Kreisliga A1

Wortmann macht den Unterschied


Von Luca Adolph

(17.10.22) Für die beiden Niederlagen aus der vergangenen Saison hat sich der VfL Sassenberg revanchiert und das Konto des BSV Ostbevern nicht schon wieder fett mit Punkten gefüllt. Diesmal behielt Sassenberg die Zähler daheim und erfreute sich beim 3:1 (1:0)-Erfolg an Kapitän Stefan Wortmann, der gegen den BSV besonders hervorstach.

Bevor Sassenberg das Ruder übernahm, klopften bei ihnen zunächst gastierende Ostbeverner an. Beim Freistoß von Hendrik Hülsmann kam Falk Droste frei zum Schuss. Aber wie der darauffolgende Versuch von Carsten Esser war auch Drostes nicht gefährlich genug. "Eigentlich starten wir gut rein, kassieren aber dann mit der erster Sassenberger Chance das Gegentor. Nach dem wir letztes Jahr beide Spiele gewonnen hatten, haben wir uns das natürlich anders vorgestellt", haderte BSV-Trainer Daniel Kimmina mit dem Ausgang der Partie.

VfL übernimmt die Regie

Als sich der VfL nach der drückenden Anfangsphase sortierte, kippte nun die Partie. Die Ballbehauptung von Linus Maas gab hierfür den Anstoß. Der A-Jugendliche übergab an Tim Elsner, der wiederum perfekt für Wortmann inszenierte. Sassenbergs erfahrener Kapitän holte nun zum Kopfball aus und verwandelte brisant, denn aufgrund der Vorlage war es wohl ein Treffer mit Seltenheitswert (33.). "Außergewöhnlich! Eigentlich kann Tim es nur mit rechts. Den linken Fuß nutzt er sonst nur zum Gehen", sagte VfL-Trainer Patrick van der Sanden.

Mit der Führung im Rücken fingen die Gastgeber nun an, sich auch klarere Chancen zu erspielen. In der Mitte des zweiten Durchgangs ließ es Tobias Brand dann mal wieder klingeln. Alen Ferhatovic kam im vollen Lauf und legte sodann erfolgreich für Sassenbergs Vollblutstürmer auf (61.). Danach fehlten den Hausherren nur wenig PS, um das Spiel zu entscheiden. Brand umkurvte schon Torwart Tobias Jürgens und traf aus spitzem Winkel aber nur den Pfosten. Als Björn Unland dann das leere Tor anvisierte, mutierte Jürgens zum Tier und lenkte wie von der Tarantel gestochen das Leder noch irgendwie über den Querbalken.

Hülsmann verkürzt vom Punkt

"Sassenberg hatte die klareren Chancen und hätte auf 3:0 erhöhen müssen, als wir den Faden verloren haben. Dadurch kommen wir noch mal ran. Mit Wortmann hatte der VfL dann aber einen, der den Unterschied gemacht hat", sagte Kimmina. Erst gestaltete es sich aber noch mal knapp und Hülsmann holte den BSV durch einen Elfmeter wieder ran (76.). Bei Lukas Nienabers Foul an Carsten Esser hätte der Coach zudem gern den Ampelkarton gesehen. Die ließ Schiri Stephan Ohlmeier aber stecken und Sassenberg lief weiter zu elft an.

Fünf Minuten nach dem Gegenstoß stellte Wortmann die Weichen dann endgültig auf Sieg. Bei einer kurzen Ecke kam er entgegen, täuschte zur Finte an und servierte aus spitzem Winkel perfekt ins lange Eck (81.). Auch im fünften Spiel in Folge konnte Sassenberg damit wieder keiner bezwingen. "Ein deutlich besseres Gefühl verglichen mit dem vom Saisonauftakt! Die letzten Jahre haben wir uns schwer gegen Ostbevern getan. Tut gut, sie jetzt mal wieder zu schlagen", sagte van der Sanden.

VfL Sassenberg – BSV Ostbevern     3:1 (1:0)
1:0 Wortmann (33.), 2:0 Brand (61.),
2:1 Hülsmann (76., FE.), 3:1 Wortmann (81.)