Frauen-Kreisliga

Westfalias Sandra Hesselink (r.) im Zweikampf mit Kirsten Tröbst.
Ems-Kickerin Maren Loddenkötter (v.) behauptet gekonnt die Kugel gegen Mona Rensing.

Kinderhaus bleibt fokussiert 


Von Till Meyer

(08.05.17) Die Konstanz, die Westfalia Kinderhaus im Saisonendspurt an den Tag legt, ist schon beeindruckend. Und hakt es während des Spiels einmal, dann schafft es die Truppe von Markus Karsten stets aufs Neue, sich aus dem Sumpf zu ziehen und das Match doch noch zu den eigenen Gunsten zu drehen. So auch gegen Ems Westbevern, indem selbst ein 0:1-Rückstand die Westfalia nicht aus dem Konzept brachte. Am Ende hieß es 4:1 (0:1) für Kinderhaus, das damit seine Meisterschaftsambitionen weiter untermauert.

So deutlich sich das Ergebnis auch liest, so wenig deutlich war das Spielgeschehen in den ersten 45 Minuten. Das lag schlichtweg daran, dass die Gäste vieles richtig machten. Über eine stabile Defensive spielten sie immer wieder gute lange Bälle über das gewohnt starke Westfalia-Mittelfeld und setzten damit ein ums andere Mal die quirlige Maren Loddenkötter in Szene. Sie war es auch, die Karsten in Minute 25 kleine Sorgenfalten auf die Stirn zauberte, denn sie traf per Lop zum 1:0 für ihre Farben. "Wir wussten, wie stark sie ist, aber alles kann man nicht verhindern", kommentierte der Westfalia-Coach das Ganze.

"Vieles ist Kopfsache"

Worte, die Karsten wählte, um zu beschreiben, was sich im zweiten Spielabschnitt zutrug. Seine Mädels waren nun oftmals den einen, den entscheidenden Schritt schneller, gewannen die wichtigen Zweikämpfe und beruhigten zügig nach Wiederanpfiff durch den 1:1-Ausgleichstreffer von Anne Hilgenhöner das eigene Nervenkostüm (51.). "Ich hab den Mädels gesagt, dass sie sich keinen Druck machen sollen", verriet Karsten im Übrigen und sah sich in seinen Worten bestätigt - spätestens als erneut Hilgenhöner traf und die Westfalia mit 2:1 auf die Siegesstraße schoss (71.). Und als dann auch noch Westbeverns Cinja Termühlen nach einer Flanke von Westfalias Marie Stegemann zum 1:3 ins eigene Netz traf (77.), war der Wille der Gäste endgültig gebrochen. "Ich denke, über 90 Minuten gesehen, geht das mit dem Sieg schon in Ordnung. In Sachen Meisterschaft ist aber noch lange nichts entschieden. Wir schauen nur von Spiel zu Spiel", ließ der Westfalia-Übungsleiter noch zum Abschluss wissen.

Westfalia Kinderhaus - Ems Westbevern     4:1 (0:1)

0:1 Loddenkötter (25.), 1:1 Hilgenhöner (51.),
2:1 Hilgenhöner (71.), 3:1 Termühlen (77./Eigentor),
4:1 Mayer (80.)