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Triathlon

Daniel Mehring, Triathlet im Triathlon-Bundesligateam Münsters, fühlt sich auf dem Rad wohler als im Wasser. Seine Sahne-Disziplin ist jedoch das Laufen. Er liebäugelt in dieser Saison mit zwei Einsätzen in der Bundesliga. Foto: Franziska Schmidt

Münster mischt bei den Besten mit


Von Lars Johann-Krone

(14.04.17) Schwimmen, Radeln, Laufen. So ein Triathlon ist eigentlich eine einfache Sache. Auf den ersten Blick zumindest. Mulmig wird einem erst, wenn man sich die Distanzen vor Augen führt und sieht, welche Zeiten die Besten ihres Fachs vorlegen. Die Jungs von TriFinish Münster gehören zu den Besten. Die erste Männermannschaft startet in diesem Jahr in ihre fünfte Bundesliga-Saison. Das erste Frauenteam ist Zweitligist.

2012 stiegen die Männer in die erste Liga auf und verteidigten den Platz bis heute. „Und die deutsche Bundesliga ist die zweitstärkste Liga der Welt nach der in Frankreich“, sagt Tim Habel. Der muss es wissen, ist er doch der Sportliche Leiter beim Team Weicon TriFinish Münster. Ein Kriterium für die Einschätzung der Ligastärke ist die Qualität der Starter. Selbst im Münsteraner Team sind jede Menge internationale Ausnahmeathleten unterwegs.

Rider macht Hoffnung

Platz neun belegte Münster in der vergangenen Saison. Und auch in diesem Jahr soll die Klasse wieder gehalten werden. Die Tatsache, dass Seth Rider weiter für Münster startet, nährt die Hoffnungen. Rider ist amerikanischer Jugendmeister des Jahres 2015 und mittlerweile als Profi in der Weltgeschichte unterwegs. Auf Empfehlung  Joel Filliols, einem bekannten amerikanischen Triathlon-Coach, kam er damals nach Münster. „Seth hat damals kurz bei Joel trainiert“, erinnert sich Habel.

Rider ist einer unter vielen Profis im TriFinish-Team. Und der  Sportliche Leiter der Münsteraner redet auch nicht lange um den heißen Brei herum: „Ohne Geld in die Hand zu nehmen, lässt sich ein Bundesliga-Team nicht auf die Beine stellen.“ Die meisten Akteure im Münsteraner Team verdienen ihren Lebensunterhalt oder einen Großteil davon mit dem Triathlon und streifen nur zu den lediglich fünf Bundesliga-Wettkämpfen das Münsteraner Trikot über.

Nur wenig Lokalmatadore

Lokalmatadore sind da selten. Im Team Münsters sind es zwei. Daniel Mehring und Luca Heerdt. Mehring ist Münsteraner, Heerdt kommt aus Steinfurt.Mit zwei Einsätzen im Erstliga-Team rechnet Mehring in dieser Saison. Zwei bis drei mal wird er vermutlich in der zweiten Mannschaft in Liga zwei antreten. „Ich starte gerne mal in der Zweiten. Dort habe ich auch die Chance, die Top Ten zu erreichen“, erklärt Mehring.

Spitzenplatzierungen sind für den Münsteraner in der ersten Liga nicht drin. „Dafür ist mein Schwimmen noch zu schwach. Ich bin vor vier, fünf Jahren zwar 45 Sekunden langsamer gewesen, aber ich komme heute an der gleichen Position aus dem Wasser. Da ist der Zug nach vorne meist schon abgefahren“, so Mehring. 

Luca Heerdt, Lokalmatador im Münsteraner Team. Foto: Franziska Schmidt

750 Meter schwimmen die Athleten in den Sprint-Wettkämpfen. 20 Kilometer sitzen sie auf dem Rad und laufen fünf Kilometer in Richtung Ziel. Da das Windschatten-Fahren auf dem Rad erlaubt ist, bilden sich nach dem Schwimmen schnelle Gruppen an der Spitze. „Wenn man die verpasst, hat man keine Chance mehr“, so Mehring.

Dabei trainiert er 28-jährige Münsteraner intensiv. „In guten Wochen schwimme ich 15 Kilometer, fahre 300 Kilometer auf dem Rad und laufe 60 bis 70 Kilometer“, berichtet Mehring. Das Laufen ist derzeit seine Sahne-Disziplin. „Da ist der Unterschied, zum Beispiel zu Seth, auch nicht so groß. Seth verhält sich im Wasser allerdings cleverer, kommt immer vorne mit den Schnellsten raus“, erklärt Mehring, der an der Uni BWL doziert. 

Freude aufs Heimspiel

An einem der Highlights für die Münsteraner kann Mehring in diesem Jahr wohl nicht teilnehmen.  Denn erstmals haben sie ein Bundesliga-Heimspiel. Im Rahmen des Münster-Triathlons am 23. Juli findet auch ein Bundesliga-Wettkampf statt. Mehring gehört zum Orga-Team. 

„Uns freut es aber sehr, einen Bundesliga-Wettkampf ausrichten zu können. Denn es ist schwierig, Wettkämpfe in große Triathlon-Veranstaltungen einzubauen. Um Chancengleichheit zu wahren, muss die Strecke für zwei bis drei Stunden komplett für die Bundesliga freigehalten werden“, erklärt Habel.

Die schnellsten Männer sind in so einem Wettkampf nach unter 50 Minuten wieder im Ziel. Die Frauen benötigen knapp fünf Minuten länger. 16 Männer- und 14 Frauenteams starten in der ersten Klasse. Eine Mannschaft besteht aus fünf Athleten. 

Vier Einzel-Platzierungen ergeben Gesamtergebnis

Diese müssen nicht etwa gemeinsam ins Ziel kommen. Die besten vier Einzel-Platzierungen ergeben am Ende das Gesamtergebnis. Kommen Rider, Mehring und Co. also als Vierter, Neunter, Elfter und Zwölfter und Ziel, dann gingen in Addition 36 Punkte für Münster in die Wertung. Das Team, das die wenigsten Punkte hat, gewinnt den Wettkampftag. 

Derzeit befinden sich die Athleten in der letzten Vorbereitungsphase auf die Saison. Einige starten schon bei den ersten Wettkämpfen. Mehring etwa testet seine Form am 30. April bei den Deutschen Duathlon Meisterschaften in Alsdorf bei Aachen. Dort wird nur gelaufen und geradelt. Der erste Bundesliga-Wettkampf findet dann am 9. Juni im Kraichgau statt.

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