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Landesliga 3

Lena Schmidtpeter hat schon einiges gesehen in ihrem Fußballleben. Seit drei Jahren ist sie in Amelsbüren zu Hause und fühlt sich pudelwohl. (Foto: David Matthäus)

Von Hiltrup über die Bundesliga nach Amelsbüren

von Theresa van den Berg

(21.10.21) Schon ganz schön viel gesehen hat Lena Schmidtpeter mit ihren gerade einmal 22 Jahren. Von Hiltrup über Warendorf und Gütersloh bis nach Mecklenbeck und jetzt Amelsbüren. Da kamen einige Stationen zusammen. „Angefangen habe ich mit Acht über eine Freundin, Janice Angerstein, die in Gremmendorf spielt. Ich hatte nur Fußball im Kopf und den Traum, mal richtig hoch zu spielen. Also habe ich es in Gütersloh probiert.“ 

Auch wenn sie dort nur wenig Spielzeit hatte, möchte sie diese Erfahrung nicht missen. „Juniorinnen-Bundesliga zu spielen, mit dem ganzen Drumherum, war schon geil. Vor allem das Halbfinale der Deutschen Meisterschaft bei Turbine Potsdam werde ich nie vergessen.“ Seit drei Jahren kickt die gebürtige Hiltruperin, die unter anderem mit Sophia Kleinherne zusammenspielte, jetzt in Amelsbüren. Für eine komplette Saison hat es allerdings noch nicht gereicht. Im Winter der Aufstiegssaison wechselte die Innenverteidigerin von Wacker zu den Grün-Weißen, dann kam Corona. Doch trotz des holprigen Starts fühlt sie sich dort pudelwohl. „Ich kenne keine Mannschaft, die so positiv ist. Immer, in jeder Situation.“ Diesen Zusammenhalt hebt auch ihr Trainer, Fabian Nehm, immer wieder hervor. Für ihn gehört Schmidtpeter seit seiner Amtszeit ohne Frage fest zum Inventar. „Lena ist unsere Abwehrchefin und damit eine unglaublich wichtige Spielerin. Für das Verteidigen aber auch für die Kommunikation.“ 

Der Kopf ist frei

Auf das Verteidigen mussten sich die Amelsbürenerinnen vor allem in den ersten Partien konzentrieren. Der Start hätte erfolgreicher verlaufen können, doch die Niederlagen gegen Wessum und Ibbenbüren will der Coach nicht zu hoch hängen. „Die gegen Gremmendorf dagegen war schon ärgerlich“, wirft Schmidtpeter ein. Und auch mit ihrer eigenen Leistung war sie noch nicht so wirklich zufrieden. „Bei mir ist das immer Kopfsache. Ich hatte in der letzten Zeit viel um die Ohren, das sieht man dann auch auf dem Platz. Jetzt wird’s aber. Auch meine Mama hat gesagt: Man merkt, dass du wieder frei spielst.“ Prompt gelang ihr und ihrem Team ein 5:1 in Recke und auch im Pokal sind die Schützlinge von Nehm unter der Woche in die nächste Runde eingezogen. „Wenn wir so weitermachen, wie in den letzten beiden Spielen, wird das was. Ich hoffe, es hat bei allen Klick gemacht.“  

Arminia Ibbenbüren II - Union Wessum (Sonntag, 11:00 Uhr)
In Wessum blickt man gespannt auf das anstehende Topspiel. "Es treffen zwei spielstarke und offensive Mannschaften aufeinander, das wird eine interessante Partie. Mal gucken, wer es am Ende besser ausspielt.", so Unions Trainer Marco Leimbach. Etwas getrübt wird die Vorfreude zwar durch die zwei längerfristigen Ausfälle von Iris Börsting und Christin Holtkamp, doch das Selbstbewusstsein des Tabellenvierten bleibt. "Unser Kader ist groß genug. Jede Spielerin ist in der Lage, Landesliga zu spielen." Nach dem Pflichtsieg in der vergangenen Woche gegen den Tabellenletzten aus Vreden, ist die Begegnung mit Wessum für Arminia-Trainerin Katharina Eiter die leichtere Aufgabe. "Bei so einem Spitzenspiel ist jeder vom Kopf da, da muss ich nicht mehr motivieren." Obwohl Ibbenbüren einen Platz vor den Wessumerinnen steht, sieht Eiter die Favoritenrolle nicht auf ihrer Seite. "Wir können nicht aufsteigen, wir wollen nur ärgern. Der Druck liegt also nicht bei uns. Wir wollen dagegenhalten und das mitnehmen, was geht."
Lena Schmidtpeter: 2:1
Heimspiel-Tipp: 1:2

