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Als Torhüter drei Treffer in Serie zu erzielen, selbst im Handball ist das außergewöhnlich. Janis Lehmann gelang dieses Kunststück.

Lehmanns große Würfe


von Nicolas Hendricks

(13.10.16) Ob es so etwas überhaupt schon mal irgendwo auf dieser Handball-Welt gegeben hat? Janis Lehmann vom SC Münster 08 erzielte im Landesliga-Derby gegen die HSG Gremmendorf/Angelmodde drei Treffer am Stück. Das Besondere dabei: Lehmann ist – wie sollte es bei diesem Nachnamen anders sein? – kein Feldspieler, sondern Torwart.


Es lief die 52. Minute des Nachbarschaftsduells, als Lehmann zu seinem ersten Wurf aufs Gremmendorfer Gehäuse ausholte. Beim Stand von 25:21 für Nullacht hatten die Gäste viel riskiert und ihren Keeper Florian Mende für einen siebten Feldspieler ersetzt. Entschieden war die Begegnung zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Lehmann schnappte sich nach einem missglückten HSG-Angriff die Kugel und warf vom eigenen Siebenmeterpunkt aus ins leere gegnerische Tor. Sein erster Treffer überhaupt, wie er später zugab.


Selbiges Schauspiel wiederholte Lehmann in den folgenden drei Minute gleich zweimal, ohne dass in diesem Zeitraum ein anderer Akteur auf dem Feld einen Treffer beisteuerte. „Ich hab‘ mich beim ersten Mal schon richtig gefreut. Beim zweiten hatte ich dann die Sicherheit“, sagt Lehmann und fügt hinzu: „Seit es die neue Regel gibt, habe ich das schon ein paar Mal geübt.“



Obligatorische Kiste

Eine Kiste Bier fürs erste Saisontor muss der Schnapper nun ausgeben – „mindestens“ – hallte es aus der Kabine. SCM-Trainer Björn Hartwig schmunzelte ebenfalls über das Kunststück: „So etwas habe ich bisher weder gehört noch erlebt.“


Deutlich weniger erfreut darüber zeigte sich HSG-Trainer Axel Binnenbruck: „Die taktische Vorgabe war eine andere. Wir wollten das Spiel in Überzahl breit machen.“ Weil das nicht gelang, provozierte die Nullacht-Abwehr Ballverluste, die Lehmann mit gezielten Würfen aus seinem eigenen Kasten heraus ausnutzte.


Während die Stimmung beim SCM nach dem zweiten Erfolg im zweiten Heimspiel nicht besser hätte sein können, machte sich bei den Gästen aus Gremmendorf Ernüchterung breit. „Wir probieren mittlerweile so viel“, erklärte Binnenbruck nach der Schlusssirene. Doch besonders in der Defensive stimmte bei den Blau-Gelben erneut nur wenig. Binnenbruck zeigte sich nach Spielschluss sehr nachdenklich: „Wir haben wieder zu viele Fehler in der Abwehrarbeit gemacht.“


Als Vorletzter in die Ferien

 

Trotz der schweren Situation – die HSG geht mit nur einem Zähler als Vorletzter in die Herbstpause – gab es aber auch Lichtblicke im Spiel der Gäste. So zeigte Ren Yoshikane im Rückraum erneut viel Spielwitz und Torgefahr. Und auch von der Bank kamen gute Impulse, beispielsweise von Marc Becker, der sein Team Mitte der zweiten Hälfte mit zwei Granaten aus dem Rückraum wieder ins Spiel brachte. Eng wurde es letztlich aber nicht mehr. Das lag vor allem an einem Keeper, dem an diesem Abend einfach alles gelang.

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