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Münsterlandklasse

So hätte es wahrscheinlich ausgesehen, wenn die Havixbecker sich in der Halle zum Meister gekrönt hätten. Gelegenheiten zu jubeln, wie auf diesem Bild eben, gab's für die Habichte in dieser Saison nämlich reichlich. Foto: Verein/Instagram

Ohne Punktverlust: Havixbeck ist Meister!


Von Malte Greshake

(16.04.24) Monatelang haben die Jungs von SW Havixbeck in der Halle geschuftet, um den Wiederaufstieg in die Münsterlandliga zu schaffen. Weil der SuS Stadtlohn sowie Sparta Münster II ihre jeweiligen Partie an diesem Spieltag verloren, sind die Havixbecker nun auf dem Sofa Meister geworden. Denn aufgrund einer Spielverlegung mussten SW-Kapitän Christopher Wiesner und seine Kumpanen am vergangenen Wochenende nicht ran. Aber keine Sorge: Belohnt haben sich die Havixbecker selbstverständlich trotzdem...

"Wir waren tatsächlich mit einigen Spieler an diesem Wochenende beim Final Four in Köln", berichtet Wiesner. "Auf dem Rückweg haben wir das Spiel von Sparta im Live-Ticker verfolgt." Natürlich: Mit bisher 21 Siegen und noch keinem Punktverlust war es ziemlich unwahrscheinlich, dass die Havixbecker alle verbleibenden Spiel verloren hätten. Nur dann hätten die Sparta-Reserve und die Stadtlohner noch eine Chance gehabt, die Habichte einzuholen. Eintracht Hiltrup hatte sich aufgrund des direkten Vergleichs schon verabschiedet. All diese Rechnerei hat sich aber jetzt erledigt. "Wir haben dann im Kölner Hauptbahnhof von Spartas Niederlage erfahren", so Wiesner. "Weil wir auch schon ein, zwei Bierchen getrunken hatten, war die Stimmung natürlich ausgelassen." Und anstatt sich nach der Ankunft in Münster nach Hause zu verkrümmeln, feierten die Havixbecker stattdessen ihren Coup noch in einer Lokalität. "Zumindest mit den Spieler, die da waren", so Wiesner. "Für die Mannschaft war das nicht ganz repräsentativ."

Das eigentliche Saisonziel schnell korrigiert

Nach den beiden aufeinanderfolgenden Abstiegen in den beiden vergangenen Jahren haben die Havixbecker die Wende hinbekommen. "Die beiden Abstiege lagen auf jeden Fall am Personal", so Wiesner, der sich zusammen mit Christian Mühlenkamp um die Mannschaft kümmert. "Den Qualitätsverlust hat man schon gemerkt. Nach der Corona-Zeit sind mehr Teams als sonst abgestiegen und dazu kamen noch einige Verletzte bei uns. Es kam also viel zusammen, wir sind schon mehr oder weniger berichtigt abgestiegen." Mit Johannes Beumer und Joshua Schmidt kamen dann zu Beginn der Saison wichtige Stützen nach Havixbeck zurück. Vor allem aber Keeper Moritz Stroetmann, der sich der Truppe kurzfristig anschloss, sei ein Glücks-Transfer gewesen. "Unsere beiden etatmäßigen Torhüter hätten nicht regelmäßig trainieren können", erläutert Wiesner. "Und Moritz hat dann nach seiner siebenjährigen Handballpause direkt Leistung gebracht."

Ja, und dann legten die Havixbecker eben diesen wahnsinnigen Lauf hin. "Wir haben schnell gemerkt, wie überlegen wir waren", meint Wiesner. "Unser Saisonziel, unter der den Top drei zu landen, haben wir dann schnell korrigiert. Dann war irgendwann klar, dass wir keinen Punkt mehr abgeben wollen." Was er und seine Band nun auch bis Saisonende so handhaben. "Alles andere wäre den anderen Vereinen gegenüber nicht fair", sagt er. Für die neue Saison sieht Wiesner das Team zudem auch bestens gerüstet. "Wir bleiben als Mannschaft so zusammen und mit Rolf Roesmann bekommen wir einen vernünftigen Trainer dazu, der bei Havixbeck lange gespielt hat und hier tief verwurzelt ist."

