Sendenhorst ärgert sich

von Svenja Kleditzsch

(02.04.17) Eine Niederlage der besonders ärgerlichen Art musste die SG Sendenhorst am 25. Spieltag hinnehmen. Gegen Tabellenschlusslicht Dedinghausen gab es nach eigener Führung eine 1:2 (1:1)-Pleite. "Wir hatten uns gegen Dedinghausen was vorgenommen und erhofft", berichtete SGS-Trainer Uli Leifken. Im Hinspiel hatte es einen 6:0-Erfolg der Sendenhorster gegeben - doch damals waren die Vorzeichen auch andere.

Inzwischen ist die Verletztenliste der Dedinghausener deutlich geschrumpft und gerade auf eigenem Platz machte der Aufsteiger aus Lippstadt seinen Gästen zuletzt das Leben schwer. "Gegenüber der Hinserie ist der Gegner nicht wiederzuerkennen", erklärte Leifken. Seine Jungs hatten nicht nur mit den Dedinghausenern, sondern noch viel mehr mit deren Rasenplatz zu kämpfen. "Ein Kartoffelacker", urteilte Leifken. "Kurzpass- oder Kombinationsspiel war nicht möglich." Den Gastgebern, die hauptsächlich mit langen Bällen in die Spitze agierten, spielte das in die Karten.

Trotzdem waren es die Sendenhorster, die den Führungstreffer erzielten. Nachdem zuvor einige Möglichkeiten ausgelassen wurden, netzte Stefan Nordhoff zum 1:0 ein (18.). Lange hielt dieser Spielstand allerdings nicht an. Einen langen Ball verlängerte Philipp Münzner über SGS-Keeper Robin Lackmann hinweg ins Sendenhorster Tor (20.). "Wenn man gegen so eine Defensivmannschaft länger führt, ist vielleicht was drin", ärgerte sich Leifken über den schnellen Ausgleichstreffer.

Wenn du vorne die Tore nicht machst...


Auch im zweiten Durchgang hatte Sendenhorst mehr von der Partie und erspielte sich die besseren Torchancen: Zunächst tauchte Nikita Bassauer frei vor Dedinghausens Torwart Carsten Kemper auf, scheiterte aber freistehend an diesem (60.). Zehn Minuten später war es Nordhoff, der auf halblinker Position freigespielt wurde, aber ebenfalls an Kemper scheiterte (70.). "Wenn wir da in Führung gehen, gehen wir als Sieger vom Platz", war sich Leifken sicher. So aber blieb es zunächst beim 1:1 - und wie das so ist im Fußball: Wenn du vorne die Tore nicht machst, kriegst du sie hinten rein.

So auch in dieser Partie: Es liefen bereits die Schlussminuten, als Marco Hilke nach einem langen Ball in die Spitze frei vor dem Sendenhorster Tor auftauchte und dort eiskalt blieb (86.). Schlussendlich hätte Dedinghausens Sieg sogar noch deutlicher ausfallen können. In der Nachspielzeit entschied der Schiedsrichter nach Foulspiel im Strafraum an einem Dedinghausener durch Julian Methling, der wegen dieser Aktion seine zweite Gelbe sah, auf Elfmeter - Dedinghausen setzte den Strafstoß aber neben den Sendenhorster Kasten (90.+2).

BW Dedinghausen - SG Sendenhorst     2:1 (1:1)
0:1 Nordhoff (18.), 1:1 Münzner (20.),
2:1 Hilke (86.)
Gelb-Rot: Sendenhorsts Julian Methling (wdh. Foulspiel, 90.+2) 
B.V. Dedinghausen verschießt Foulelfmeter (90.+2)

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