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Oberliga Westfalen

Einmal mehr überragend: Nils Woltering

Rheine feiert den dritten Sieg in Serie


von Nils Tyczewski und Fabian Renger

(29.11.15) Eintracht Rheine kommt langsam in Fahrt. Nach den Siegen gegen Ennepetal und Hamm feierte die Elf von Uwe Laurenz mit einem 3:1 gegen den Tabellenletzten aus Zweckel den dritten Dreier hintereinander. Zwei Spieltage vor der Winterpause beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze nun sieben Punkte. Coach Uwe Laurenz hatte dementsprechend gute Laune:"Ich bin heilfroh, dass wir das gewonnen haben. Wir haben derzeit eine volle Kapelle, wir wollten unbedingt spielen." Die Elf seines Gegenübers Günter Appelt pfeift derzeit aus dem letzten Loch, mehr als elf Spieler fehlen längerfristig. "Das war unser allerletztes Aufgebot", erklärte Appelt. 

 

Die Gastgeber kontrollierten die Partie daher nicht gerade überraschend, mussten aber bis in die Nachspielzeit zittern, ehe der Dreier unter Dach und Fach war. Die erste gute Möglichkeit hatte Emanuel Beckmann-Smith. Sein Schuss traf aber nur die Latte (22.). Drei Minuten später stand Timo Scherping frei vor dem Kasten, setzte den Ball aber an den linken Pfosten (25.). Als der Ball dann doch im Netz lag, ging ein Raunen durch die OBI-Arena. Die Bude fiel defintiv in die Kategorie "Tor des Monats". Zweckel wehrte einen Eckball zu kurz ab und Philip Fontein hielt aus guten 20 Metern volley drauf. Volles Risiko, voller Erfolg (34.). "Ein lässiges Ding", kommentierte Rheines Co-Trainer Marcel Langenstroer. Noch lässiger: Dass Fontein die Ecke vorher selbst auch herausholte. Eine Vorlage zur eigenen Vorlage sozusagen.

 

Fontein besorgt die Führung

Doch die Gäste glichen noch vor der Pause aus. Nach einem Eckball von Pjer Radojic köpfte Rheines Jannis Meyer die Kugel zur Seite weg und Sebastian Mützel brachte den Ball mit seinem schwachen Fuß und einem unorthodoxen Schuss im langen Eck unter (41.). Im Vorfeld hatte der pfeilschnelle Joshua Denk die komplette linke FCE-Abwehrseite überrannt. Die Gästen hätten auch vorher schon durchaus treffen können. In der 35. Minute legte Lukas Tomanek aus einem Gewühl im Strafraum auf Marcel Titz ab, der traf nur das rechte Außennetz. Bemerkenswert ansonsten: Wie oft die Gäste aus dem Kreis Recklinghausen sich einen Standard ergaunern wollten. Muhammed Demir und Serkan Köse probierten des auf plumpe Art und Weise. Referee Philipp Dräger fiel jedoch nicht herein. Auch FCE-Keeper Andre Wiesch war aufmerksam, als es kurz vorm Halbzeitpfiff abermals eine Ecke für Zweckel gab, bei der wieder die komplette Defensive schlief.

Zweckel spielte einen sehr zweikampfbetonten Ball. Uwe Laurenz hatte also nicht grundlos vor dem "großen Herz" der Gäste gewarnt. "Meine Jungs haben das aber gut angenommen.", zeigte er sich sichtlich erfreut. Angesichts der tiefen, nassen Bodenverhältnisse musste man das auch tun. Sich dreckig machen, sich regelrecht im Schlamm suhlen. Trotzdem: "Nach dem 1:1 waren wir ein wenig ernüchtert."

 

Ernüchterung hält nicht lange an


Das hielt jedoch nicht lange an, denn auch nach dem Seitenwechsel blieb der FCE das bessere Team. Wieder hatte Timo Scherping eine Riesenchance. Nach einem Angriff über die linke Seite legte Nils Woltering den Ball quer und Scherping hätte nur einschieben müssen. Irgendwie schaffte es der Stürmer aber, die Kugel am Pfosten vorbei zu treten. "Keine Frage, den muss er machen", fand Langenstroer. "Den macht er sonst auch blind weg. Keine Ahnung, was da mit ihm los war. Ansonsten hat er heute aber ein gutes Spiel gemacht." Bereits der 51. spielte Julius Hölscher punktgenau auf Nils Woltering. Der scheiterte dann an Gäste-Schnapper David Kulina und an der Fahne des Schiri-Assistenten. Eine knappe Kiste.

 

Woltering hatte kurze Zeit später dann mehr Glück. Er schlug einen Freistoß von halbrechts auf den zweiten Pfosten, wo Philipp Brüggemeyer per Kopf erfolgreich war (64.). Appelt ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht:"Das haben wir dumm verteidigt, das war nicht oberligahaft." Nach 75 Minuten kam es dann noch dicker für ihn: Er verlor Norman Seidel mit einer Gelb-Roten. Er hatte zum wiederholten Mal einen Ticken zu viel Herz und Einsatz an den Tag gelegt.

Seidel fliegt vom Platz


In der Schlussphase mussten die Hausherren dann trotz Überzahl einige brenzlige Situationen überstehen. Zehn Minuten vor dem Abpfiff rettete der Pfosten für den bereits geschlagenen Torhüter Andre Wiesch (80.). Die Entscheidung fiel dann in der Nachspielzeit: Zweckels Schnapper David Kulina ging bei den Standards mit in Rheines 16er. Ein abgewehrter Eckball landete bei Nils Woltering, der in der eigenen Hälfte startete, zwei Gegenspieler abhängte und zum 3:1-Endstand einschoss (90.+1).

Eintracht Rheine – SV Zweckel           3:1 (1:1)
1:0 Fontein (32.), 1:1 Mützel (41.),
2:1 Brüggemeyer (64.), 3:1 Woltering (90.+1)



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