG: Menge, Mende – S. Marchand (9), Plettenberg (5/2), Kukuk (3), Richter (2), Kempken, Heiming (je 1) Strieth, Broer, Hamdorf, Horn, Kosmalla



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