Remis mit acht (!) Toren


Von Jakob Hehn

(21.05.23) Halleluja, was ging denn in Senden ab?! Eigentlich ging es ja um nichts mehr, doch trotzdem lieferten der VfL und die SG Borken ein wahres Torfestival. Am Ende stand's 4:4 (3:1)! Rabah Abed sah aber dennoch kein gutes Fußballspiel. "Bei beiden ging nicht viel, es war ein Spiel ohne viel Antrieb", sagte der Trainer der Hausherren. Und trotzdem fallen acht Tore?!

Ja! Beim wilden Unentschieden erwischten die Sender den besseren Start. "Nach 10 Minuten haben wir die richtigen Schnittstellen in deren Verteidigung gefunden", so Abed. Der VfL spielte dann schneller nach vorne. Binnen sieben Minuten trafen die Gastgeber dreifach. Sefai Colak traf per Elfmeter, Ali Shinawi traf nach einem verunglückten Abschluss von Bruno Geister und Colak stellte auf 3:0 (25./30./32.). Puh! "Wir haben aber drei Umstellungen in der Viererkette gehabt und waren generell personell nicht so auf der Höhe", sagte Abed. Offensichtlich steckte seine Mannschaft das in der ersten Halbzeit aber ganz gut weg. Bastian Bone brachte vor der Pause aber noch den Anschlusstreffer für die Borkener (43.).

Abed: "Jeder Ball fällt wie 'ne Bombe in unseren Sechzehner"

Die Sendener fanden auch nach dem Seitenwechsel wieder besser in die Partie. Durch einen schönen Schlenzer von Bruno Geister stellten die Hausherren wieder den alten Abstand her (52.). "Danach haben wir nicht mehr die entscheidenden Wege gemacht", haderte Abed. "Aber jeder Ball fällt dann auch wie 'ne Bombe in unseren Sechzehner." Raphael Niehoff brachte die SG schlussendlich wieder in die Begegnung (58.). Und dann hatten die Gäste eben einen klasse Stürmer vorne drin. Bone sollte nämlich noch eine Rolle spielen.

Der VfL bekam die Räume nicht mehr zugestellt und zog kein vernünftiges Passspiel mehr auf. "Bei Fehlern von uns waren die direkt da", berichtete Abed.  Bone sorgte schließlich mit seinem Doppelschlag dann für den Anschlusstreffer und später Ausgleich (72./77.). "Wir haben zum Schluss auch noch ein bisschen gezittert und können froh sein, nicht noch das Fünfte kassiert zu haben", sagte Abed. Und eben weil es um nichts mehr ging, nahm Abed es seiner Mannschaft nicht übel, einen Drei-Tore-Vorsprung noch verspielt zu haben.

VfL Senden - SG Borken 4:4 (3:1)
1:0 Colak (25.), 2:0 Shinawi (30.)
3:0 Colak (32.), 3:1 Bone (43.)
4:1 Geister (52.), 4:2 Niehoff (58.)
4:3 Bone (72.), 4:4 Bone (77.)