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Selten packte die Eintracht-Abwehr so energisch zu wie in dieser Szene Ryk Spaedtke (l.) und Patrick Pohlmann (r.).

Hiltrups großer Traum platzt


von Nicolas Hendricks

(19.03.16) Der Traum vom Finale in eigener Halle ist für die Bezirksliga-Handballer von Eintracht Hiltrup geplatzt. Westfalia Kinderhaus setzte sich letztlich verdient mit 23:17 (12:8) gegen die Gelb-Schwarzen durch. Die Eintracht-Akteure stapften anschließend aufgrund der eigenen Leistung sichtlich angefressen vom Parkett, während die Kinderhauser dank einer überraschend starken Mannschaftsleistung mit einem Mix aus erster und zweiter Mannschaft den Finaleinzug bejubelte.

Westfalia erwischte gegen zu Beginn extrem unkonzentriert spielende Gastgeber den deutlich besseren Start. Pascal Kubis und Marco Wessels mit einem Doppelpack brachten den SCW mit 3:0 in Front. Anschließend zog Westfalias Rückraum-Akteur Patrick Holtmann das Spiel immer mehr an sich. Vier Holtmann-Treffer bis zur Pause sowie starke Aktionen von Alex Schöler und Philipp Kornebeck sorgten dafür, dass Westfalia mit einem 12:8 die Seiten wechselte. Hiltrup hätte gar noch aussichtslos zurückliegen können, doch zwei Treffer kurz vor dem Seitenwechsel erhielten zumindest kleine Hoffnungen auf den Finaleinzug in eigener Halle am Leben.

Zu Beginn der zweiten 20 Minuten sah es dann zunächst so aus, als könnten die Hiltruper das Blatt tatsächlich noch wenden. Daniel Hartelt zeigte sich zweimal sicher von der 7-Meter-Linie, Stephan Limke traf erst aus dem Rückraum und dann nach Tempogegenstoß (13:14). Anschließend wurde die Partie immer ruppiger. Hiltrup kassierte viele Zeitstrafen, der starke Holtmann setzte nach einem Foul von Hiltrups Patrick Pohlmann bis zum Spielende aus. Spätestens nach dem Siebenmeter von Daniel Vaegs zum 19:14 Mitte des zweiten Abschnitts war der Deckel drauf. Kinderhaus trifft nun im Finale auf Landesliga-Konkurrent HSG Gremmendorf/Angelmodde, gegen die einige Spieler aus dem Westfalia-Kader in der aktuellen Landesliga-Saison bereits zwei Niederlagen einstecken mussten.

Stimmen zum Spiel:

Frank Laudenbach (Trainer Westfalia Kinderhaus):
„Bis auf die Phase kurz nach der Pause sind wir sehr souverän aufgetreten. Der Mix aus erster und zweiter Mannschaft hat auf Anhieb so gut funktioniert, weil beide Teams seit Jahren mit den gleichen Systemen spielen und die gleichen Spielzüge zeigen. Wir sind im Finale klarer Außenseiter, aber das waren wir vor dem Halbfinale eigentlich auch.“

Patrick Holtmann (Spieler Westfalia Kinderhaus):
„Der Kopf tut fast nicht mehr weh, sowas gehört beim Handball dazu. Wir haben das Spiel am Ende relativ ungefährdet gewonnen. Der Pokal hat auch im Handball andere Gesetze, das war uns bewusst. Wir haben das diesmal sehr gut gemacht, die Aushandlungsbewegungen passten und wir haben die Spielzüge gut durchgespielt. Im Finale wird es jetzt natürlich sehr schwer.“

Martin Halfmann (Trainer Eintracht Hiltrup):
„Wir waren unfassbar schlecht heute. Wir haben uns vorgenommen, mit viel Tempo in die Breite zu spielen. Stattdessen ziehen wir die ganze Zeit nur Fouls. Hinten waren wir vor allem in der ersten Halbzeit alibimäßig unterwegs und insgesamt sehr unclever unterwegs. Für mich ist diese Leistung schlichtweg unbegreiflich.“

Martin Dahlhaus (Spieler Eintracht Hiltrup):
„In der ersten Halbzeit haben wir vor allem hinten nicht optimal gespielt. In der zweiten Halbzeit ist das etwas besser gelaufen. Bei eigenem Ballbesitz waren wir im Abschluss nicht überzeugend. Schade, wir waren in dieser Saison nahe am Finale und hätten sehr gerne das Endspiel zuhause gespielt.“



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