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In sechs Jahren als Trainer beim FC Eintracht Rheine hat Uwe Laurenz viele Erfolge gefeiert. Nach der 1:5-Pleite in Gütersloh stellte er nun die Vertrauensfrage.

Laurenz bietet seinen Rücktritt an


von Christian Lehmann

(29.10.18) Seit über sechs Jahren ist Uwe Laurenz Trainer des FC Eintracht Rheine. In dieser Zeit hat er das Team in die Oberliga Westfalen geführt und dort fest etabliert. Die "Ära Laurenz" könnte allerdings abrupt enden. Nach dem 1:5 gegen den FC Gütersloh stellte der frustrierte Coach die Vertrauensfrage.

"Ich werde der Mannschaft meinen Rücktritt anbieten. Wenn ich das Problem bin, übernehme ich gerne die Verantwortung. So macht das keinen Spaß", sagte Laurenz direkt nach dem Spiel gegenüber der Öffnet externen Link in neuem FensterMünsterländischen Volkszeitung.

Kockmann will keine Generaldebatte

Am Montag war Laurenz telefonisch nicht zu erreichen, dafür bezog der Sportliche Leiter der Eintrachtler, Sebastian Kockmann, gegenüber heimspiel-online.de Stellung: "Ich habe gestern Abend noch mit Uwe telefoniert und interpretiere es so, dass er das im Frust nach der Niederlage gesagt hat." Kockmann selbst sieht keine Veranlassung für eine Trennung: "Wir arbeiten mit Uwe sehr lange vertrauensvoll zusammen. Es gibt überhaupt keinen Grund, nach einer Niederlage alles in Frage zu stellen. Wir sollten nicht in eine Generaldebatte verfallen."

Sportlich ist die Situation beim Tabellenzehnten (fünf Siege, ein Remis, sechs Pleiten) nicht rosig, aber auch noch nicht alarmierend. Abzustreiten ist jedoch nicht, dass sich die Eintracht in unregelmäßigen Abständen ziemlich heftige Klatschen einfängt, so etwa beim ASC Dortmund (1:7/2017), im Kreispokal gegen SuS Neuenkirchen (0:6/2017), bei der Hammer SpVgg (2:6/2017) oder bei der U21 des SC Paderborn (0:5/2018). Laurenz redete danach stets Tacheles. In dieser Saison verlor der FCE zwar mit 0:4 gegen den TuS Haltern, wirkte darüber hinaus aber gefestigt. Bis zur Klatsche gegen den Tabellen-17. aus Gütersloh. 

Kein Qualitätsproblem

Obwohl den Verein Granaten wie Philip Fontein oder Julius Hölscher verlassen haben, macht Kockmann im mit höherklassig erfahrenen Spielern gespickten Kader kein Qualitätsproblem aus. "Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft, die wir in Gütersloh auf dem Platz hatten, von der Qualität her das Beste war, das wir in den vergangenen Jahren zu bieten hatten. Wir kriegen es im Moment als Mannschaft aber nicht auf die Straße."

Eben jene Mannschaft steht nun in der Pflicht, dem Trainer den Rücken zu stärken - oder eben nicht. Am Dienstagabend steht das nächste Mannschaftstraining auf dem Plan. Dabei dürfte auch ausgiebig disktutiert werden.

Westfalenliga 1



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