Westfalenliga 1

Die geballte Münsteraner Fußball-Prominenz auf einem Foto: Nils Johannknecht (m.) wird umzingelt von Westfalias Rädelsführern Nick Rensing (r.) und Kevin Schöneberg (l.). Foto: Renger

Kinderhaus kann Derby, Hiltrup kann das offenbar nicht


Von Fabian Renger

(02.04.23) Schon das Hinspiel gegen Westfalia Kinderhaus verlief für den TuS Hiltrup alles andere als zufriedenstellend. Und auch nach dem Derby-Rückspiel kann man getrost festhalten: Nein, das war nichts, lieber TuS. Kinderhaus behielt die drei Zähler daheim und gewann mit 2:0 (2:0). Außer Frage stand, dass das verdient war. TuS-Coach Marcel Stöppel war entsprechend frustriert.

"Für einen Sieg sind wir heute nicht in Frage gekommen. Wir haben in keinem Bereich zu unserem Spiel gefunden. Da fehlte der letzte Biss, das letzte Engagement, da fehlten Typen auf dem Platz", sprach Stöppel später Tacheles und von einem abermals "trostlosen Nachmittag - so wie in der Hinrunde. An der Taktiktafel lassen sich solche Spiele nicht gewinnen."

Allerdings muss man den Gästen zugute halten: Es fing halt auch einfach absolut bescheiden für sie an. Kinderhaus ging mit dem mehr oder minder ersten Angriff in Führung. Also naja: Angriff ist zu viel gesagt. Es war eigentlich eher ein Gastgeschenk mit Schleifchen drum. Ein Rückpass zu Hiltrups Schnapper Romain Böcker geriet viel zu kurz, Luis Haverland spritzte dazwischen und bedankte sich artig mit dem 1:0 (3.). "Das hat uns die nötige Sicherheit gegeben", sagte Kinderhaus-Coach Holger Möllers nachher. Durch permanentes Anlaufen hielt sich seine Elf die Gäste vom Leib und ließ diese gar nicht erst ins Spiel kommen. Einen zweiten Ball nach einem Eckstoß bekam Hiltrup nicht geklärt und Haverland erhöhte auf 2:0 (20.). Blitzsauberer Start. Florian Graberg hatte das 3:0 sogar noch auf dem Kopf, köpfte aber am Tor vorbei.

Kinderhaus nach der Pause auf Kompaktheit aus

Kinderhaus stand hinten sehr stabil und verteidigte Hiltrups eher spärliche Angriffsbemühungen konsequent weg. Nach dem Seitenwechsel ging es den Hausherren schließlich vornehmlich darum, Kompaktheit zu kriegen. "Das haben wir echt vernünftig geschafft", so Möllers. "Wir haben kein bärenstarkes Spiel gemacht, aber wir waren sehr präsent und laufstark." Genau das war nötig auf dem Naturrasen in Kinderhaus. Der TuS schraubte die Zahl an individuellen Fehlern nach dem Pausentee indes deutlich runter, machte eine bessere Partie, kam aber nicht wirklich vom Fleck. Zwingende Torchancen erspielte sich der TuS selten bis gar nicht und wenn, dann nur nach einem ruhenden Ball. Alex Gockel oder Yakup Kilinc waren zwischendurch nach einem Standard gefährlich unterwegs.  Das war es dann aber auch schon wieder.

"Wenn wir in dieser Liga Punkte holen wollen, müssen wir dafür eine Menge tun und uns jeden Punkt hart erkämpfen. Wir kriegen die Punkte nicht einfach so geschenkt und zugeworfen", war es für Stöppel kurz gesagt einfach zu wenig. Die Pleite war verdient.

Westfalia Kinderhaus - TuS Hiltrup 2:0 (2:0)
1:0 Haverland (3.), 2:0 Haverland (20.)