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Handball-Kreispokal

Trotz des teils vorhandenen Freiraums kam die Gremmendorfer Offensive, hier Lukas Kempken, im Finale nicht ins Rollen.
Marc Becker (l.) ärgerte den großen Favoriten mit starken Würfen aus dem Rückraum.
Und trotzdem feierten am Ende die Gremmendorfer. Simon Marchand brüllt den finalen Werfer Henning Kosmalla an.
Florian Siegmann (r.), der eine überragende Leistung im Kinderhauser Tor zeigte, gratulierte Florian Mende fair, war auf die Referees aber nicht gut zu sprechen.

Gremmendorf hat Glück bei der Titelpremiere


von Mario Witthake

(19.03.16) Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte hat die HSG Gremmendorf/Angelmodde den Handball-Kreispokal gewonnen. Der Landesligist war im Finale gegen die zweite Mannschaft von Westfalia Kinderhaus der große Favorit, machte es vor einer guten Kulisse in Hiltrup aber spannend bis zum Schluss. Sekunden vor der Schlusssirene warf Henning Kosmalla das 17:16 (9:9) für die Gremmendorfer und brachte damit starke Kinderhauser, die sich vom Schiedsrichter-Duo verpfiffen fühlten, um den Lohn.

Noch gut 40 Sekunden waren zu gehen, als Kinderhaus nach einer Auszeit im Ballbesitz plötzlich hektisch wurde, weil die Referees Zeitspiel anzeigten. Westfalias gefährlichster Werfer Marc Becker scheiterte mit dem Kopf durch die Wand, der Ball gelang zu Gremmendorfs Kosmalla - und der bewies aus spitzem Winkel Nerven. Kinderhaus-Keeper Florian Siegmann schwillte der Kamm, stapfte in die Schiri-Kabine und geigte den beiden seine Meinung. "Nicht nur er, sondern wir alle haben uns geärgert", sagte SCW-Trainer Frank Laudenbach. Sein Gegenüber Axel Binnenbruck konnte den Frust der Kinderhauser verstehen: "Sie haben vor dem Timeout lange den Ball gehabt. Aber dann direkt Zeitspiel anzuzeigen, entspricht nicht dem Spielgedanken."

Marchand in Manndeckung

Dicht dran am Pokal-Coup waren die Kinderhauser, die mit fünf Mann aus der Ersten in die Halle am Hiltruper Schwimmbad angetreten waren. Philipp Karnebeck, der Gremmendorfs Rückraum-Shooter Simon Marchand über 40 Minuten in Manndeckung genommen hatte, war die 16:15-Führung gar in Unterzahl gelungen. Nur einmal, beim Stand von 8:6 für Kinderhaus, trennte die Teams mehr als ein Tor. "Es war spannend bis zum Schluss. Das ist sicherlich gut für die Zuschauer", sagte Binnenbruck. "Aber wir haben uns schwer getan, viele Gegentore aus dem linken Rückraum kassiert und vorne viel vergeben."

Diesen Spielverlauf nur an der HSG festzumachen, wird den Kinderhausern nicht gerecht. Überraschend homogen präsentierte sich die Westfalia, die niemals Balance oder Mut verlor. Allen voran Marc Becker brachte mit seinen ungewöhnlichen Wurfmanövern Teile der Halle hinter seine Mannschaft. Deshalb war sein Coach Laudenbach - mal abgesehen vom finalen Moment - "hochzufrieden. Wir haben gegen ein Landesliga-Team auf Augenhöhe agiert."

Im Finale der Frauen konnte der Underdog hingegen nicht mithalten. Der BSV Roxel bezwang die HSG Hohne/Lengerich mit 20:9 (8:3.).



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2    Conc. Albachten 25    67:26 66  
3    Germ. Hauenhorst 25    70:27 64  
4    SC Halen 25    83:41 59  
5    Warendorfer SU 25    66:22 56  

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