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Volleyball

Mittelmann Thorsten Mühlemeier (r.) und Jonas Larisch im Zuspiel harmonierten in der vergangenen Woche richtig gut. Ein Zeichen der neuen Gievenbecker Ballsicherheit.

TSC will weiter überraschen


von Lars Johann-Krone

(22.09.17) Ein technisch stärkerer und mental stabilerer TSC Münster-Gievenbeck hat da am vergangenen Samstag auf dem Feld gestanden. Das 3:0 gegen den TV Baden hat imponiert. Morgen wollen die Gievenbecker Drittligisten auswärts auch glänzen. Das neue System BW Aasee muss hingegen noch vertieft werden. Vielleicht hilft den Drittliga-Frauen ja die heimische Atmosphäre. Und auch die Männer vom Aasee sowie die Frauen des TSC steigen an diesem Wochenende in den Spielbetrieb ein.

MTV Hildesheim - TSC Münster-Gievenbeck (Sa., 20 Uhr)
Dass seine Mannschaft stärker geworden ist, ahnte TSC-Coach Axel Büring nach der Vorbereitung, dass sie Baden so souverän 3:0 schlagen würde, überraschte selbst den erfahrenen Trainer. Gründe, seine Mannschaft umzustellen, hätte er an sich nicht. Allerdings fehlten am vergangenen Samstag ja sogar noch wichtige Akteure wie Felix Wessels oder Frank Ludwig im Außenangriff oder Chris Bruns als Libero.

Allein an der Annahme müsste der TSC noch feilen. Die kam, obwohl Baden nicht sehr effektiv aufschlug, nicht immer präzise genug zu Zuspieler Jonas Larisch. Die Hereinnahme Felix Wessels' könnte da eventuell noch Pluspunkte bringen. Das Wechselspiel zwischen Nils Lydorf als Libero in Annahme-Situationen und Samuel Schleitzer bei eigenem Aufschlag war gut. Obwohl es immer wirkt, als würde Lydorf zu spät zum Ball kommen, ist er meist da und bringt die Kugel auch noch nach vorne ans Netz.

Wessels dürfte am Samstag wohl der heißeste Kandidat sein, der für Marvin Weichert ins Spiel kommt. Der Angreifer weilt noch im Urlaub. Außerdem kann Chris Bruns noch nicht wieder mitwirken. Er leidet noch an den Folgen eines Bänderrisses.
Heimspiel-Tipp: In Hildesheim hat der TSC mehr Probleme, sein Spiel zu stabilisieren. Dennoch setzt er sich am Ende mit 3:2 durch.

BW Aasee - SSF Fortuna Bonn (So., 16 Uhr)
Niederlagen in der frühen Phase der Saison hatten die Verantwortlichen bei BW Aasee fast schon eingeplant. Die ersten Partien sind vielleicht so etwas wie das Einspielen unter Wettkampfbedingungen und zudem eine Art Kennenlernzeit. Schließlich ist die Hälfte des Teams neu, und in Ligaspielen hat die Mannschaft so erst einmal zusammengespielt.

"Wir hatten nach dem 1:3 in Cloppenburg also keine Krisensitzung", meint Johanna Paetz. Co-Trainerin der Aasee-Volleyballerinnen. Im Training hat das Team in dieser Woche aber noch sehr viel an der Abstimmung gearbeitet. Aus dem Spiel heraus, aus verschiedenen Aufstellungen heraus wurde der Angriff geübt. "Dabei ging es auch um das Fehlermanagement", so Paetz. "Die Spielerinnen sollen abschätzen, in welcher Situation sich wie viel Risiko lohnt."

Drei Ausfälle hat BWA im Spiel gegen den Aufsteiger SSF Fortuna Bonn zu verkraften. Pia Kramer, Anna Walke fehlen auf den Angriffspositionen. Kerstin Theis ist eine Annahmekraft, die passen muss. Auf was für einen Gegner Aasee trifft, ist noch ziemlich unbekannt. "Wir haben zwar in Bonn ein Turnier gespielt, ab und zu auch auf das andere Feld zu denen herübergeschaut, aber keine großen Stärken oder Schwächen ausgemacht", so Paetz.
Heimspiel-Tipp: Die eigene Halle wirkt wie das schützende Nest. Da fühlen sich die Aasee-Spielerinnen wohl und gewinnen ihre Heim-Premiere in dieser Saison mit 3:0.

