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Hauenhorsts Jürgen Heckmann (l.)...
... und Neuenkirchens Bernd Schlüter wollen die Saison mit dem Kreispokalsieg veredeln.

Ein letztes Kribbeln im Waldpark


Von Christian Lehmann

(02.06.16) Den Meistertitel und Bezirksliga-Aufstieg haben sie in Hauenhorst gebührend gefeiert. Damit aus einer goldenen eine diamantene Saison wird, müsste die Germania "nur" noch das Kreispokalfinale dahoam gegen den Oberligisten SuS Neuenkirchen gewinnen (Anstoß: Freitag, 3. Juni, 18:15 Uhr). Das "nur" steht in fetten Anführungszeichen, denn nicht nur für Coach Christoph Klein-Reesink ist klar: "Die Trauben hängen ziemlich hoch."

Für "Reese", der als Aktiver mit dem FC Eintracht Rheine x-mal den Pokal in die Höhe recken durfte, ist es das erste Cupfinale als Coach. Laut der seit dem Jahre 1982 geführten Statistik - diese Information verdanken wir dem gut sortierten Archiv von Pokalspielleiter Gerhard Rühlow - haben die Hauenhorster nie den Pokal gewonnen. Vorjahressieger SuS Neuenkirchen kennt das Gefühl hingegen ziemlich gut.

"Klassischer Selbstmord"

"Dieses Spiel ist das i-Tüpfelchen, das hat sich die Mannschaft verdient", sagt der zum Landesligisten SV Burgsteinfurt wechselnde Germania-Trainer vor seinem letzten Spiel. Auch Ole Liemann, Jens Hauptmeier, Alex Hollermann, Timo Lindstrot und Marvin Ahmann geben ihren Ausstand. "Wir haben unsere Ziele mehr als erreicht und wissen, dass wir eigentlich keine Chance haben. Wenn wir schon nach fünf Minuten einen kassieren, wird's schwierig. Munter mitzuspielen, wäre gegen Neuenkirchen klassischer Selbstmord. Wir haben in den letzten Wochen viel gefeiert und kaum ordentlich trainiert, das konnte man in den letzten Spielen auch sehen. Man sagt ja, pro Liga zwei bis drei Gegentore sind angemessen. Das wollen wir unterbieten." Germania-Urgestein Jacques Emmerich gibt sich da schon etwas angriffslustiger: "Neuenkirchen hat ja auf Malle schon alles gefeiert, jetzt sind wir dran."

Hauenhorsts Spieler spricht ein heikles Thema an. Denn der SuS verspürt nicht nur angesichts der sportlichen Favoritenrolle Druck. Die Mannschaft von Tobias Wehmschulte und Hassan Ürkmez will sich für den schwachen Auftritt bei der 1:6-Heimpleite gegen Arminia Bielefeld II rehabilitieren. Der SuS-Tross war direkt von der Mannschaftsfahrt aus Mallorca zum Spiel gereist und hatte für seine Spielvorbereitung reichlich Kritik von Fans und lokaler Presse einstecken müssen. "Natürlich war der Zeitpunkt ungünstig", gibt Co-Trainer Ürkmez zu verstehen. "Wir wollten das Spiel verlegen, aber es hat nicht geklappt. Dadurch ist niemand abgestiegen oder so. Aber den Schuh ziehen Tobias und ich uns an. Wir haben Verständnis dafür, dass einige Zuschauer sauer waren."

Trauzeuge Fischer nicht dabei


Umso wichtiger sei es, so Ürkmez, dass der SuS seiner Favoritenrolle im "Fast-Derby" gerecht wird. Auf die leichte Schulter nehmen wolle man den Kreisligisten aber auf keinen Fall. Der Opens internal link in current windowSV Mesum hat im Viertelfinale am eigenen Leib erfahren, dass die Germania auch mit klassenhöheren Teams um kann. "Das Spiel hat gezeigt, dass Hauenhorst Fußball spielen kann. Wir werden sie auf gar keinen Fall unterschätzen", verspricht Ürkmez.

Am meisten ärgert sich SuS-Keeper Dennis Fischer, dass er gegen die ehemaligen Kollegen nicht im Tor stehen kann. "Spinne" wird allerdings bei einer Hochzeit als Trauzeuge gebraucht, ebenso wie Thomas Wessels. Auch, wenn er gegen Bielefeld in einigen Aktionen etwas unglücklich agierte, bekommt Lukas Fiedler das Vertrauen und wird zwischen den Pfosten stehen. Zudem fehlen den Neuenkirchenern die urlaubenden Viktor Braininger und Malte Nieweler. Bei Germania fällt nur der am Sprunggelenk verletzte Jan-Niklas Krause aus, der Rest des Kaders ist an Bord.

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