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Kreisliga A TE - Anschwitzen

Henrik Arntzen (r.) avancierte in der Vorwoche gegen Laggenbeck zum Mann des Tages. Er traf hinten den Pfosten und verhinderte damit ein Gegentor; vorne traf er in der Nachspielzeit zum 3:3-Ausgleich. Foto: Rolf Grundke/Rolfinaction

Hopstens Stürmer in der Not


Von Fabian Renger

(12.04.24)  "Der ist ja einen Kopf größer als alle anderen." Marc Wichmann, Trainer von Cheruskia Laggenbeck, machte nach dem 3:3 im Spiel gegen Westfalia Hopsten eine Feststellung. Mit 'der' meinte er Henrik Arntzen. Der Hopstener Innenverteidiger stieg in der Nachspielzeit nach einer Ecke am höchsten und nickte zum Last-Minute-Ausgleich für seine Truppe ein. Jetzt müssen wir natürlich erstmal klären, wie groß Arntzen denn nun ist. Etwa 1,95 Meter seien es, sagt er auf Nachfrage. "Aber bei uns in der Mannschaft haben wir mehrere Große", verweist er auf kein Geheimnis. In Hopsten sind einige kräftig gewachsen. Und so wie es immer so ist: Die Allergrößten spielen hinten - und müssen eben nach vorne, wenn es mal nötig ist.

Das war auch gegen Laggenbeck der Fall. Dort verrichtete Arntzen zunächst wie gehabt hinten seinen Dienst. Es stand bereits 3:2, als Laggenbecks Daniel Hintze - noch so ein Ungetüm auf zwei Beinen - aufs Hopstener Tor schoss. "Ich wollte erst gar nicht mehr hinterher rennen", erinnert sich Arntzen lachend. Er dachte: Der Ball gehe eh rein. Doch was soll der Geiz. Arntzen sprintete der Kugel doch noch hinterher, erwischte sie noch so gerade - und knallte bei der Klärungsaktion volles Mett gegen den Pfosten. "Der Oberschenkel tut immer noch weh."Aber Arntzen ist hart im Nehmen, er blieb drauf. Und dann kam das Kommando von seinem Trainer Ralf Scholz: Nach vorne mit dir! Arntzen tat, wie ihm befohlen, und bildete mit Domenik Breuer das Sturmduo für die Schlussphase.

Tore sind keine Seltenheit

Die Brechstangen-Bälle flogen hoch und weit, die Einwürfe kamen - und am Ende eben der Eckstoß. Arntzen trifft häufiger mal ins Netz. Oft nach ruhenden Bällen. Auch sein Job als 'Stürmer in der Not' ist kein Ereignis mit Seltenheitswert. Arntzen hat nun eh einen frommen, nicht ganz so bierernst gemeinten Wunsch in Richtung seines Trainers: "Im Training sage ich ihm immer: Ralf, stell' mich mal komplett 90 Minuten nach vorne und Breuer nach hinten. Der hat ja sowieso gerade eine Krise..." Naja: Breuers 'Krise' besteht aus drei Spielen ohne Tor. Passiert den besten Stürmern in der Saison. Ob aber Scholz Arntzens Wunsch erhört? Vielleicht ja am letzten Spieltag...

Abwarten. Der erfahrene Trainer weiß ja bekanntlich eigentlich, was er tut. Das hat auch Arntzen, 30 Jahre jung und immer schon in Hopsten gewesen, inzwischen festgestellt. Scholz ist etwa 1,5 Jahre am Start. Im Vorjahr gelang die Rettung hinten raus relativ problemlos. Im Sommer kamen Max Mause und Breuer hinzu. Und der Erfolg hat sich auch eingestellt. Hopsten ist Vierter und hat jetzt schon mehr Zähler (40) als in der gesamten Vorsaison (34.). "Ralf ist ein bodenständiger Mensch. Er ist im ständigen Austausch mit uns, der will unsere Meinung hören", wird laut Arntzen das Team vollumfänglich mitgenommen. Scholz und sein Co Lars Kenkel seien auch nach dem Training stets dabei, "trinken noch ein, zwei Bier mit, hören sich unser Gelaber an." Das kommt an. Im Gegensatz zur Zeit unter Vorgänger Sven Jenssen - ein ganz anderer Typ als Scholz - stimmt die Trainingsbeteiligung inzwischen auch wieder. Das hilft bekanntlich.

