Bezirksliga 9

Nach Zerreißprobe der WSU sind gröbste Löcher geflickt


Von Andreas Teipel

(13.02.12) Beinahe vor dem Nichts stand die Warendorfer SU noch Ende des Jahres. Wegen Meinungsverschiedenheiten über die Zukunft und Vorgehensweise der Abteilung war erst die sportliche Führung zurückgetreten, woraufhin auch Trainer Markus Kleine-Tebbe nicht weitermachen wollte. Und dann nahm nach wachsender Kritik  Abteilungsleiter Uli Lauströer, der Antagonist, seinen Hut. Jetzt aber scheinen sich die lichten Reihen wieder zu füllen. Denn nach Lauströers Rücktritt war der Weg wieder frei für die alten Kräfte. Ralf Sennhenn wird wieder als Sportlicher Junioren-Leiter fungieren, und nun entschloss sich auch Trainer Markus Kleine-Tebbe, in der nächsten Saison für die Kreisstädter dabei zu bleiben. Lediglich Oliver Otto bleibt bei seiner Entscheidung und kehrt nicht zurück in sein Amt als Sportlicher Senioren-Leiter.

"Eigentlich hat sich aber nicht viel verändert an den Bedingungen bei uns", so der kommissarische Abteilungsleiter Hans Michael Siebert gegenüber heimspiel-online, "vielleicht sind da in der Vergangenheit aber auch zu viele Infos falsch rübergekommen. Über unsere Verhältnisse werden wir deshalb nämlich weiterhin nicht leben", macht der kommissarische Abteilungsleiter Siebert klar, "aber wir stricken zum Beispiel aktuell an einem Förderkreis, mit dem man die Rahmenbedingungen in der Abteilung verbessern könnte." Kleine-Tebbe seinerseits hatte sich die Entscheidung nicht leicht gemacht: "Ein Rücktritt vom Rücktritt ist immer so eine Sache. Die Gefahr, sich zum Esel zu machen, ist groß."

Und weil das Verlängern für die neue Saison so schön ist, wurde man sich auch mit den Trainern der zweiten und dritten Mannschaft einig. Sebastian Wende wird die (unabsteigbare) WSU-Reserve auch in 2012/13 führen. Dominik Kemper wird weiter die Dritte betreuen. Hinter dem Namen von Peter Knein, dem aktuellen A-Junioren-Trainer steht noch ein Fragezeichen - er macht seine Zukunft von der Zukunft seines Sohnes abhängig, der nun in den Seniorenbereich wechseln wird -, "und vom Kader der ersten Mannschaft haben schon drei Viertel des Kaders zugesagt", so Siebert. Es scheint, als haben sich die Wogen in Warendorf geglättet.