Brügger und die Horror-Show für Eintracht


Von Mario Witthake

(04.12.16) "Mir fehlen die Worte, ich bin leer", sagte Christian Hölker nach dem neuerlichen Rückschlag für den Trainer von Eintracht Münster. "Der Fußball hat heute sein grausames Gesicht gezeigt", meinte er nach der 3:4 (2:1)-Pleite gegen den SC Everswinkel.

In der 77. Minute schoss Gregor Klaus das 3:1 für die Eintracht, die aufgrund der Gelb-Roten Karte gegen Tobi Lehmann zu diesem Zeitpunkt nur noch zu zehnt spielte. "Wenn wir die Führung noch ein paar Minuten verteidigt hätten, dann wäre Everswinkel nicht mehr zurückgekommen", sagte Hölker. Da war dann aber etwas zu viel Konjunktiv im Spiel.

Everswinkel, das vor Klaus' Treffer zum 3:1 ein Abseitstor abgepfiffen bekam, holte zum erneuten Gegenschlag aus. Anders als Hölker, der vor dem Anschlusstreffer durch Hendrik Krukow ein Foulspiel des Gäste-Spielers an Eintracht-Schnapper Marco Jörling sah, fand SCE-Coach Peter Knein, dass es sich um ein regelkonformes Tor handelte (78.).

Wieder strittig war die Abseitsentscheidung gegen Tobi Schmidt, der für Eintracht auf dem Weg zum 4:2 war. Stattdessen traf Manuel Greshake nach Vorarbeit von Gerrit Knein und dem ersten Abschluss von Marian Brügger im zweiten Versuch zum 3:3 (84.). Damit war der Feierabend aber noch nicht eingeläutet. Der überragende Brügger, der schon das 1:1 besorgte hatte (35.), gönnte sich und seiner Mannschaft eine Kostprobe seiner exquisiten Schusstechnik und prügelte die Asse volley und unhaltbar für Jörling in die Maschen - das Siegtor für Everswinkel (88.).

Eintracht Münster - SC Everswinkel     3:4  (2:1)
1:0 Lorecchio (28.), 1.1 Brügger (35.),
2:1 Klaus (45.+1/FE), 3:1 Klaus (77.),
3:2 Krukow (78.), 3:3 Greshake (84.),
3:4 Brügger (88.)
Gelb-Rot: Eintrachts Lehmann (67.)