Der Konkurrenzkampf sei entsprechend hoch. Auch das ist nie von Nachteil. So. Aber jetzt hilft uns allen nur noch ein Tipp. Auf ins Anschwitzen. Vorher noch eine Kleinigkeit für eure Allgemeinbildung: Arntzens Spitzname lautet "Jüppken", wurde uns geflüstert. Ich hab keine Ahnung, wofür das steht. Aber ich muss ja auch nicht alles wissen...

Anschwitzen, 23. Spieltag

Teuto Riesenbeck II - TuS Recke (So., 13.15 Uhr)
Hannes Rieke holte im vergangenen Anschwitzen sagenhafte sieben Punkte. In sieben von achten Spielen lag Reckes Teamverantwortlicher ergebnistechnisch tendenziell richtig. Ich holte nur vier Punkte. Riekes sieben Punkte dürften fast schon ein Rekordwert für diese Saison sein. Hannes, willst du meinen Job haben? Ich mach' auch wohl deinen. Wenn Holger Althaus einverstanden ist...
Arntzen: 0:3.
Heimspiel-Tipp: 0:2. Riesenbeck ist zwar im Gegensatz zur Vorwoche nüchtern, aber Recke ist zu ausgebufft.

Westfalia Westerkappeln - Eintracht Mettingen (So., 15 Uhr)
Das Duell meiner Lieblingslivetickerer. MunseTSV (Westerkappeln) trifft auf Nordschacht (Mettingen). Wobei Kollege Nordschacht schon seit dem 17. März (19. Spieltag) nicht mehr in Erscheinung getreten ist. I miss you, bro! Vielleicht können ja beide am Sonntag gemeinsam am Tickerendgerät sitzen? Würde ich feiern. Fussball.de spricht passenderweise auch vom Öffnet externen Link in neuem Fenster"Duell der Schwergewichte". Spannung ist bei Mettingen jedenfalls garantiert: In allen sieben Spielen in 2024 gab's entweder ein Remis oder einer beiden Teams gewann mit jeweils einem Tor Unterschied. Ob Sascha Höwing auch privat ein Fan von Thrillern oder Krimis ist? Oder steht er eher auf seichte Unterhaltung?
Arntzen: 1:1
Heimspiel-Tipp: 1:3. Es müssen auch mal zwei Tore Unterschied her! Im Derby fliegen die Fetzen.

Westfalia Hopsten - Eintracht Mettingen II (So., 15 Uhr)
"Wenn uns das einer vor der Saison gesagt hätte, dass wir jetzt da stehen, wo wir stehen, hätten wir das sofort unterschrieben", sagt Arntzen. Dass es zwischenzeitlich mal so aussah, als würde Hopsten tatsächlich im Aufstiegskampf angreifen, sei auch in der Mannschaft zumindest im Spaß Thema gewesen. "Dann kommen die ersten Sprüche: Wann fliegen wir nach Malle? Wie machen wir es dann am letzten Spieltag?" Inzwischen ist Büren 13 Punkte und Recke auf Platz zwei acht Punkte entfernt. Was geht also noch? "Wenn wir nachher nochmal Büren oder Recke ärgern könnten und wir am Ende Vierter oder Fünfter sind, wäre das schon sehr gut. Diese Saison macht wirklich Spaß!"
Arntzen: 3:1. "Dodo", Schrey und Stapper treffen.
Heimspiel-Tipp: 1:1. Das wird ein ganz trauriges Spiel.

