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Bezirksliga Münsterland 2

Coach Alexander Seitz (im Hintergrund) wirft sich beim ASV Senden II selbst nicht mehr ins Getümmel. Beim Training daddelt er aber noch mit. Foto: Teipel

Volles Programm rund ums Werfen


Von Jan Steinigeweg

(01.02.21) Sportlich war und ist immer volles Programm bei Alexander Seitz. Vor allem, wenn es um das Werfen geht. Schon in jungen Jahren tanzte der Coach des ASV Senden II auf mehreren Hochzeiten. Handball, Judo und Leichtathletik standen teilweise zeitgleich auf dem Programm. Als erstes fiel dann irgendwann das Judo hintenüber, denn alles unter einen Hut zu bekommen, wurde mit zunehmendem Alter natürlich immer schwieriger. "Der Handball ist dann durch das gesellige Beisammensein als letzte Sportart übrig geblieben", verrät der 34-Jährige.

Aber parallel zum Handballsport, den Seitz bis zum Alter von 14 Jahren beim TV Friesen Telgte betrieb und dann zum ASV Senden wechselte, war er auch noch bis ins junge Erwachsenenalter in der Leichtathletik aktiv. Hauptsächlich durch seine Stärke in den Wurfdisziplinen auch mit großem Erfolg. So kann er sich im Jugendbereich einen dritten Platz bei den Mehrkampfmeisterschaften des Deutschen Turnerbunds (Sprint, Kugel, Weitsprung, Schleuderball, Mittelstrecke) und einen Vize-Meistertitel im Speerwurf bei den Deutschen Winterwurf-Meisterschaften auf seinen Briefkopf drucken lassen.

Keine Linkshänder im Kader

Und auch im Handball spielte er mit der Jugend des ASV Senden gemeinsam mit Hendrik Kuhlmann oder auch Alexander Nolte in der Oberliga quasi am Limit des Möglichen. Denn damals war dies noch die höchste Spielklasse im Jugendhandball. In der B- und A-Jugend spielte der Lehrer auf diesem Niveau, und das untypisch für einen Rechtshänder auf Rückraumrechts. "Es hat sich relativ schnell rausgestellt, dass wir keine Linkshänder hatten", erinnert sich Seitz. Und er machte den Job auf dieser Position gut, auch wenn er ursprünglich wohl lieber auf Halblinks gespielt hätte.

Seine Spielstil passte er daran an. "Es gibt Mittel und Wege. Man muss mehr ins 1-gegen-1 gehen, als aus dem Rückraum zu werfen. Oder auch schnelle Schlagwürfe aus dem Lauf machen", weiß der B-Lizenz-Inhaber. Und so gelangen ihm beim ASV im Seniorenbereich dann später die Aufstiege von der Landes-, über die Verbands- bis hoch in die Oberliga. Neben seinem Engagement auf dem Feld trainierte er auch schon ab seinem 18. Lebensjahr Mannschaften im Sendener Jugendbereich. Später übernahm er dann auch Kreisauswahl-Jahrgänge und war zwischenzeitlich Vorsitzender des Jugendausschusses noch im Handballkreis Münster. Absolut keine Zeit für Langeweile!

Ein Hauch von E-Jugend im Seniorenbereich

Seit knapp vier Jahren ist Seitz nun mittlerweile als Coach auch im Seniorenbereich bei der Reserve des ASV Senden aktiv. Und einige seiner jetzigen Spieler trainierte er auch schon in der Jugend. Er kennt die Jungs schon lange und daher haben sie auch einen gute Kontakt zueinander. "Ich gehe als Trainer nicht stupide nach den Trainingsplänen sondern eher nach dem Menschlichen. Herumgeblödelt wird beim Training aber trotzdem nicht", versucht er eine gute Mischung aus Kumpel und Trainer zu sein. Und seine Jungs nähmen das auch voll an. Selbst auf dem Feld sieht er sich nicht mehr. "Ich daddel beim Training mit, aber ins Spiel werde ich mich nicht mehr einbringen. Dazu gibt es auch keine Notwendigkeit", sagt er mit Blick auf seinen 18-Mann-Kader.

Mit ihrer aktuellen Philosophie sorgt die ASV-Reserve immer wieder für erstaunte Blicke des Gegners. "Wir haben keine Riesen im Kader, sondern viele schnelle Leute, die nicht unbedingt die kräftigsten sind", beschreibt Seitz. Also sehen wir nun einen Hauch von E-Jugend-Handball auch im Seniorenbereich, denn nach eigenem Torerfolg greifen die Sendener gerne auf eine Manndeckung in der eigenen Hälfte zurück. "Viele der gegnerischen Rückraumspieler sind es nicht gewohnt, sich zu bewegen, bevor sie den Ball bekommen", so der Coach. Und wenn ihnen die Sendener beim Anwurf direkt auf den Füßen stehen, verweisen die Gegner schon mal auf die doch eigentlich gewonnene Seitenwahl. Doch es handelt sich dabei um einen taktischen Kniff und nicht um Vergesslichkeit. 



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