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Volleyball

"Wir müssen brennen und gallig sein"


von Mario Witthake

(20.04.16) Die Früchte einer überragenden Saison können die als Aufsteiger in die Regionalliga gestarteten Frauen von BW Aasee in der Relegation ernten. In Hin- und Rückspiel ist der Zweite der West-Staffel gegen den Zweiten der Nord-Staffel, dem SC Spelle-Venhaus, gefordert. Vor dem ersten Spiel am Freitag im Emsland (20 Uhr; Rückspiel am Sonntag um 16 Uhr an der Bonhoefferstraße) haben wir uns mit Trainer Nils Kaufmann unterhalten.

Waren bei der U20-Westdeutschen in Münster Spielerinnen dabei, die du gerne hättest?
Kaufmann (lacht): Naja, also so ne Libera von Borken, ich komm jetzt nicht auf den Namen. Linda, Linda, irgendwas, die hätte ich gern. Und wenn du das Geld hast, um Hanna Orthman zu verpflichten, dann nehme ich auch eine Bundesliga-erprobte Außenangreiferin vom USC. Von unseren Mädels hat mir natürlich Patricia Lomölder sehr gut gefallen. Das ist eine dufte, intelligente Spielerin, die mit Schlagkraft daherkommt.

Kannst du potenziellen Neuzugängen die Dritte Liga versprechen?
Kaufmann: Nein, aber ich kann ihnen unser höchstes Engagement versprechen, dass wir die Dritte Liga über die Aufstiegsrelegation erreichen wollen. Da sind aber noch politische und strategische Fragen zu beantworten, auf die wir keinen Einfluss haben. Wir haben die sportliche Aufgabe vor uns, der erste Pick für die Dritte Liga zu sein.

Was muss passieren, damit ihr tatsächlich aufsteigt?
Kaufmann: Das ist kompliziert und würde in seiner vollen Darstellung dieses Interview nicht befruchten. Fakt ist, dass der Relegationssieger der erste ist, der einen möglichen freien Platz in der dritten Liga einnehmen kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Platz frei wird, ist eher gering. Es gibt mit Sorpesee und Bremen zwei sportliche Absteiger aus der 2. Liga und mit Aachen eine Erstliga-Mannschaft, die vielleicht in die Dritte Liga runtergeht. Die prüfen gerade ihre Finanzen. Diese drei Mannschaften hätten gegenüber uns, wenn wir die Relegation gewinnen, Vorrang. Mitte Mai entscheidet der Ausschuss der 3. Liga West, ob die Liga eventuell erweitert wird. Ende Juni fällt dann die Entscheidung des Gesamtausschusses des DVV. Wenn es was zu verkünden gibt, werden wir das sofort und exklusiv machen.

Kommen wir zum Sport. Wie habt ihr vier Wochen nach dem letzten Liga-Spiel die Form gehalten und einen möglichen Spannungsabfall bekämpft?
Kaufmann (lacht und überlegt lange): Punkt, Punkt, Punkt. Also, das hat sich als äußerst anspruchsvoll erwiesen. Unser Saisonabschluss war ja nicht so pralle wie der Flow inmitten der Rückrunde. Wir hatten sehr mit uns und mit der Spannung zu kämpfen, schließlich wurden wir ja noch nie so vermöbelt wie im Pokal gegen Ostbevern (vergangenes Wochenende, Anm.). Immerhin sind wir jetzt wach und wissen, dass wir uns so nicht präsentieren dürfen.

Wie gehst du in den letzten Tagen vor so einer Relegation mit dieser Pokalpleite um?
Kaufmann: Wir haben viel gesprochen, zum ersten Mal auch in vielen Kleingruppen. Der Mannschaftsrat hat erörtert, wie die Stimmung insgesamt in der Mannschaft ist. Ich persönlich war schon kribbeliger vor anderen Spielen, aber selten so geschockt. Ich habe mich während des Spiels zurückgezogen, nicht mehr angefeuert. Das darf in Spelle nicht der Fall sein, denn dort ist die Hölle heiß, da müssen wir brennen und gallig sein. Aber klar: Die Niederlage gegen Ostbevern hat gesessen.

Kannst du einschätzen, wie stark Spelle-Venhaus ist?
Kaufmann: Ein Stück weit ja. Die haben mit Michael (Spratte, Anm.) einen klasse Trainer, der situativ viel handelt. Er ist ein Turnierpferd, verliert äußerst ungern, da bin ich angemessen voraktiviert. Vor zwei Monaten hättest du mich sagen hören, dass wir die schlagen, wenn wir unsere Leistung abrufen. Jetzt hörst du, dass ich vorsichtiger und ich mir sicher bin, dass auf Augenhöhe gekratzt und gebissen wird.

Mit wie viel Überzeugung will die Mannschaft den Aufstieg? Die Dritte Liga ist ja auch mit mehr Aufwand als die Regionalliga verbunden.
Kaufmann: Da habe ich mich vergewissert und weiß, dass es die Mädels eine Liga höher versuchen wollen. Wenn's nicht klappt, spielen wir aber auch weiter Volleyball. Dass wir es auch im Falle einer gewonnenen Relegation nicht in eigener Hand haben, ist eine Scheiß-Situation.



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