SpVgg Vreden - SG Telgte (Sonntag, 13:00 Uhr)
Das erste Sechspunkte-Spiel gegen Oeding endete mit 2:2. "Wir haben eigentlich ein ganz ordentliches Spiel gezeigt, am Ende sind es aber zwei Punkte zu wenig", trauerte SG-Trainer Sebastian Wende den vergebenen Chancen hinterher. Deswegen hofft er im nächsten Kellerduell erst recht auf einen Dreier. "Wir sind gerade alles andere als selbstbewusst. Auch wenn wir in der vergangenen Saison 8:1 gegen Vreden gewonnen haben, rechne ich aufgrund der Tabellensituation mit einem Spiel auf Augenhöhe." Der Tabellenletzte aus Vreden mit Null Punkten trifft auf den Vorletzten aus Telgte mit vier Punkten. Unterschätzen wird er den Gegner nicht. Trotzdem spricht Wende von einem Pflichtsieg. "Wir müssen. Es wird ein schweres Spiel, aber auch ein wichtiges."
Lena Schmidtpeter: 0:1
Heimspiel-Tipp: 0:2

Wacker Mecklenbeck II - FC Oeding (Sonntag, 15:00 Uhr)
Neues Spiel, neues Glück? Nach der schlechten Leistung gegen Nottuln war Wiedergutmachung angesagt auf Seiten der Mecklenbeckerinnen. Die Chance dazu bekamen die Mädels von Volker Wortmann in Flaesheim. Das Resultat: Eine 2:7-Niederlage. Gegen das Duo an der Spitze kann man mal verlieren. Das sollte sich am Sonntag beim Heimspiel gegen Oeding allerdings nicht wiederholen. Dank des Sieges gegen den Nachbarn aus Vreden und des Unentschiedens zuletzt gegen Telgte kamen die Oedingerinnen in der Tabelle bis auf einen Zähler an Wacker heran. Um nicht noch weiter abzurutschen, sollte der nächste Erfolg für die Lila-Weißen her.
Lena Schmidtpeter: 2:0
Heimspiel-Tipp: 2:1

GW Amelsbüren - GW Nottuln (Sonntag, 15:00 Uhr)
Während der Tabellenzweite aus Nottuln am vergangenen Spieltag ungewollt spielfrei hatte, - die Partie gegen Gremmendorf wurde abgesagt - konnten die Amelsbürenerinnen neues Selbstbewusstsein tanken. In Recke holte die Mannschaft von Fabian Nehm einen 5:1-Sieg und schob sich damit auf Rang sechs. "Wir sind bereit", freut sich der Trainer auf das Duell. "Mit dem Recke-Spiel und einer guten Trainingswoche im Rücken blicken wie zufrieden Richtung Nottuln." Die nächste Pokalrunde gab es nach dem 4:0 gegen Altenberge unter der Woche on-top. "Trotzdem wissen wir natürlich, wo die Nottulnerinnen stehen. Sie werden uns unter Druck setzen, sodass wir ein gutes Aufbauspiel brauchen. Wir müssen Nottuln laufen lassen und unsere Lücken finden. Das können wir schaffen, ich sehe uns hier nicht als krassen Außenseiter."
Lena Schmidtpeter: 2:2
Heimspiel-Tipp: 1:2

SC Gremmendorf - Concordia Flaesheim (Sonntag, 15:00 Uhr) 
Die Partie gegen Nottuln musste Gremmendorf aufgrund zu vieler Ausfälle absagen. Da kann man nur hoffen, dass es am kommenden Sonntag wieder besser aussieht. Denn ausgerechnet jetzt kommt der Tabellenführer nach Münster. Die Concordia strotzt nur so vor Selbstbewusstsein und Offensivdrang und legte am vergangenen Spieltag gegen Mecklenbeck noch einmal sieben Dinger nach. Aber: Auch in dieser Partie kassierte sie zwei Treffer. Sollte es der Mannschaft von Bastian Leimann gelingen, den Torexpress zu stoppen, sitzt also etwas drin. Tipps können sich die Gremmendorferinnen bei Nottuln holen. Die Grün-Weißen sind bis jetzt das einzige Team, das Flaesheim bezwungen hat. 
Lena Schmidtpeter: 1:3
Heimspiel-Tipp: 1:3



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