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Kreissparkassen-Cup 2019

Joel Marinho sitzt beim Skiclub nun allein am Ruder. In der ersten Pokalrunde führt der Weg direkt zu einem Ligakonkurrenten.

Auf geht's!


von Christian Lehmann

(30.07.19) Schluss mit dem Geplänkel! Ab sofort geht's wieder um was, denn am Mittwochabend eröffnen Eintracht Rodde, der Skiclub Rheine, Germania Horstmar und der SC Altenrheine die Pflichtspiel-Saison im Fußballkreis. Sie müssen sich auf einige neue Gegebenheiten einstellen.

Neu ist ab sofort, dass sich bei Gleichstand nach 90 Minuten direkt ein Elfmeterschießen anschließt. Auch die weiteren Öffnet externen Link in neuem Fensterneuen Regeln des Verbands kommen zur Anwendung. Fragen warf in dieser Woche ein aktueller Öffnet externen Link in neuem FensterBericht der Ruhr Nachrichten auf, in dem es heißt, dass Vereinen, die ihre zweite Mannschaft zu Kreispokalspielen schicken, ein Sportgerichtsverfahren droht. Wir haben Kreispokal-Spielleiter Gerhard Rühlow gefragt, ob diese Verordnung auch bei uns gilt. "Stimmt, es gibt schon länger eine Bestimmung, nach der Kreispokalspiele immer mit der ersten Mannschaft bestritten werden müssen. Wir haben aber noch nie mit einem Sportgerichts-Verfahren gedroht."

Der langjährige Funktionär kann sich an einen einzigen Fall erinnern, in dem ein Ordnungsgeld verhängt wurde. Wichtig sei es vor allem, dass der Wettbewerb nicht an Attraktivität einbüßt. Gerade in der Urlaubszeit ist es allerdings bei einigen Mannschaften üblich, dass personelle Löcher mithilfe der zweiten Mannschaft gestopft werden. Eine detaillierte Prüfung, welcher Spieler zu welcher Mannschaft eines Vereins gehört, ist vor allem zu Beginn einer Saison schwierig - und wird in der Regel nicht vorgenommen. "Da gibt es wichtigere Dinge", meint Rühlow.

Wundertüte Horstmar

Träumen ist erlaubt. In Horstmar ist man aber nicht so verrückt, zu glauben, dass man Neu-Landesligist SC Altenrheine so mir nichts, dir nichts aus dem Pokal kegeln kann. "Ich rechne mir das gar nichts aus", betont der neue Trainer Bernd Borgmann, der aktuell krank das Bett hütet, aber morgen Abend unbedingt dabei sein will, wenn sich sein Team dem schier übermächtigen Rivalen stellt.

Borgmanns Team ist so etwas wie das Ü-Ei der Kreisliga A, den wahren Leistungsstand des Bezirksliga-Absteigers kann selbst der Trainer derzeit noch nicht genau beziffern. Die Testspiel-Ergebnisse gegen Brukteria Rorup (1:0), den SV Wilmsberg II (3:2), den SV Gescher III (6:2), Borussia Emsdetten II (0:2) und den FC Galaxy Steinfurt (2:3) lassen auch noch nicht allzu viele Schlüsse zu. "Wir sind sehr, sehr jung. Man merkt, dass einige Spieler, die gerade aus der U19 kommen, an ihre Grenzen stoßen", weiß der Übungsleiter.

Vom Engagement seines Teams ist Borgmann dennoch beeindruckt: "Die Jungs sind super. Das ist eine Mannschaft, die man richtig voranbringen kann." Mit einem Mini-Kader von nur 13 Spielern ist Borgmann in die Vorbereitung gestartet, mittlerweile sind 18 Mann dabei - und die kommen ausschließlich aus Horstmar. Borgmann muss gegen den SCA auf die Youngster Nino Schlees und Julius Schnieders (beide im Urlaub) sowie Alex Berkenbrock verzichten. Der Rest wird am Mittwochabend (Anstoß: 19 Uhr am Borghorster Weg) vor allem mit Abwehr-Arbeit beschäftigt sein. 

A-Liga-Duell am Kanal

Zur selben Zeit treffen sich in Rodde zwei Teams, die sich aus der Kreisliga A bestens kennen. Die Eintracht hat in der Vorbereitung bisher einen überwiegend guten Eindruck hinterlassen. Der Truppe von Meik Edelbusch, die nur punktuell verstärkt wurde, kommt vor allem ihre Eingespieltheit zu Gute. Der Skiclub, der im Sommer einige namhafte Neuzugänge geholt hat, aber auch Leader Giacomo Sandmann nach Altenrheine verlor, muss sich dagegen erst noch als Team finden.

Bisher klappt das allerdings ziemlich gut, findet Joel Marinho. Der Skiclub-Coach sieht seine externen Neuzugänge Patrick Maganga, Tahir Mutisi und Romeo Kabutey bereits auf einem richtig guten Weg. "Die drei machen das sehr gut und sind sehr fleißig. Tahir und Janji waren ja keine Unbekannten, Romeo mussten einige noch kennenlernen. Er ist aber auch ein ganz umgänglicher, netter Typ. Das passt gut." Prima eingefunden haben sich auch vier Youngster aus der 3. Mannschaft, die nun fest zum Kader der Ersten gehören, weil sie sich in der Vorbereitung gut angestellt haben.

Den Ergebnissen bei Test- und Turnierspielen will der Coach nicht überbewerten. "Daran kann man die Mannschaft nicht messen. Nach dem Rodde-Spiel sehen wir, wo wir stehen. Wir sehen das nicht als zusätzliches Testspiel und werden mit unserer Top-Elf antreten", so Marinho, der wohl noch nicht auf Julian Brüning (angeschlagen), Julian Determeyer und Ricardo vaz Gomes (beide Trainingsrückstand) bauen kann.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterHier geht's zu Übersicht der Paarungen in der ersten Runde...



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