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Quer: Tischtennis

Lena Uhlenbrock, BWO-Eigengewächs, musste in dieser Saison einige Male in der Regionalliga aushelfen

Ein Dorf macht sich einen Namen


Von Lars Johann-Krone

(01.04.17) Die Geschichte von dem kleinen unbeugsamen Dorf in Gallien, das sich tapfer gegen die Angriffe der Römer wehrt, ist hinreichend bekannt. Zaubertränke und Druiden gibt es bei BW Ottmarsbocholt allerdings nicht. Im südlichen Westfalen haben sie sich mit regulären Methoden und viel Training einen Namen gemacht. Das Frauen-Team spielt mittlerweile in der Regionalliga.

Vor zwei Jahren feierte die Mannschaft den Aufstieg in die Regionalliga und damit den größten Erfolg der Abteilung, die es erst seit 1991 gibt. Bruno Rennack war damals Mann der erste Stunde, sozusagen Geburtshelfer. „Die ersten 15 Jahre verliefen relativ unspektakulär. Wir haben den einen oder anderen Erfolg und Aufstieg gefeiert“, blickt Rennack, der immer noch Abteilungsleiter ist, zurück. „Dann standen wir am Scheideweg. Wir haben uns entschieden, uns weiterzuentwickeln. Heute haben wir eine der besten Sporthallen der Region, in der Tischtennis gespielt wird. Wir haben zudem ein sehr gutes Trainerteam.“

Allen voran sind das Frank Weitkamp und Ellen Bispinghoff. Beide haben eine B-Lizenz. Beide haben großen Anteil daran, dass der Klub mit eigenen Talenten so weit gekommen ist. „Mittlerweile hat sich Ottmarsbocholt einen Namen in Sachen Tischtennis gemacht, vor allem im Frauen-Tischtennis“, so Rennack.

Dritte Liga wäre nicht möglich

Der Abteilungsleiter weiß allerdings auch, dass die Regionalliga das Maximum für einen Klub wie BW Ottmarsbocholt ist. Schon in der vierten Liga geht es recht professionell zu. BWO engagiert Spielerinnen, die von weit her anreisen, teilweise eingeflogen werden. „Dritte Liga wäre für uns jedoch nicht möglich. Da verlangt der Verband zum Beispiel die Einrichtung einer Geschäftsstelle. Für Spielerinnen, die im falschen Shirt spielen, zahlt der Klub sofort hohe Strafen“, berichtet Rennack.

Auch so ist der Aufwand, den BWO betreibt, jedoch recht hoch. Ingrida Preidziute, Ottmarsbocholts litauische Nummer eins, wohnt und studiert in Litauen und fliegt zu den Spielen des Teams extra ein. „Wir suchen nach den günstigsten Verbindungen nach Dortmund, Weeze oder Bremen und kaufen die Tickets. Die kosten heute ja nicht mehr viel“, erklärt Rennack. „Wir legen unsere Partien dann auch so, dass wir an einem Wochenende zwei mal spielen.“

Bruno Rennack

Nach Platz sechs in der ersten Regionalliga-Saison spielt das Team in diesem Jahr gegen den Abstieg. „Wir hatten richtig Pech“, so Rennack. Gayanna Karyagina etwa verpasste aus persönlichen Gründen jedes Spiel. Und neben der Nummer zwei fiel auch Katja Schmidt für Brett drei aus. Sie hat eine Schulter-Verletzung. Also musste BWO wieder auf Eigengewächse zurückgreifen. Larissa van Boxel oder ihre Zwillingsschwester Lena Uhlenbrock etwa. Seit 17 Jahren sind die beiden Sendenerinnen schon im Verein, spielten bereits in der Jugend für BWO. 

 „Eigentlich wollten wir nicht mehr in der Ersten spielen“, so van Boxel, die in der Rückserie bereits in fünf Duellen an Brett zwei spielte. „Klar ist es etwas Schönes, in dieser Liga zu spielen. Im unteren Paarkreuz ist das auch wohl machbar. Oben wird es aber schwer. Da trifft man teilweise auf Nationalspielerinnen.“

Letzte Partien entscheiden

Im Moment rangiert Ottmarsbocholt auf dem Abstiegsrelegationsrang. „Ein paar Zähler müssen wir unbedingt noch holen, um drinzubleiben“, so van Boxel. Denn der TTSV Schloß Holte-Sende, der derzeit punktgleich auf dem direkten Abstiegsrang neun steht, trifft noch auf Schlusslicht Richtsberg. Viel kommt für BWO also auf die letzten drei Partien der Saison an.



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