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Quer: Darts

Hoch konzentriert: Nur so schafft es Patrick Spangenberg, sich mit wenigen Pfeilen von 501 Punkten auf null herunterzuspielen. Spangenberg ist einer der stärksten Albersloher.

Einer braucht die Ruhe, der andere ein Bier


Von Lars Johann-Krone

(31.12.16) Spekulatius, Tannenbaum, Geschenke und Familien-Besuch. All das sind Dinge, die für die meisten fest zur Weihnachtszeit gehören. Seit kurzem ist für einige allerdings eine Sache hinzugekommen. Die Dart-WM im Londoner Alexandra Palace. Eine Mischung aus Sport-Event und Karneval, die auch für die Dart-Spieler GW Alberslohs zum festen TV-Programm gehört. Keine Frage also, dass am vergangenen Donnerstag beim Training der ersten Mannschaft im Vereinsheim die Live-Berichterstattung der Erstrundenspiele aus London läuft. 

Im Hintergrund zumindest. Denn während des Trainings hat in Albersloh kaum jemand ein Auge für das Fernsehgerät. „The Hook“ oder „De Tommy“ sind äußerst konzentriert bei der Sache, wenn sie ihre Trainingsspiele herunterspulen. Patrick Spangenberg und Thomas Reitemeyer stecken hinter diesen Kampf-Namen. Sie sind die beiden Spitzenspieler der Albersloher. Im Unterschied zu den Profis im Fernsehen spielen  Spangenberg und Co. allerdings Automaten-Dart.

Plastik- statt Stahlspitze

Statt einer Stahlspitze am Pfeil bohrt sich eine Plastikspitze in die gelöcherte Dartscheibe. Der Automat zeigt den Score, also das Ergebnis, an. Kurz nach den Weihnachtsfeiertagen hat die erste Mannschaft, die unter dem Namen DC United startet, noch ein Ligaspiel. In Nordhorn trifft das Team auf „The Mystery Darts“. Der Vierte der achtköpfigen Bezirksoberliga trifft auf den Sechsten.

Aus 20 Partien besteht ein Match. Vier Doppel und 16 Einzel werden gespielt. In der Bezirksoberliga, der zweithöchsten Spielklasse im Land, ist es wie bei den Profis. Die Spieler müssen von 501 Punkten auf null herunterspielen. Der letzte Pfeil muss dabei allerdings in einem Doppelfeld landen, also im schmalen, äußeren Ring der Dartscheibe. Der Spieler, der zuerst drei mal die null erreicht hat, gewinnt in seinem Match einen Punkt für sein Team. „Nach 15 bis 18 Pfeilen sollte das im Schnitt bei uns passieren“, so Patrick Spangenberg.

Reitemeyer bringt alles zum Blinken

Schon am vergangenen Donnerstag im Training ist zu sehen, dass Thomas Reitemeyer etwas präziser wirft als andere im Team. Kein Wunder. Reitemeyer spielte vor kurzem noch in Lünen in der ersten Liga. Mehrfach gelingt es ihm an diesem Abend, den Automaten zum Blinken zu bringen. Das tut er unter anderem, wenn ein Spieler seine drei Pfeile im dreifachen 20er-Feld unterbringt und die so geliebten 180 Punkte erzielt.

Die Vorbereitung auf ein Match in der Liga ist bei allen Spielern anders. „Ich benötige meine Ruhe, packe mir Stöpsel in die Ohren“, erklärt Frank Ollendorff. Patrick Spangenberg geht etwas anders an die Sache heran: „Ich trinke vor dem Spiel gerne auch mal ein Bier. Nicht, weil ich dann lockerer werde, sondern weil Wochenende ist. Es gibt aber auch Tage, an denen merke ich, dass es einfach nicht funktioniert, dass ich nicht konzentriert bin. Dann sage ich das und lasse lieber jemand anderen Spielen.“ Für diese Fälle hat ein Team, das aus vier Stammkräften besteht, in Wettkämpfen zwei Auswechselspieler dabei.

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