Der vergangene Spieltag soll trotzdem natürlich nicht untergehen. Dadurch, dass Stadtlohn und Sparta II gepatzt haben, ist Eintracht Hiltrup schließlich der lachende Dritte im Rennen um Platz zwei, also den weiteren Aufstiegsplatz. Aber lest einfach selbst...

Quickies, der 22. Spieltag

HSG Gremmendorf/Angelmodde - TSV Ladbergen II 26:24 (11:15)
Solch ein physisches und intensives Spiel hatte HSG-Coach Jeremy Hamdorf selten beobachtet. "Jede Mannschaft hatte zwischendurch einen Lauf und einige Spieler haben echt gut etwas abbekommen", berichtete er. "Wir haben allerdings immer weiter gemacht und uns dann am Ende dafür belohnt." Kurz vor der Halbzeit lagen die Hausherren zwischendurch mal mit 10:14, nach dem Seitenwechsel rissen die Gremmendorfer das Ruder aber herum. Und vor allem einer war am späteren Sieg maßgeblich beteiligt: HSG-Schnapper Florian Mende nagelte in der zweiten Halbzeit seinen Kasten zu. Auch alle Siebenmeter der Gäste, vier waren es insgesamt, verschärfte er. "Das war ausschlaggebend", lobte Hamdorf seinen Keeper. "Am Ende muss ich aber den Ladbergenern auch nochmal ein Kompliment aussprechen. Sie waren schneller und besser, als ich sie erwartet hatte. Ich bin froh, dass wir dieses knappe Spiel in unsere Richtung lenken konnten."

TV Vreden - SuS Stadtlohn 24:21 (5:9)
"Was wir in der ersten Halbzeit in der Deckung gut gemacht haben, haben wir in Halbzeit vermissen lassen", hielt Stadtlohns Trainer Rolf Koßmann hinterher fest. Wohl wahr. Im Eins-gegen-Eins, beim Verschieben sowie Übergeben und auch im Tor passte alles. "Das war die beste Arbeit in der Deckung, die ich in dieser Saison beobachtet habe", staunte Koßmann. Nur fünf Gegentreffer kassierten die Gäste so bis zur Halbzeitsirene. Nur sollten sie diese Spannung eben nicht aufrechterhalten können. "Wir haben zu viel spekuliert und nach vorne auch den Faden verloren", berichtete der SuS-Coach. Mit seinem Treffer zum 19:18 drehte Vredens Lukas Tenkotte in der Schlussphase das Spiel. Die Stadtlohner kamen nicht mehr heran. "Eine bittere Niederlage, das hätte nicht sein müssen", resümierte Koßmann. "Wenn wir jetzt noch eine Chance um Platz zwei haben wollen, müssen wir gegen Hiltrup gewinnen."

Eintracht Hiltrup - TuS Recke 30:15 (16:5)
Schnell - richtig schnell - wollte die Eintracht aus Hiltruper diese Nummer abhaken. "Wir haben von Beginn an gut Tempo gemacht und einfach Tore über die erste sowie zweite Welle erzielte", resümierte Coach Daniel Hartelt. Bereits nach elf Minuten lagen die Hiltruper mit 6:2 vorne. Kurz vor der Pause erzielte Rechtsaußen Pascal "Paco" Kilian, der später ein Sonderlob von seinem Trainer bekam, netzte gar zum 16:5. "Und auch nach der Halbzeit wollten wir weiter Dampf machen", so Hartelt. "Leider haben ein wenig die Power rausgenommen und nicht mehr so intensiv gespielt." Alle, die es mit Hiltrup halten, müssen sich jetzt aber keine Sorgen machen." In der Offensive erzielte die Eintracht trotzdem fast so viele Tore wie in Durchgang eins. Am Ende reichte ein 30:15-Erfolg. Und weil die Konkurrenz eben patzte, sind die Hiltruper bis auf zwei Punkte enteilt. "Auswärts gegen Stadtlohn müssen wir am kommenden Spieltag aber auf jeden Fall eine Schippe draufpacken", so Hartelt.

Weitere Spiele

Westfalia Kinderhaus II - GW Nottuln 23:25 (12:13)

Adler Münster - BSV Roxel 32:26 (14:12)

HSG Ascheberg/Drensteinfurt - Sparta Münster II 34:31 (15:17)



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