Sarah Fipke (l.) steht mit Ostbevern erneut im Pokalfinale. Anders als 2017 gegen Wackers Verena Funke will der BSV wieder den Pokal gewinnen.

Ostbevern löst erneut das Finalticket


von Christian Lehmann

(19.04.18) Zum sechsten Mal nacheinander ziehen die Frauen des BSV Ostbevern ins Kreispokal-Endspiel ein. Beim Bezirksliga-Vierten VfL Senden machte sich der Klassenunterschied in vielen Situationen bemerkbar. Der Westfalenliga-Neunte gewann das Halbfinale souverän mit 6:1 (3:0).

Gerade bei Standards war zu sehen, wer Chef in Ring ist. Wie beim Freistoß von Melanie Kuhlenkötter, den Laura Rieping zum frühen 1:0 einnickte (7.). "Da war der Leistungsunterschied kurz da", sagte Sendens Co-Trainer Dirk Michelt. "Sie steigt da einwandfrei hoch, viel höher als unsere Abwehrspielerin und köpft platziert. Das haben sie schön gemacht, das muss man neidlos anerkennen."

Senden geht ins Risiko

Drei Minuten später war die Partie im Grunde gegessen. Laura Glenzki gelang nach Vorarbeit von Chiara Dießelberg auf 2:0. Danach erhöhte der VfL das Risiko und brachte mit Hanan Das eine zweite Stürmerin. Mehr als ein bisschen munter mitspielen war aber nicht drin für das Team, das in Liga in 20 Partien nur 14 Gegentore kassiert hat. Rieping traf mit dem Halbzeitpfiff zum 3:0 für Ostbevern.

"Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass wir den Gegner ernst nehmen müssen. Das haben wir getan", sagte BSV-Trainer Andrew Celiker. "Der Unterschied war unsere Ausdauer und Technik."

Ehrentreffer

Nachdem Rieping ihren Dreierpack vollendet und Charlotte Heithoff zum 5:0 nachgelegt hatte (63./65.), belohnte sich die Heimmannschaft mit dem Ehrentreffer: Eine ansehnliche Passstafette vollendete Theresa Wellerdieck zum 1:5 (73.). 

Nele Koenen traf dann kurz vor Schluss zum Endstand. Die vor der Saison aus Kinderhaus gekommene Innenverteidigerin steht zum ersten Mal als Seniorin im Endspiel - an Christi Himmelfahrt gegen Amelsbüren. Für viele ihrer Mitspielerinnen ist das schon Routine.

VfL Senden - BSV Ostbevern     1:6 (0:3)
0:1 Rieping (7.), 0:2 Glenzki (10.),
0:3 Rieping (45.), 0:4 Rieping (63.),
0:5 Heithoff (65.), 1:5 Wellerdieck (73.),
1:6 Koenen (88.)