Tobias Böhme (r.), hier gegen Stephan Osthues, hätte Aasee in der 32. Minute in Führung bringen können
Daniel Kampschulte (2.v.r.) läuft hier Eugen Migov ab. Aasees Rechtsverteidiger spielte stark.

Schwere Beine? Nicht am Aasee!


Von Christian Lehmann

(10.08.14) Das Kreispokal-Erstrundenspiel gegen den SC Hoetmar bildete für die Kicker von BW Aasee den Abschluss eines intensiven Trainingslager. Was das Team von Trainer Costa Fetsch beim 2:1 (1:1)-Erfolg trotz schwerer Beine noch auf den Kunstrasen brachte, konnte sich eine Woche vor dem Liga-Auftakt durchaus sehen lassen. Unterm Strich verdient zogen die Münsteraner in die nächste Runde ein, wo Bezirksligist SG Telgte wartet.

In der Schlussphase der Partie allerdings drückten die Hoetmarer, die den Blau-Weißen vor allem bei Standardsituationen Probleme bereiteten, auf den Ausgleich. Gleich zweimal hatte Eugen Migov (74./90.+2) den 2:2-Ausgleich auf dem Fuß, doch er scheiterte am glänzend aufgelegten BWA-Schnapper Alexander Kruithoff. 

Doppelchance für Fröhning

In Durchgang eins war Aasee das bessere Team gewesen, ließ den Ball gut laufen und stellte in der Rückwärtsbewegung die Räume gut zu. Die erste dicke Chance besaß Fabian Fröhning, der freistehend erst an Hoetmars Schlussmann Yunus Saltaban scheiterte und dann das Leder links am Tor vorbeispitzelte (12.). Von Hoetmar kam in dieser Phase nicht viel. Die Gastgeber hätten sich spätestens die Führung verdient gehabt, als Tobias Böhme sich schön über die linke Seite durchgesetzt hatte und ebenfalls in Saltaban seinen Meister fand (32.). 

Das 1:0 war dann eine Co-Produktion von zwei Aktivposten bei BWA: Fröhning spielte einen langen Ball über die Hoetmarer Abwehr, Tim Dietz nahm diesen auf und vollstreckte unten rechts (41.). Doch nur drei Minuten später war die Freude bei der Fetsch-Elf verflogen: Einen Migov-Freistoß verlängerte Maik Eggelnpöhler per Kopf in die Maschen (44.). "Der Einwurf vorher war definitiv für uns. Und auch die Freistoßentscheidung war schmeichelhaft", befand Fetsch.

Foul oder nicht?

Allerdings räumte Aasees Trainer auch ein, dass die Strafstoßentscheidung, die zum 2:1 durch Fröhning (54./FE) führte, nicht jeder Schiedsrichter pfeift. Fadi  Issa hatte sich im Luftkampf mit Patric Dülberg leicht aufgestützt. SCH-Coach Rudi Dorgeist meinte jedoch: "Das war ungeschickt. Im Strafraum darf man nicht so hingehen."

In der Folge verpasste Aasee bei einem Schuss von Steffen Uphues, den Saltabas entschärfte (59.), die Führung auszubauen. So wurde es zum Schluss noch einmal eng, weil bei den Gastgebern die Beine nun doch schwerer wurden. Mit etwas Glück brachte BWA jedoch den verdienten Sieg über die Zeit.

"Die Jungs waren platt"

"In der ersten Halbzeit waren wir das deutlich bessere Team und haben mit einem sehr schönen Angriff das 1:0 erzielt", analysierte Fetsch nach der Partie. "Nach dem 2:1 war das dann nur noch Kampf. Die Jungs waren platt."

Dorgeist hatte ein ausgeglichenes Spiel auf einem guten Niveau gesehen. "Das war ein offenes Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Wir haben zwei Fehler gemacht, deshalb hat Aasee ein Tor mehr geschossen. Dem 1:0 ging ein Stellungsfehler voraus. Wir hatten am Ende drei, vier dicke Chancen. Die müssen wir nutzen."

BW Aasee - SC Hoetmar     2:1 (1:1)
1:0 Dietz (41.), 1:1 Eggelnpöhler (44.),
2:1 Fröhning (54./FE)