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2. Bundesliga

Dirk Holzner netzte mit der Schlusssirene zum 30:30 und sicherte dem TVE einen Punkt gegen den TSV Bayer Dormagen. Foto: Steinigeweg

Holzner sichert Last-Minute-Punkt


Von Jan Steinigeweg

(15.05.21) Der dritte Auswärtspunkt der Saison ist da! Mit 30:30 (15:17) trennten sich der TV Emsdetten und der TSV Bayer Dormagen nach einer verrückten Anfangs- und Schlussphase. Lange Zeit sah es nicht danach aus, als würde der TV Emsdetten am Ende etwas Zählbares in den Händen halten können, aber dank Dirk Holzner gab es dann doch noch Grund zum Jubeln. Holzner hätte auch gut zum tragischen Helden werden können, da er drei Minuten vor dem Ende bei drei Toren Rückstand einen Konter an die Latte nagelte. Doch der TVE und auch der Außenspieler ließen die Köpfe nicht hängen. Und so markiert Holzner noch quasi mit dem Schlusspfiff den Ausgleich - ungewöhnlich für ihn aus dem Rückraum.

In den ersten zwei Minuten der Partie hatte man das Gefühle, als würden die Dettener gedanklich noch im Bus sitzen. Und so sah sich Coach Peter Portengen auch direkt gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Denn zu diesem Zeitpunkt lag der TVE bereits mit 0:4 im Rückstand. Ein misslungenes Kreisanspiel und drei abgefangene Bälle sorgten dafür, dass die Dettener ohne selbst auch nur einmal aufs Tor geworfen zu haben, bereits in vier Konter liefen. So war der TSV ohne selbst in den Positionsangriff zu müssen blitzschnell recht komfortabel in Front. "Das habe ich so auch noch nicht erlebt", verriet Portengen.

Wasielewski setzt Akzente

Es dauerte etwa 15 Minuten bis der TVE in der Folge wirklich im Spiel ankam. Yannick Terhaer stellte im Konter beim 9:10 erstmals den Anschluss her, doch auch weiterhin leisteten sich die Dettener im Angriff zu viele einfache Fehler. Positiv war allerdings zu sehen, dass Johannes Wasielewski erstmals seit seiner Verletzung wieder wichtige Akzente setzen konnte, sich selbst torgefährlich zeigte, aber auch seinen Nebenmann Terhaer gut in Szene setzte. Trotz mehrerer Chancen wollte den Dettenern in dieser Phase der Ausgleich aber nicht gelingen. Mit 15:17 ging es in dann die Pause.

Auch den Start in die zweite Hälfte verpennte die Portengen-Sieben gehörig. Wieder waren es die Hausherren, die die Unkonzentriertheit des TVE eiskalt ausnutzten und vier Treffer in Serie markierten. Ab der 36. Minute lief der TVE also einem Sechs-Tore-Rückstand hinterher. In der Folge war es maßgeblich Sven Weßeling der mit guten Aktionen aus dem Rückraum sein Team auf Kurs hielt. Doch der Rückstand wurde nicht wirklich kleiner. Fünf Minuten vor dem Ende führten die Hausherren immer noch mit 30:25. Portengen stellte seine Deckung auf eine 5:1-Variante mit Robin Jansen auf der Spitze um und dieses Mittel zeigte Wirkung. "Ich bin stolz, dass wir das noch geschafft haben. Das ist gut für die Moral", weiß Portengen, dem mit seiner Truppe in den Schlussminuten schon oft das Quäntchen Glück fehlte.

Plötzlich agierte der TSV fahrig vor dem Kasten des TVE und zeigte sich verunsichert. Ball um Ball erkämpften sich der Dettener und hatten mit Konstantin Madert einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten. Als Holzner dann beim Stand von 27:30 einen eroberten Ball ans Gebälk setzte (57.), schwanden die Hoffnungen auf ein Happy End ein wenig. Doch der TSV schaffte in den letzten fünf Minuten keinen einzigen Treffer. Und nach einem Tor von Tomas Urban boten sich Holzner dann zwei weitere Chancen, die er sich diesmal nicht nehmen ließ. Wenige Sekunden vor Schluss landete der Ball ein letztes Mal bei ihm und da der Weg über außen versperrt war, fasste er sich ein Herz, brachte den Ball aus der zweiten Reihe im Kasten unter und verschwand in einer Dettener Jubeltraube.

Tore für den TSV: Richter (9/3), I. Hüter (5), Grbavac (4), Seesing (4), Reimer (2), Görgen (2), Sterba (2), Rehfus (1), Wilhelm (1)

Tore für den TVE: Holzner (6/1), Weßeling (6), Terhaer (4), Wasielewski (4), Urban (4), Kress (2), Jansen (2), Stüber (1), Mojzis (1)



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