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Frauen-Westfalenliga

Sophia Steinemann (l.) hatte eben das längere Bein, um sich den Ball von Lara Krystek zu erobern. Foto: Renger

Aufgalopp zur Rückrunde


Von Hannah Opitz

(07.03.22) "Wir haben wirklich lange auf das Spiel hingefiebert. Trotz Halle waren es drei Monate ohne Pflichtspiel", sagte Wacker-Coach Felix Melchers. Endlich wieder spielen und dann auch noch zwei Heimspiel-Derbys. Da kann die Vorfreude nur groß sein, obwohl die Leistung noch nicht ganz wieder auf dem alten Stand ist, was vermutlich an einigen missglückten Vorbereitungen liegt. Dennoch verspürte Melchers eine ordentliche Portion Vorfreude, die sein Team in etwas positives umwandeln sollte. 

Wacker Mecklenbeck - BSV Ostbevern     3:0 (1:0)
Bei Wacker lief der Jahreswechsel eher weniger positiv ab, denn die vergangenen Pflichtspiele brachten die Kickerinnen von der Egelshove in einen Teufelskreis. "Dadurch hatte man noch mehr Vorfreude, aber auch Nervosität", sagte Melchers. Daher freute es den Coach umso mehr, dass Wacker von Beginn an die Grundtugenden auf den Platz brachte und ein klares und strukturiertes Spiel ablieferten. Diese Tugenden sorgten dafür, dass die Gastgeberinnen ihre Nervosität in ein gutes Fußballspiel umwandelten. In der 22. Minute klingelte es dann das erste Mal im Tor der Gäste. "Das war ein Kunststück von Paula Weber", lobte Melchers. Sie lupfte den Ball zuerst über ihre Gegenspielerin, nahm diesen dann mit der Brust wieder an und schickte Neele Kesse perfekt per Volley in den Lauf. Kesse schnappte sich die Kugel über halb rechts und versenkte diese im langen Eck zum 1:0. "Da haben wir auf der Bank schon gedacht, dass sie den Abschluss verpasst hat, weil sie so weit nach Außen gegangen ist", sagte Melchers. Zehn Minuten vor der Pause schlich sich eine kleine Unsicherheit ins Spiel der Mecklenbecker. Ein schlampiger Rückpass wurde beinahe von Ostbevern zum Ausgleich ausgenutzt. Danach erhöhten die Gäste nochmal den Druck, da sie die Nervosität ihrer Gegnerinnen spürten. Nach einigen sicheren Bällen durch die eigenen Reihen fingen sich die Gastgeberinnen allerdings wieder. Nach der Pause legte Wacker aber direkt nach: Frederike Jansen, die für die aktuell fehlende Paula Funcke ihre Chance nutzte, jagte die Kugel mit ganz viel Mut oben links in den Winkel zum 2:0 (58.). "Man hat ab der 70. trotzdem gemerkt, dass die Vorbereitung nicht ganz so optimal gelaufen ist. Da war zwischendurch echt die Puste raus", bemerkte Melchers. Grundsätzlich fehlte zu diesem Zeitpunkt nämlich die letzte Konsequenz, wie als Kristin Dircks auf die Reise geschickt wurde, allerdings zu wenig eigene Spielerinnen nachrückten. Beim 3:0, mit dem endgültig der Deckel drauf war, eroberte sich die eingewechselte Mila Opgen-Rhein den Ball im Spielaufbau ihrer Gegnerinnen und leitete auf Kesse weiter. Torhüterin Sophia Lenz parierte noch, hatte aber beim Abpraller von Weber keine Chance mehr (83.). Bei Wacker waren aber vor allem die Auswärtsspiele ein schwieriges Thema in der Hinrunde, daher werden die kommenden Spiele spannend. "Wenn wir Siegreich aus dem Bielefeldspiel gehen können, bekommen wir vielleicht unser Selbstbewusstsein zurück", erklärte Melchers.
Torschützinnen: 1:0 Kesse (22.), 2:0 Jansen (58.), 3:0 Weber (83.)

VfL Billerbeck - Arminia Ibbenbüren     0:1 (0:0)
Ein glücklicher Sieg für Ibbenbüren bringt einen erfolgreichen Saisonstart für die Gäste mit sich. Denn eigentlich forderte Ibbenbüren-Coach Bruno Graw mit Souveränität aufzutreten: "Die war aber nicht gegeben. Es war einfach ein zerfahrenes Spiel in der ersten und zweiten Hälfte", sagte Graw. Ganz nach dem Motto: Hoch und Weit bringt Sicherheit. Dadurch pendelte sich kein schöner Fußball ein und die gesamte Partie wurde vom Kampf geprägt. Das lag wohl auch daran, dass Billerbeck mit allen Mitteln gegen Ibbenbüren hielt. Jeden langen Ball der Gastgeberinnen donnerten die Gäste gleich wieder zurück anstatt Ruhe ins Spiel zu bringen und ins Kurzpassspiel zu gehen. "Die Torhüterin von Billerbeck hat fast jeden Ball lang geschlagen. Wir wissen aber, dass wir uns steigern müssen, weil das spielerisch nichts war", ärgerte sich Graw. Dennoch gefällt dem Coach die Erkenntnis, die bereits alle Mädels äußerten. Jetzt hört es sich fast so an, als hätte Ibbenbüren verloren, aber so war es ja nun nicht. Bis zur 61. Minuten fanden wenig Torraumszenen statt, dann kam Ibbenbüren aber an eine Ecke von der linken Seite. Das Ding landete im Strafraum und Leonie Seeliger hielt einfach ihren Fuß rein, wodurch der Ball zum 1:0 im Netz landete. Danach hätten die Gäste noch den Sack zu machen können, allerdings vergab sowohl Sophia Steinemann im Eins-Gegen-Eins gegen Torhüterin Sarah Hauling als auch Julia Dortmann. Dortmann donnerte das Ding nämlich erst auf Hauling und dann über die Querlatte. "Wir werden jetzt die folgenden Trainings viel die Ball An- und Mitnahme und das Passspiel üben. Die Intensität und Fitness verschieben wir auf nächste Woche", sagte Graw.
Torschützin: 0:1 Seeliger (61.)

Weitere Spiele:
Germania Hauenhorst - SSV Rhade     1:3 (0:3)



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Germ. Hauenhorst 15    47:16 41  
2    SV Mauritz 06 15    58:11 40  
3    SG Sendenhorst 15    40:11 40  
4    FC Nordwalde 16    48:16 39  
5    1. FC Gievenbeck II 15    59:12 38  

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