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Die Kinderhauser Judokai trainieren mit viel Disziplin ihren Körper und Geist. Bilder (2): Westfalia Kinderhaus

Judo

"Ein Sport fürs ganze Leben"


Von Hannes Süper

(09.03.16) Der fünffache Schwarzgurt Klaus-Dietmar Kroll lehrt unter anderem in Kinderhaus Judo an Kinder und Jugendliche. Am besten gefällt ihm, dass jeder, unabhängig von Alter, Geschlecht oder körperlichem Zustand ein Judoka sein kann und dass stets der Weg das Ziel ist.

"Sanfter Weg" bedeutet Judo nämlich übersetzt. Im Gegensatz zu Karate oder Taekwondo ist Judo eine reine Selbstverteidigungskunst. Schläge und Tritte sind - zumindest in der deutschen Ausführung - gänzlich verboten. Deshalb hält Klaus-Dietmar Kroll den Kampfsport, der Anfang des 20. Jahrhunderts aus verschiedenen Jiu-Jitsu Stilen geschaffen wurde, für Kinder besonders geeignet: "Judo bietet ein sehr geringes Verletzungsrisiko. Kinder raufen gerne, doch hier wird ihnen beigebracht, geordnet und diszipliniert zu kämpfen."

Disziplin wird im Judo besonders groß geschrieben. Außerdem werden weitere geistige Fähigkeiten wie Belastbarkeit, Konzentration und Höflichkeit trainiert. Judo hat also auch einen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. Natürlich stehen aber die körperlichen Herausforderungen der Sportart im Vordergrund. Neben Koordination, Beweglichkeit, Ausdauer und Atmung wird die Muskulatur im ganzen Körper geschult. Das wirklich schöne daran ist, so Kroll, "dass wirklich jeder, der daran interessiert ist, Judo machen kann: egal ob Junge oder Mädchen, groß oder klein, dick oder dünn, jung oder alt. Auch körperlich und geistig Behinderte machen bei uns mit." Der älteste ihm bekannte Judoka sei über 70 Jahre alt. "Judo ist eben ein Sport fürs ganze Leben", sagte sich Kroll.

Klaus-Dietmar Kroll: Fünfter Dan und Deutscher Meister im Judo

Der Weg ist das Ziel

Das beste Beispiel dafür ist er selbst: 1967 fing Kroll mit 15 Jahren an, in Braunschweig Judo zu machen. Seitdem belegte er zahlreiche Prüfungen und sammelte fleißig Gürtel. Vor 15 Jahren wurde dem jetzt 63-Jährigen der fünfte Dan verliehen, der höchste Rang, den ein Judoka in Deutschland erreichen kann. Seitdem unterrichtet der Meister Judo an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Beim Polizeisportverein Münster, in Kinderhaus, Coerde und Mauritz, sowie beim Schulsport oder in Fereinfreizeiten ist Kroll als Lehrer aktiv. 2013 errang er sogar den Deutschen Meistertitel in seiner Klasse.

Den Kindern verhilft er dabei, sich wie er stetig fortzubilden und Gürtel zu sammeln. Besonders wichtig sei dafür das höchste Judo-Prinzip "Siegen durch Nachgeben". Kroll müsse den Kindern beibringen, sich selbst unterzuordnen. Zudem führt Kroll die Kinder auch an Turnierkämpfe heran, die im Rahmen des Polizeisportvereins Münster zehn Mal im Jahr stattfinden. Bei Kämpfen vermittelt Kroll den Kindern, "dass es nicht darauf ankommt zu gewinnen, sondern die erlernten Tätigkeiten im Wettkampf korrekt anzuwenden." So gilt stets im Judo: Der Weg ist das Ziel.



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