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Landesliga 3

Ole Krimphoff findet mit seinem Steckpass so gerade noch die Lücke. Fotos: Greshake

Das Wunder bleibt am Leben


Von Nils Uhlig

(03.04.22) Da wurde der TV Kattenvenne regelrecht überrumpelt! Beim 23:19 (12:9)-Erfolg des Eintracht Hiltrup gegen den TVK ereigneten sich bereits vor Anpfiff Kuriositäten. Die Anfangsviertelstunde gehörte dann auch komplett den Gastgebern. Nachdem sich die Gäste geschüttelt hatten, wurde es doch noch mal eng. Doch zwei Zeitstrafen brachten die Entscheidung.

"Das waren schon einige Widrigkeiten vor dem Spiel. Erst kamen wir nicht in die Halle und niemand hatte einen Schlüssel, dann war es dort eiskalt und wir mussten auch ohne Harz spielen", erklärte Kattenvennes Co-Trainer Sascha Schlingermann, der in Abwesenheit des erkrankten Volker Hollenberg die Verantwortung auf der Gäste-Bank trug. "Wir haben einen Schlüssel von der Stadt bekommen, der passte aber in kein Schloß. Wir haben dann bei Spielern von Adler Münster angerufen und mussten den richtigen Schlüssel dann erst abholen", erklärte Marcel Graefer von den Problemen mit der Ausweichhalle.

Deswegen startete die Partie dann auch verspätet und die Aufwärmzeit wurde etwas verkürzt. Sein Team steckte den verzögerten Start aber besser weg und spielte bis zur 13. Minute wie aus einem Guss. Eine satte 9:1-Führung erarbeitete sich die Eintracht. Das neunte Tor steuerte Außenspieler Steffen Röhr bei. Erst nach einer Auszeit fingen sich die Kattenvenner endlich und stemmten sich fortan besonders in der Abwehr gegen die drohende Niederlage.

Kattenvenne kommt auf ein Tor ran

Mit vier Treffern in Folge verkürzten die Gäste zur 18. Minute auf 9:5 durch Maxi Gansler. Routinier Henrich Wieneke gelang nach knapp 28 Minuten sogar der 11:9-Anschlusstreffer. Rechtsaußen Sebastian Nienkamp schaffte es aber vor der Pause wenigstens noch einen Drei-Tore-Vorsprung herzustellen. "Wir hatten die Halbspieler Peters und Segger super im Griff und Sascha Wiczisk hat ein super Spiel im Tor gemacht", lobte Graefer seine Defensive.

Trotzdem kam Kattenvenne in der 40. Minute beim 15:14-Anschlusstreffer von Linksaußen Nico Postert in Schlagdistanz. Doch zwei Zeitstrafen gegen Ole Krimphoff und Segger stellten den Rückstand wieder auf drei Tore. Martin Dahlhaus war nämlich in Überzahl nach 43 Minuten zur 17:14-Führung erfolgreich. 

Zeitstrafen brechen den Gästen das Genick

Nico Postert schaffte zwar nach einer Zeitstrafe gegen Hiltrups Elias Schoettke das Tor zum 17:15. Doch als nach 49 Minuten Marek Peters ebenfalls eine zweiminütige Pause aufgebrummt bekam, erzielten die Hausherren mit dem fälligen Siebenmeter das 18:15 durch Anschwitzer Daniel Brocks. Zwei Minuten später zeigte die Anzeigetafel sogar einen 20:15-Vorsprung der Gastgeber. Kattenvenne mühte sich zwar und gab nie auf, doch die DjK brachte den Vorsprung souverän ins Ziel. Da half auch das 23:19 per Siebenmeter von Marek Peters zwei Minuten vor Schluss nichts mehr.

"Ich bin mit der Moral der Mannschaft zufrieden. Leider hatten wir auch etwas Pech im Abschluss und zum Ende hin fehlte nach der Aufholjagd vielleicht auch ein wenig die Luft. Die Niederlage ist natürlich bitter, grade gegen einen direkten Konkurrenten, aber alle Spiele sind jetzt wichtig und am Freitag müssen wir jetzt in Ladbergen eine Schippe drauf legen", sagte Schlingermann.

"Lukas Schmidt hat auf Halblinks ein gutes Spiel gemacht. Daniel Brocks hat im Zurücklaufen ein paar Highlights gesetzt und gezeigt, wie man so ein Spiel angehen muss. Wir hatten den besseren Schnapper und waren vorne vielleicht mannschaftlich etwas stärker. Das tat gut und war wichtig. In Ochtrup wartet Donnerstag schon das nächste Knallerspiel und das Wunder Klassenerhalt lebt weiter", freute sich Graefer über den wichtigen Erfolg im Abstiegskampf.

Tore für Hiltrup: Lukas Schmidt (5), Steffen Röhr (3), Dominik Knudsen (3), Daniel Brocks (3/2), Martin Dahlhaus (2), Philipp Alfing (2), Sebastian Niekamp (1), Elias Schoettke (1), Michael Prost (1), Leon Schmidthuis (1), Ryk Spädtke (1).

Tore für Kattenvenne: Marek Peters (6/3), Nico Postert (3), Ole Krimphoff (2), Henrich Wieneke (2), Florenz Krumme (2), Nils Alke (2), Daniel Segger (1), Maximilian Gansler (1).



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