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Bezirksliga Münsterland 2

In den jüngeren Jahren seiner Trainerkarriere sah man Ulrich Ehrhardt nicht immer so entspannt wie heute. Foto: Teipel

Auch Torhüter werden Trainer

Von Jan Steinigeweg

(22.02.21) Früher zwischen den Pfosten und nun auf der Bank. Ja, es gibt auch Torhüter, die nach ihrer aktiven Laufbahn den Weg als Trainer einschlagen. Gefühlt ist dieser Weg bei den Feldspielern deutlich häufiger die Wahl, aber in einer Mannschaft tummeln sich ja auch fünf- bis sechsmal mehr Feldspieler als Torhüter. Und man muss sagen, dass auch Ulrich Ehrhardt, Coach vom BSV Roxel, zwischendurch mal auf dem Feld gespielt hat. Dort, wo er nun als Trainer auf der Bank sitzt, sammelte er auch als junger Spieler seine ersten Erfahrungen mit dem Handballsport.

Aber bis er den Weg in die damals neu gebaute Roxeler Sporthalle fand, hatte er schon einige Sportarten ausprobiert. "Wie jeder Junge vom Dorf habe ich erst Fußball gespielt. Das war aber nie mein Ding", blickt Ehrhardt zurück. Auch im Geräteturnen versuchte er sich und schwamm bei der DLRG. Mit der neuen Halle kam dann Basketball, Volleyball und auch schließlich der Handball dazu. "Im Handball sind wir dann hängen geblieben. Das ist einfach die geilste Sportart der Welt", so Ehrhardt. Und seitdem er in der C-Jugend beim BSV Roxel startete, ist er dem Sport bis heute treu geblieben.

Vom Feld ins Tor

In den ersten Jugendjahren spielte er noch als Mittelmann und am Kreis, fand dann aber im 2. A-Jugendjahr den Weg ins Tor. "Für Außen war ich zu langsam und auf Halb fehlte mir die Sprungkraft. Aber ich hatte einen harten Wurf und ein gutes Auge", beschreibt der Coach seine damaligen spielerischen Fertigkeiten. Als dann ein Keeper fürs Team gesucht wurde, stellte sich Ehrhardt in den Kasten, zeigte Reflexe, die sich für das Torwartspiel eigneten und fischte ein paar Dinger raus. Seine neue Bestimmung war gefunden.

Auch im Seniorenbereich blieb er dabei und stand meist zwischen den Pfosten, auch wenn es noch mal ab und zu einen Ausflug aufs Feld geben sollte. Für den BSV Roxel, Marathon Kinderhaus und auch bei einem kurzen Abstecher zur Warendorfer SU lief Ehrhardt meist im Bereich der Kreisliga auf. Er gesteht, dass er ab seinen frühen Zwanzigern "nicht mehr unbedingt der trainingseifrigste Typ war". Bei den Spielen gab er dann natürlich trotzdem alles, was dann zur ein oder anderen Verletzung führte. Zwei Kreuzbandrisse und eine Achillessehnenruptur stellen den Gipfel seiner Verletzungshistorie dar. Letztere als "muskuläre Selbstverstümmlung" in der Krankenakte vermerkt. Aber auch das hielt ihn nicht davon ab, weiterhin zu spielen.

Feinschliff in Senden

Nach seiner Zeit bei der Bundeswehr trainierte der B-Lizenzinhaber bereits Jugendmannschaften beim BSV Roxel. Und nach seiner aktiven Zeit als Spieler trainierte der dann auch Mannschaften im Seniorenbereich. Unter anderem die 1. Damenmannschaft und die 1. Herrenmannschaft des TB Burgsteinfurt. Die Damen übernahm er von Markus Tasche in der Verbandsliga und schaffte mit der jungen Truppe den Klassenerhalt. "Das hat mich wahnsinnig gefreut", schaut Ehrhardt auf seine Zeit dort. Und auch in Roxel hat er mittlerweile sowohl die Herren als auch schon die Damenmannschaft trainiert. Mit den Damen gewann er den Kreispokal und führte die Mannschaft von der Kreisliga bis in die Landesliga. Und die Herren stiegen zuletzt mit ihm durch die Wildcard wieder in die Bezirksliga auf. Das kann sich doch sehen lassen!

Für den nötigen Feinschliff als Trainer führt Ehrhardt seine Zeit als Co-Trainer im Jugendbereich des ASV Senden auf. Dort hat er mit Walter Haase, Thomas Hammerschmidt und Rainer Franetzki zusammengearbeitet und habe viel für seine späteren Stationen mitgenommen. Als Spieler und jüngerer Trainer neigte er noch ein wenig zum Choleriker und fuhr auch mal gerne aus der Haut. "Man musste mich auch schon mal festhalten, wenn mir ein Spieler den Ball auf die Kirsche gehauen hat", sagt der Coach zu den bei Keepern unbeliebten Kopftreffern. Und auch an der Seitenlinie verwandelte er sich bei umstrittenen Entscheidungen schon mal zum HB-Männchen, doch das gehört größtenteils der Geschichte an. "Das bringt ja nichts. Da bin ich deutlich ruhiger geworden", weiß Ehrhardt heute. 



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