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Christian Gruber (2.v.l.) und Patrick Tabbert (2.v.r.) bilden das neue Trainergespann des FC Lau-Brechte ab der neuen Saison. Darüber freuen sich der der Vereinsvorsitzende Andreas Krabbe (l.) sowie der Sportliche Leiter Michael Speckblanke. Foto: FC Lau-Brechte

Gruber kann künftig zum Sportplatz laufen


von Fabian Renger

(19.01.22) Michael Speckblanke sollte es vielleicht mal als Quizmaster versuchen. Er hat es nämlich raus. Ende Dezember verriet uns der Sportliche Leiter des FC Lau-Brechte, dass er bereits einen Nachfolger für den in Sommer scheidenden Cheftrainer Ralf Klockenkemper gefunden habe. Dieser jemand müsse aber noch seine derzeitige Mannschaft informieren. Und: Dieser jemand käme aus einem benachbarten Fußballkreis. Jetzt kann Speckblanke offen drüber reden. Ab dem Sommer wird Christian Gruber Chefcoach des aktuellen Schlusslichts des Kreisliga B2.

Gruber ist 33 Jahre jung und momentan in der dritten Saison Chefcoach des Münsteraner B-Ligisten SC Gremmendorf (Kreisliga B3). Zuvor war er dort Co-Trainer. Trainererfahrungen sammelte er zudem bei BW Aasee II, wo ihm 2018 der Aufstieg in die Kreisliga A gelang, und bei GS Hohenholte II. Was in Dreiteufelsnamen verschlägt ihn aber jetzt von Gremmendorf nach Ochtrup? Rund eine Stunde Fahrtzeit liegt zwischen beiden Spielstätten. Die Antwort auf diese Frage ist auch - und vor allem - logistischer Natur.

Gruber wohnt nämlich in der Bauernschaft Wester nur einen Steinwurf vom Sportplatz des FCLB entfernt. "Ich falle im Schlafzimmer aus dem Bett und falle auf den Sportplatz", erklärt der Übungsleiter lachend. Dies sei ein Grund des Wechsels gewesen. Seit zwei Jahren ist er Ochtruper, lebt dort mit seiner kleinen Familie. Die Fahrten nach Gremmendorf, das betont er im Gespräch mit uns, nahm er gerne in Kauf. Aber als sich Lau-Brechte auf Trainersuche begab, da musste er zugreifen. Alleine wegen des zeitlichen Aufwands. "Wenn wir Auswärtsspiele haben, sitze ich acht Stunden in der Woche wegen Fußball im Auto", berichtet Gruber. Das ist 'ne Menge.

Verständnis beim SCG

"Völlig verständlich", findet Michael Symalla, Gremmendorfs Seniorenfußballobmann, Grubers Entscheidung. "Das liegt wirklich daran, dass er eine Wahnsinns-Anfahrt hat. Das kann er jetzt nicht mehr leisten. Wir müssen uns jetzt erstmal auf dem Trainermarkt umschauen." Einen Nachfolger hätte er auch schwerlich präsentieren können. Denn am Dienstag unterrichtete Gruber den Verein und die Mannschaft über seinen Entschluss. Beim SCG delegierte der Coach in den vergangenen Jahren mehrfach einen Umbruch und führte die Mannschaft auf die Plätze zehn und elf. Aktuell ist Gremmendorf Siebter. "Wir wollen in Kontakt bleiben und werden das eine oder andere Testspiel machen", hat Gruber dem SCG versprochen. Ein halbes Jahr ist er ja auch noch da.

Nun aber kam es zur bewussten Entscheidung pro Lau-Brechte und pro Tapetenwechsel. Natürlich wegen der logistischen Aufwands-Komponente. Das war aber längst nicht alles. "Es passt wie auf Arsch auf Eimer", sagt er über den FCLB. "Das ist ein total sympathischer Verein, die Leute im Verein sind super sympathisch. Ich hab mich direkt heimisch gefühlt und hatte das Gefühl, dass man sich freut, wenn man da hin kommt. Ich hab da mega Lust drauf. Es ist ein attraktiver Verein." Mit Patrick Tabbert bringt er überdies einen spielenden Co-Trainer mit. Tabbert ist aktuell Keeper bei ihm in Gremmendorf.

Liga ist nicht wirklich wichtig

Bleibt die Frage nach der sportlichen Zukunft des FC. Aktuell ist Lau-Brechte Letzter, erst einen (!) Zähler holte das Team aus zwölf Ligaspielen. Was auch an einer Vielzahl von verletzten Leistungsträgern lag. Und an einer Menge Pech und unglücklich verlaufener Spiele. In der Rückrunde werden einige Leistungsträger wieder zurückerwartet. "In welcher Liga wir spielen, ist mir völlig egal", betont Gruber derweil, wünscht sich logischerweise aber den Klassenerhalt und glaubt auch fest dran. Nice to know: Bekanntlich steigt nichtmal der Tabellenletzte tausendprozentig ab. Er muss gegen den Letzten der Kreisliga B1 ins Entscheidungsspiel.

Speckblanke ist indes guter Dinge. Gemeinsam mit dem 1. Vorsitzenden Andreas Krabbe führte er die Gespräche, Krabbe nahm den ersten Kontakt auf. "Wir sind mal auf Christian zugegangen und sind uns dann ziemlich schnell einig geworden", berichtet der Sportliche Leiter, der von der Rettung überzeugt ist. "Das wäre natürlich ganz schön, wenn wir die Klasse halten. Da werden wir auch weiter dran arbeiten." 



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