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Quer: Tischtennis

Johannes Urban spielt in Kinderhaus an Brett fünf. 2020 wäre er gerne bei den Paralympics in Tokio dabei. Dafür schraubt er seinen Trainingsaufwand auch gerne hoch.

Fernziel Paralympics


Von Lars Johann-Krone

(31.12.16) Aus dem unteren Landesliga-Paarkreuz hinein in den Schein des olympischen Feuers. Ein Weg, den Johannes Urban gerne beschreiten würde. Tokio 2020 lautet daher das Fernziel des 25-jährigen Tischtennisspielers von Westfalia Kinderhaus. 

Urban ist kleinwüchsig und möchte daher an den nächsten paralympischen Spielen in der japanischen Hauptstadt teilnehmen. „Ich müsste dafür allerdings wieder mehr Zeit für das Training investieren als zuletzt. Aber das habe ich vor. Ich möchte viele Turniere spielen und mich den Bundestrainern durch gute Ergebnisse bei internationalen Turnieren empfehlen“, erklärt Urban.

Vor vier Jahren kam der gebürtige Hannoveraner nach Münster und schloss sich der ersten Tischtennismannschaft in Kinderhaus an. Nach dem Abschluss des Studiums der Sozialen Arbeit soll die Westfalen-Metropole weiter der Lebensmittelpunkt für Urban bleiben. Seit November arbeitet er als Arbeitsvermittler bei der Arbeitsagentur. Bevor Urban nach Münster kam, spielte er beim SV Gehrden und der TTSG Wennigsen in Hannover Tischtennis. „In der Jugend habe ich parallel auch noch Fußball gespielt“, berichtet Urban. „Das war mit der Zeit aber nicht mehr so leicht. Schon in der Jugend habe ich irgendwann den Kräfteunterschied zu den Mitspielern zu spüren bekommen.“ Geblieben ist der Tischtennissport.

Urban wird Deutscher Jugend-Meister

An ein Schlüsselerlebnis erinnert sich Urban noch ziemlich genau. 2009  während eines Ranglistenturniers in der Nähe von Celle sprach ihn Monika Bartheidel, Medaillengewinnerin bei den Paralympics in Sydney, an. „Ob ich nicht mal über den Sport abseits des regulären Spiels nachdenken wolle, fragte sie mich damals“, erinnert sich Urban.

Er dachte nach und nahm wenig später erstmals an der Deutschen Jugend-Meisterschaft für Behinderte teil. Mit Erfolg. Urban gewann auf Anhieb. „Wobei man den Erfolg nicht überbewerten darf. Es waren nur acht Teilnehmer dabei“, so Urban. Nebenbei lernte er bei diesem Wettbewerb seinen aktuellen Doppel-Partner Joshua Wagner kennen. Gemeinsam mit dem Saarländer tritt Urban regelmäßig bei internationalen Turnieren oder Meisterschaften an.

Im Einzel spielt Urban in der Klasse 8, in der unter anderem Kleinwüchsige oder halbseitig gelähmte Tischtennisspieler aktiv sind. Eines seiner bisherigen Highlights war ein international sehr stark besetztes Turnier in Slowenien. Platz drei holte Urban dort, schlug auf dem Weg dorthin Spieler, die in der Weltrangliste deutlich vor ihm standen.

Endrunde ein weiteres Ziel


Neben den Paralympics hat der Kinderhauser Landesliga-Spieler noch ein weiteres Ziel. „Vier mal habe ich nun schon an Europameisterschaften teilgenommen. Ich habe es aber noch nie in die Endrunde geschafft. Das möchte ich noch ändern“, so Urban. Eine starke EM würde ihn zudem bei den Bundestrainern in den Fokus rücken.



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