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Querpass

Das einzige verbliebene Team im Münsterland: Spieler des ESC Rheine in voller Montur. Die nächste Saison wird für Rheine die zweite im aktiven Ligabetrieb.

Die eiskalte Leidenschaft


Von Felix Ritzmann

(15.07.17) Es dürfte wohl nur wenige Sportarten im Münsterland geben, die eine so wechselhafte Geschichte wie Eishockey erlebt haben. Von den frühen Erfolgen der EHC Pinguine Münster bis zur Schließung des Eispalastes hat der Sport alle erdenklichen Höhen und Tiefen erlebt. Doch warum konnte sich Eishockey nie dauerhaft etablieren?

Als jemand, der aus dem näheren Umkreis von Mannheim kommt, war Eishockey in meinem Leben immer präsent. So ungewohnt war es dann auch, nach Münster zu ziehen und festzustellen, dass der Sport hier aktuell quasi keine Rolle spielt.

Tatsächlich zeigten die Anfänge der Sportart in Münster durchaus Potenzial. Als die EHC Pinguine vor über 30 Jahren ihre Premierensaison spielten, war fast jedes Spiel ausverkauft. Doch genau wie der in den 90ern in Ahaus spielende ESC scheiterte das Projekt Pinguine an der Geldfrage.

Phönix aus der Asche

In den frühen 2000ern brachte dann Stefan Bauer den Sport zurück ins Münsterland. Der ehemalige Spieler schaffte es in kürzester Zeit, viele Kinder und Erwachsene für den Sport zu begeistern. Im Jahr 2005 wurde dann der Verein Young Phoenix Münster gegründet, der den Jugendspielern erlaubte, am aktiven Ligabetrieb teilzunehmen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und die Phönixe eilten von Sieg zu Sieg.

Doch nur drei Jahre später war schon wieder Schluss. Wieder war der Grund finanzieller Natur. Bauer trainierte weiterhin Hobbyspieler im Eispalast, bis dieser seine Tore für immer schloss. Mittlerweile ist Bauer Cheftrainer beim ESV Bergkamen, bei dem auch einige ehemalige Phönixe aktiv sind.

Zukunftsaussichten

Nach dem Exitus von Young Phoenix dauerte es sieben Jahre, bis mit dem ESC Rheine wieder ein Verein im Münsterland aktiv am Ligabetrieb teilnahm. Hannes Scheffing, zweiter Vorsitzender des ESC und Geschäftsführer einer Kinokette, spricht sehr optimistisch über den ESC: „Wir haben viele Interessenten an sich und auch in Sachen Nachwuchs sieht es gut aus.“ Er ist zufrieden mit der Entwicklung, die der Club in seiner ersten Saison seit den 90ern durchgemacht hat.

„Exotische Sportarten wie Eishockey, Baseball und American Football sind im Kommen. Wir hatten letzte Saison im Schnitt 70 bis 80 Zuschauer.“ Dieses Jahr wird der ESC wieder in der Bezirksliga NRW antreten.

Doch warum ist das Münsterland fast ein schwarzer Fleck auf der deutschen Eishockeylandkarte? Im Gegensatz zum Rest von NRW gibt es hier nicht den großen Klub, zu dem die Kinder und Jugendlichen aufschauen können. Zusätzlich machen die Preise für Ausrüstung und Fahrten den Sport für Eltern unattraktiv. So gehen sehr viele Talente verloren, die Münster als Standort bekannt machen könnten.

Die Blackhawks überrannten die Mammuts regelrecht.

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