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American Football

Nach der Saison ist vor der Saison: Blackhawks-Coach Dennis Eßmann (l.) und Mammuts-Boss Sascha Krotil gehen auch in der kommenden Spielzeit in der Football-Oberliga NRW an den Start.

"Münster hat Lust auf Football!"


von Christian Lehmann

(22.11.17) In diesen Tagen starten die American Footballer in die Vorbereitung auf die nächste Oberliga-Spielzeit. Die Mammuts und die Blackhawks werden sich auch diesmal begegnen. Wir haben mit den Headcoaches Sascha Krotil (Mammuts) und Dennis Eßmann (Blackhwaks) gesprochen.


Dennis, Sascha, Ihre Teams haben den Klassenerhalt geschafft. Zufrieden?
Eßmann: Definitiv. In der Premierensaison direkt so mitzuhalten und bis zum Ende oben dabei zu sein, da kann man nur zufrieden sein. Darüber hinaus haben wir einzelne Spieler individuell weiter entwickelt.
Krotil: Gemessen an unseren Möglichkeiten ist es natürlich nicht so schön, gegen den Abstieg zu spielen. Aber nach dem Saisonverlauf und den Personalproblemen, die wir hatten, sind wir mit der Saison und speziell mit den letzten Spielen zufrieden. Es erfüllt viele im Verein mit Stolz, dass die Jugendspieler so abgeliefert haben.

Dennis, sind Sie traurig, dass es nach der Pleite in Gelsenkirchen nicht zum Durchmarsch in die Regionalliga gereicht hat?
Eßmann: Keineswegs! Vor fünf Jahren gab es die Blackhawks noch nicht. Wir sind zuvor zweimal in Folge aufgestiegen. Wir haben ein junges Team mit einer Menge Potenzial, das sich aber in Ruhe entwickeln muss.

Sascha, welche Lehren ziehen Sie aus der Vorsaison?
Krotil: Wir analysieren, was da alles schief gelaufen ist und werden versuchen, uns personell zu verändern, sowohl beim Coaching Staff als auch im Spielerkader.

Wie schwierig ist es, qualifizierte Trainer zu finden?
Krotil: Extrem schwer. Der Football boomt unglaublich, überall ist der Zulauf an Spielern groß, aber es gibt gar nicht genug Trainer. Gerade bei unserer Sportart, wo man ja bis zu zehn Trainer braucht, agieren viele Teams nur mit ein, zwei Coaches.

Ist es aus Ihrer Sicht ein Vor- oder ein Nachteil, dass es zwei American Football- Teams in Münster gibt?
Eßmann: Es ist ein Vorteil. Man schaue sich nur mal die Stadtderbys an. Das sind tolle Events hier und definitiv Werbung für unseren Sport.
Krotil: Beides. Der Vorteil ist, dass wir durch die lokale Rivalität für unseren Sport eine große Aufmerksamkeit in den Medien und in der Öffentlichkeit erzielen. Ein Nachteil ist, dass es für beide Teams keine ausreichenden Ressourcen in der Stadt gibt.

Ist es ausgeschlossen, dass beide Teams langfristig die Kräfte bündeln?
Krotil: Nein. Wir sind immer für eine konstruktive Zusammenarbeit offen.
Eßmann: Ich würde niemals nie sagen, aber es ist derzeit eher unwahrscheinlich. In beiden Vereinen wird gut gearbeitet und beide stehen in der 4. Liga gut da.

Sascha, Sie haben das Thema Ressourcen angesprochen. Was passiert, wenn die Anlage am Wangeroogeweg ausgedient hat?
Krotil: Im ersten Halbjahr 2018 wollen wir wissen, wo es hingeht. Wir spielen in der Jugend-Bundesliga und messen uns da mit Vereinen, die Sportinternate haben, in denen die Kids sieben Tage die Woche trainieren. Was vielen ja nicht bewusst ist: So ein Kader hat bis zu 80 Personen, da sind die Facilities leider noch nicht vorhanden. Andere Städte haben es schon längst erkannt.
Eßmann: Die Infrastruktur muss nachgebessert werden. Die Mammuts dürfen nicht mehr als 500 Zuschauer einladen, weil es sonst zu laut ist. Wir haben keine Beleuchtung, um vernünftig zu trainieren. Münster hat Lust auf Football, aber von politischer Seite sind wir auf mehr Unterstützung angewiesen. Eine gerne auch gemeinsam betriebene Anlage mit Trainingsplätzen, Flutlicht und Equipment-Räumen würde helfen, das Niveau nachhaltig zu verbessern.

Welche sportlichen Ziele verfolgen Sie?
Krotil: Kurzfristig wird es der Klassenerhalt sein. Mittelfristig würden wir uns aber gerne in der Regionalliga etablieren. Das wird aufgrund der vielen Imports der anderen Teams aber sicher nicht so einfach.
Eßmann: Wir haben gerade eine zweite Mannschaft gegründet, die in der NRWLiga startet. Unsere Jugendprogramme sehen vernünftig aus. Langfristig sind die höheren Ligen interessant, aber wir werden uns nicht verrückt machen lassen.

Wer gewinnt den Super Bowl?
Eßmann: Die Philadelphia Eagles mit 34:27 gegen die Kansas City Chiefs.
Krotil: Das ist die schwerste Frage (lacht). Kansas City gewinnt gegen Philadelphia. Ich bin als uralter 49ers-Fan Leid gewohnt.



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