Brühler TV - BW Aasee (So., 17 Uhr)
Das Geschehen auf der eigenen Netzseite ist zu Beginn das, worauf es bei BW Aasee ankommt. Der neue Trainer Markus Schneider möchte den Regionalligisten weiterentwickeln. Darum ist es für ihn nicht sonderlich schlimm, dass er wenig über den ersten Gegner, den Brühler TV, weiß.

"Markus hat neue Akzente gesetzt. Er achtet sehr viel auf Details, vor allem im technischen Bereich. Er hat eine ruhige Ansprache", berichtet Arne Bleines, einer der drei Zuspieler im Team Aasees über die ersten Erfahrungen mit dem neuen Mann auf der Bank. In der Vergangenheit hatte die Mannschaft Spiele, die sich binnen einer Woche wie Tag und Nacht unterschieden. Oft brach die Mannschaft während eines Matches in sich zusammen. "Das will ich verändern", so Schneider. "Und wir haben neue Leute im Team, die so ein Abschalten während eines Spiels nicht akzeptieren."

Ein Neuer ist Jan-Willem Groenewolt. Er wird direkt zum Auftakt einen Platz in der Startformation bekommen. Die Annahme und der Außenangriff werden seine Aufgaben sein. Der erst 15-Jährige Lukas Salimi ist auch mit von der Partie. Als einer der drei Zuspieler wird er jedoch an diesem Sonntag andere Aufgaben bekommen. "Lukas könnte ich überall einsetzen, außer in der Mitte. Er ist aber vor allem ein sehr guter Aufschläger", deutet Schneider an, dass Salimi wohl einige Male seine druckvollen Sprungangaben zeigen darf.
Heimspiel-Tipp: Aasee ist noch lange nicht so stabil, wie es sich Markus Schneider wünscht, allerdings reicht es, um den Aufsteiger aus dem Rheinland in Schach zu halten. Münster kommt mit einem 3:1-Sieg heim.

VfL Ahaus - TSC Münster-Gievenbeck (So., 14 Uhr)
Der Abgang einiger zentraler Spielerinnen hat der Mannschaft des TSC Münster-Gievenbeck wehgetan. Zum einen sportlich, zum anderen auch persönlich. Vor allem der Wechsel von Zuspielerin Laura Schoneberg und Mittelblockerin Jana Peikenkamp, die ihr Glück nun in der Zweiten des USC Münster in der Regionalliga suchen, entfachte eine kleine Krise. "Ich fand es nicht gut, dass die beiden die Mannschaft im Stich gelassen haben", meinte TSC-Coach Hans Stuckenbrock. "Ich hätte es verstehen können, wenn sie zu BW Aasee in die Erste gegangen wären, aber der USC hat in diesem Sommer einfach jede Spielerin aufgenommen."

An dieser Sichtweise entzündete sich auch in der TSC-Mannschaft eine Debatte, an dessen Ende fast der Rücktritt Stuckenbrocks gestanden hätte. Ein Teil der Mannschaft sah in dem Wechsel Schonebergs und Peikenkamps kein Problem, freute sich eher für die ehemaligen Mitspielerinnen, einem anderen Teil war es egal. "Zusätzlich wollten einige Spielerinnen allerdings auch eine Veränderung, neue Impulse von außen", berichtet Stuckenbrock. Da er selber Sportlicher Leiter der Frauen-Abteilung des TSC ist, hätte er sich selbst entlassen müssen. Er hätte es auch schon getan, wenn ein Nachfolger in Sicht gewesen wäre. "Ich klebe nicht an meinem Posten", so Stuckenbrock.

Vor dem Spiel in Ahaus wurde nun ein wenig umgebaut beim TSC. Theresa Block, neu im Team, spielt zu. Sophie Menn und Katharina Hennemann rücken von ihren Außenpositionen in die Mitte und betreten dort auch Neuland. "Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft ein wenig schwächer ist als im Vorjahr. Wenn wir allerdings noch eine Mittelblockerin hinzubekommen würden, sähe das schon wieder anders aus", so Stuckenbrock.
Heimspiel-Tipp: In eigener Halle waren die Ahauser im Vorjahr schon sehr stark. Sollten die riskanten Aufschläge des VfL ihre Wirkung entfachen, wird es schwer für das neuformierte TSC-Team. Gievenbeck unterliegt in Ahaus mit 1:3. 



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Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Amisia Rheine 2    12:2 6  
2    SV Büren 2010 2    12:6 6  
3    FSV Ochtrup 2    8:2 6  
4    Neuenkirchen II 2    8:3 6  
5    Brukt. Dreierwalde 2    8:3 6  

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