Kreisliga A
Der Altersschnitt sinkt rapide
Von Fabian Renger
(09.05.24) Ich hasse diesen Satz, auch wenn ich ihn selbst bestimmt schon häufiger geschrieben habe. "XYZ springt in den Jungbrunnen". Was soll das eigentlich heißen? Jungbrunnen? Aber er würde vielleicht an dieser Stelle passen. Der SC Halen gehört definitiv aktuell zu den wohl ältesten Mannschaften der Liga. Genau ein Spieler dürfte unter 20 Jahre alt sein: Und zwar Henry Hagemann -
Rufname "Adler/Der Lange" -, der Rest bewegt sich größtenteils in Richtung drei. Das ändert sich im Sommer. Halens baldiger Cheftrainer Lars Falke stellte nun die ersten fünf Neuzugänge für 2024/25 vor.
"Der erste Teil des Umbuchs", erklärt Falke. Nötig ist die Blutauffrischung wohl. (wir hoffen, wir haben keinen zweiten Jungspund U20 vergessen...) Ein Neuzugang ist 17, einer 18, einer 20, einer 22 und einer gar 25: Sie dürfen also fast alle schon Ramazotti trinken. Das ist wichtig am Hasenkamp. Sowieso: Falke, der aktuell noch mit SW Lienen im Abstiegskampf steckt, lobt seine künftige Gang schonmal ausdrücklich. "Die ganze Truppe ist so, so, so offen", weiß er. Manch Gastspieler habe beim Probetraining nicht den Eindruck gehabt, er wäre erstmals dabei gewesen - ganz im Gegenteil. Ein gutes Zeichen, aber in Halen auch nicht verwunderlich.
So. Genug der Zeilenschinderei. Ihr seid doch eigentlich eh alle nur aus einem Grund hier.
Dann lüften wir doch mal die Namen des Neuzugangs-Quintetts.
Moritz Schulz (SC Lüstringen): 25 Jahre jung und damit unter den Neuzugängen der älteste Sack. 20 Jahre lang spielte er beim BSV Leeden-Ledde, ehe Schulz 2023 zum niedersächsischen Bezirksligisten nach Lüstringen wechselte. "Rechter Außenverteidiger mit viel Mentalität. Eine Kämpfernatur", lobt Falke. Die Eingewöhnungszeit fällt kurz aus. Rechtsfuß Schulz ist in Halen nämlich bereits Abteilungsleiter im Bereich Fitnesssport. Könnt euch als Mann montagabends von ihm lang machen lassen, wenn ihr wollt. (
nettes Stockfoto-Material auf der Webseite übrigens...)
Louis (oder Luis?) Gneiding (zuletzt BW Hollage A-Jugend): Bis Anfang der Saison Teil der Bezirksliga-A-Jugend von BW Hollage. Gneiding ist aber Halener und trainiert schon quasi die gesamte Saison seit seinem Ende bei BHW beim SCH mit. Theoretisch dürfte er nach dem Sommer sogar noch A-Jugend kicken, er wird aber freigeholt. Falke freut sich auf rund 1,85 Meter Größe. Das ist stabil. Gneiding ist zentraler Mittelfeldspieler: Sechser, Achter, Zehner. "Er ist sehr flexibel einsetzbar und bringt sehr, sehr viel mit. Ein echt feiner Junge und guter Techniker mit extrem viel Spaß am Fußball", so Falke. Derzeit hat Gneiding mutmaßlich weniger Spaß: Er sitzt am Abi. Viel Glück... (hoffentlich ist die
Schreibweise Louis wie bei fussball.de richtig, solltest du Luis heißen - bitte melden...)
Leif-Marten Siekiera (SSC Dodesheide II): Falke kennt den 22-Jährigen aus seiner Zeit in Dodesheide. Siekiera ist für die linke Schiene vorgesehen. "Ein sehr, sehr ehrgeiziger Junge mit einem richtig guten linken Fuß. Er bringt ein gutes Tempo mit", sagt Falke. Wie gesagt: Linke Bahn, offensiv wie defensiv. Vor seiner Zeit in Dodesheide zockte Siekiera in der Jugend u.a. in Lotte und Georgsmarienhütte. "Für ihn ein guter Schritt, sich weiterzuentwickeln", freut sich Falke.
Luca Triphaus (Eintracht Mettingen IV): Da mussten wir auch erstmal zweimal nachfragen. Mettingen IV? So so. Henry Hagemann brachte seinen Kumpel Triphaus mal mit zum Training. Er überzeugte. "Er bringt eine gute Statur mit, dürfte so 1,90 Meter groß sein und spielt eine ruhige Kugel", sagt Falke. Triphaus ist 18 Jahre jung und in der Defensive zuhause: Sei es als Sechser oder Innenverteidiger. Mettingens Vierte spielt übrigens Kreisliga C1. Aber das muss ja nix heißen.
Cosimo Kastner (SC Lüstringen): Falke bescheinigt dem 20-Jährigen ein "gutes Zweikampfverhalten und sehr, sehr viel Potenzial. Ein guter Innenverteidiger." Kastner ist 20 Jahre jung und trainierte mal probeweise mit. Der beidseitige Eindruck stimmte offensichtlich. Die Position hat der Trainer ja bereits verraten. So ein jüngerer Defensivspieler schadet aber wohl nicht, in Lüstringen gehört Kastner mit 23 Einsätzen auch durchaus zum Stammpersonal.
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