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Querpass: U19-Bezirksliga

Dennis Brunsmann trainiert künftig "nur" noch eine Kreisliga-U19 in Altenberge und keine Bezirksliga-Mannschaft mehr.

Altenberges schmerzhafter Schritt zurück


Von Julian Schimmöller

(15.11.19) zzzIn der vergangenen Saison schaffte die A-Jugend des TuS Altenberge über den mühsamen Umweg Relegation letztlich doch noch den Klassenerhalt in der Bezirksliga. Der Verein scheute dabei keine Kosten und Mühen: B-Jugendliche wurden hochgezogen, die Saison musste um mehrere Wochen verlängert werden und Altenberge weite Auswärtsreisen antreten. Umso bitterer ist, was seit Montag dieser Woche Gewissheit ist: Der TuS zieht seine A-Jugend mit sofortiger Wirkung aus der Bezirksliga zurück und wird die Saison in der Kreisliga beenden!

„Gerade auch aufgrund des hart erkämpften Klassenerhalts war es eine ganz schwierige Entscheidung. Uns ist bewusst, dass das eigentlich ein absolutes No-Go ist“, schildert Ernst Sybon, Sportlicher Leiter der Jugendabteilung in Altenberge. So hart die Entscheidung letztlich zu treffen war, gänzlich unerwartet kam sie nicht mehr: In den vergangenen Wochen wurde die Situation von allen Beteiligten genau analysiert, weil die Ergebnisse überhaupt nicht passten und keine Besserung in Sicht war, war der Rückzug nun mehr oder weniger unumgänglich.

Ohne Spaß geht es nicht

Altenberge sammelte an den ersten acht Spieltagen acht Niederlagen, darunter drei zweistellige Klatschen und ein Nichtantritt. 60 Gegentore und 0 Punkte nach acht Spieltagen sprechen eine deutliche Sprache. „Die Ergebnisse waren nicht mehr tragbar, da geht dann auch der Spaß verloren“, schildert A-Jugend-Trainer Dennis Brunsmann. Und auch wenn der Leistungsgedanke in der Bezirksliga natürlich durchaus ausgeprägt ist, ohne Spaß geht es im Fußball – gerade im Jugendbereich – nun einmal nicht.

Dass es eine schwierige Saison wird, war allen vorher klar. Die personelle Entwicklung in der Form aber nicht: „Von anfangs über 20 Jungs im Kader waren zuletzt aus verschiedensten Gründen nur noch 13 oder 14 übrig“, schildert Sybon. Brunsmann ergänzt: „Wenn man mit nur acht oder neun Leuten trainieren kann, reicht das nicht für die Bezirksliga.“ Verletzungen, der Fußball nicht mehr an erster Stelle, die bitteren Ergebnisse – all das führte zum Wegbrechen von Qualität und Quantität, sodass Altenberge nicht mehr konkurrenzfähig war. Immer wieder mussten B-Jugendliche hochgezogen werden, als Dauerlösung kam das aber nicht infrage.

Enttäuschung und Erleichterung

Nachdem aufgrund der enorm schwierigen Situation bei der Staffelleitung angefragt wurde, ob während der Spielzeit ein Wechsel in die Kreisliga möglich sei, stand am Montagabend fest: Der TuS zieht das Team zurück. Diese Entscheidung musste letztlich schnell gefällt werden, weil die Quali-Runden auf Kreisebene gerade beendet wurden und somit nur jetzt ein Einstieg in die Wettbewerbe möglich ist. Das war nach vielen Diskussionen letztlich die beste Lösung aus Sicht des Gesamtvereins: „Da war der Verein komplett eingebunden – Vorstand, Jugendvorstand, Trainer und Team“, betont Sybon, dass niemand einfach übergangen wurde.

Glücklich waren mit der Entscheidung natürlich trotzdem nicht alle: „Als am Mittwoch die Entscheidung in der Kabine mitgeteilt wurde, sah man einigen die Erleichterung an – einige waren aber auch enttäuscht“, schildert Brunsmann die Gemütslage in seiner Truppe. Die sei etwa zur Hälfte für den Rückzug gewesen, die andere Hälfte dagegen.

Neustart in der Kreisliga

Dass nun ein Riss im Team entsteht befürchtet Brunsmann aber nicht: „Wir haben, wenn man das in dem Alter so sagen kann, eine relativ erwachsene Mannschaft, die diese Entscheidung tragen wird.“ Und so ist bei aller Enttäuschung über den Rückzug auch ein gewisser Tatendrang zu spüren: Schon Ende des Monats geht es für Altenberge, dann auf Kreisebene, weiter – die genaue Staffeleinteilung steht noch aus.

Und natürlich hat Brunsmann auch nach dem Rückzug weiter Ziele mit seinem Team, er will nun eine Liga tiefer Spieler für den Seniorenbereich formen: „Der Ausbildungsgedanke steht natürlich an erster Stelle.“ Sybon hat vor allem eines im Blick: „Ich hoffe, dass der Spaß am Fußball wieder zurückkehrt.“ Wenn dies gelingt, dürften sich die Verantwortlichen trotz des aktuellen Rückschritts im Nachhinein in ihrer Entscheidung bestätigt fühlen.



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