SW Lienen - Cheruskia Laggenbeck (So., 15 Uhr)
SW Lienen nach 22 Spielen der Saison 2022/23: 16 Punkte, 28:59-Tore, Platz 17 (vorletzter Platz). SW Lienen nach 22 Spieltagen der aktuellen Saison: 18 Punkte, 34:59, Platz 15 (vorletzter Platz). Eine nahezu identische Bilanz. Im Vorjahr gelang Lienen noch ein relativ frühzeitiger wie entspannter Klassenerhalt. Von daher braucht sich bei SWL aktuell noch niemand zu fürchten. Mit Abstiegskampf - und das ist Lienens großer Vorteil - kennt sich das Team bereits aus. Mit Massakern allerdings auch: Im Hinspiel gewann Laggenbeck mit 8:2.
Arntzen: 1:2
Heimspiel-Tipp: 3:1. Lienen verlässt den Relegationsplatz. Messer zwischen den Zähnen und ab geht's. Laggenbeck wird der Zahn gezogen.

VfL Ladbergen - SC Dörenthe (So., 15 Uhr)
Bei dieser Bilanz bin ich fast geschockt. Der SC Dörenthe ist (laut Tabelle zumindest) die unfairste Mannschaft der Liga. Im Öffnet externen Link in neuem FensterFairness-Ranking stehen die Dörenther ebenso wie im Punkte-Ranking ganz unten. 50 Gelbe Karten sind's insgesamt. Finde ich irgendwie nicht gerecht. Der DSC ist beileibe keine bösartige Tretertruppe oder Ähnliches. Aber so ist das wohl im Abstiegskampf, da musst du es ab und zu auch mal auf die harte Tour machen...
Arntzen: 1:1
Heimspiel-Tipp: 4:1. Nix zu holen für die Gäste vom Kanal, die einen rabenschwarzen Tag erwischen. Einziger Trost: Joszef Till trifft erstmals nach seinem Comeback wieder.

Preußen Lengerich - ISV II (So., 15 Uhr)
0:0? Was soll das sein? Bei Lengerich ist uns Investigativjournalisten was aufgefallen: Es fallen stets mindestens zwei Tore. Die Preußen schossen in jedem Ligaspiel mindestens ein Tor - und sie kassierten auch jedes Mal eben mindestens eine Hütte. 60 Gegentore sind inzwischen die meisten der Liga. Das Problem kennen sie bei der ISV aber: 58 Gegentreffer sind die viertmeisten. Diego Simeone würde bei dem Spiel vermutlich krepieren...
Arntzen: 2:4.
Heimspiel-Tipp: 4:3. Lengerich muss ja mal wieder gewinnen. Geht gar nicht anders. Das mit der Null klappt dann vielleicht im nächsten Leben.

Arminia Ibbenbüren - SV Büren (So., 15 Uhr)
Während Arminia am Mittwoch in Dreieralde die erste Pleite in der Rückrunde kassierte, gab es aus Büren einige Neuigkeiten. Die Spieler-Neuzugänge zwei und drei (Henrik Berentzen, Tiago Tomas) sowie mit Patrik Zimmermann ein neuer Torwarttrainer. Die Personalplanungen laufen richtig heiß beim Primus.
Arntzen: 0:3
Heimspiel-Tipp: 1:2. Büren? Eine Niederlage? Kifft ihr noch oder kokst ihr schon? Allerdings strauchelt Büren diesmal fast.

Brukteria Dreierwalde - SC Halen (So., 15 Uhr)
2024 ist das chinesische Jahr des Drachen.(folgt übrigens auf den Hasen...) Wir möchten korrigieren: Es ist das Jahr der Brukteria. Sechs Siege aus sieben Spielen, Platz zwei in der Rückrundentabelle. Hubi Ahmanns Mannschaft ist und bleibt nach Büren die Mannschaft der Stunde. Davon ist der SC Halen (ein Punkt und ein Torverhältnis von 2:8 aus drei Spielen) derzeit meilenweit entfernt. Man hat mitunter den Eindruck, die Halener würden sich schon in der Sommerpause befinden...
Arntzen: 2:2
Heimspiel-Tipp: 2:3. Dreierwalde wird aus den nächsten drei Spielen keinen Sieg einfahren.



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SV Mauritz 06 29    124:24 80  
2    FC Nordwalde 29    88:24 74  
3    SG Sendenhorst 30    86:27 74  
4    Germ. Hauenhorst 29    84:28 73  
5    VfL Billerbeck 29    86:25 71  

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