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Roland Westers ist auf der Hut. Vor seiner vierten Saison am Teekotten warnt der Borussen-Trainer vor Selbstzufriedenheit.

Westers: "Eine gefährliche Situation"


Von Christian Lehmann

(11.07.19) In den vergangenen Jahren kannte Borussia Emsdetten eigentlich nur eine Richtung: nach oben. Erster, Siebter, Erster, Achter - streng nach dem Gesetz der Serie müsste in diesem Jahr der Aufstieg in die Oberliga an der Reihe sein für die Borussen, die vor sieben Jahren nur mit Ach und Krach den Abstieg in die Kreisliga verhindert haben. Vor der vierten Saison seiner zweiten Amtszeit im Walter-Steinkühler-Stadion mahnt Trainer Roland Westers jedoch vor dem "Weiter so!" und spricht die Probleme, die auf den Klub zukommen könnten, klar an. 

 

Roland, Du hast als Trainer schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Macht dir so eine Vorbereitung immer noch Spaß? Oder denkst Du dir insgeheim 'immer derselbe Sch...'?`
Roland Westers: Gerade, wenn man in sein viertes Jahr als Trainer geht, muss man genauer hingucken und vorsichtig sein. Es wird ja häufig von Abnutzungserscheinungen geredet. Damit es nicht in die falsche Richtung läuft, muss man Dinge, die nicht gut laufen, direkt klar ansprechen. Es ist eine gefährliche Situation, wir haben nahezu den exakt gleichen Kader wie in der Vorsaison. Bisher klappt das aber alles ganz einwandfrei, die Jungs ziehen richtig gut mit. 

1:6 beim Oberligisten SC Spelle-Venhaus, 5:1 gegen den A-Kreisligisten Preußen Borghorst - welcher Test war für dich aussagekräftiger?
Westers: Die erste Halbzeit in Spelle gegen eine sehr, sehr gute Truppe, die in die Regionalliga will, hat mir richtig gut gefallen. Nach der Pause haben wir dann die erwarteten Probleme bekommen. Gegen Borghorst sind auch einige Dinge aufgefallen, die es zu verbessern gilt. In der ersten Hälfte war unser Passspiel nicht so gut, in der zwoten hatten wir eine haarsträubende Chancenverwertung. Das sind zu Beginn so einer Vorbereitung aber alles ganz normale Dinge. Der Test gegen Borghorst war insofern wichtiger, als wir taktisch sowohl offensiv als auch defensiv ein paar Dinge anders gemacht haben.

Die Zuschauer am Teekotten haben sich in den vergangenen Jahren an Erfolge und Aufstiegsfeiern gewöhnt. Was ist für euch nach Platz acht in der Vorsaison noch drin?
Westers:
Zum Glück sind wir nicht Siebter geworden wie vor zwei Jahren in der Landesliga. Dann müssten wir ja strenggenommen wieder hoch (lacht). Im Ernst: Ich bin kein Fan von festen Zielvorgaben, darüber haben wir auch mit der Mannschaft bei der ersten Einheit gesprochen. Jeder Spieler soll für sich persönlich seine Ziele definieren. Ein Kevin Torka würde in einem Interview nie sagen, dass er Meister werden will, ein Nicky Melzer würde das sogar machen, wenn wir mit Borussia in der 2. Liga spielen würden. Jeder Charakter ist da anders. Am Ende ist es wichtig, dass alle zufrieden aus der Saison gehen und wir als Team keinen Schritt zurück gemacht haben.

Das Auftaktspiel in der Westfalenliga führt euch zum Aufsteiger TuS Tengern. Schon mal was von denen gehört?
Westers:
Ganz ehrlich: Nee! Ich kenne bei denen bisher keinen Spieler, aber ich werde mich bei einem Experten aus Ostwestfalen schlau machen und mir vielleicht auch ein Testspiel von denen angucken. 

Im Kreispokal führt der Weg zur Titelverteidigung über Westfalia Leer, einen Tag vorher müsst ihr im Westfalenpokal gegen den Vorjahres-Champion SV Rödinghausen ran. Das wird knackig...
Westers:
Wir werden sicherlich nicht einen Tag nach dem Rödinghausen-Spiel gegen Leer spielen, da sind wir dran. So wie ich Herrn Rühlow kenne, wird das mit einer Verlegung klappen. Rödinghausen, das ist ein schöner Kick. Neben Preußen Münster und den Sportfreunden Lotte ist das so ziemlich das beste Los, das man sich wünschen konnte. Da werden wir alles raushauen, die Jungs sind ja auf solche Spieler immer heiß ohne Ende. Dass wir aber gegen einen Gegner, der in die 3. Liga strebt, nicht der Favorit sind, sollte auch klar sein. Ich bereite mich noch nicht auf Preußen Münster vor, unser Fokus liegt auf der Meisterschaft.

Auf welchen Liga-Gegner freust Du dich am meisten?
Westers:
Logischerweise auf SuS Neuenkirchen. Diese Begegnung ist schließlich das einzige Derby, das für uns geblieben ist. 

Herbern, Roxel, Altenberge, FCE Rheine, Mesum, Altenrheine - eure übrigen Testspiele finden alle daheim gegen Teams aus dem Heimspiel-Land statt. Die können alle was...
Westers:
Na klar, wir wollen ja auch am Ende der Vorbereitung wissen, wo wir stehen. Es bringt ja nichts, in den Testspielen alles wegzuhauen und dann in Tengern einen auf den A... zu kriegen.

Welches Spielsystem favorisierst Du?
Westers:
Wir werden da vermutlich nicht so viel ändern. Ich mache das in der Regel von den Spielern abhängig, die ich zur Verfügung habe - und da hat sich ja nicht allzu viel geändert. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass wir bei Ballbesitz im 4-2-3-1 agieren werden. Da wissen die Jungs, wo sie hinlaufen müssen.

Wer ist dein Aufstiegsfavorit?
Westers:
Ganz klar der VfL Theesen - auch, wenn Andreas Brandwein das nicht gerne hören wird. Die sind so ausgeglichen und so spielstark...

Wer wird es deiner Meinung nach schwer haben in dieser Saison?
Westers:
Das kannst Du in dieser Liga nie sagen. Die Aufsteiger werden vermutlich heilfroh sein, drinzubleiben. Aber es kann uns genauso gut treffen wie jeden anderen. Ich will da wirklich - außer Theesen - keinen ausklammern.

Eure drei Neuzugänge kommen ausschließlich aus dem eigenen Stall. Was haben wir von ihnen zu erwarten?
Westers:
Von Jan-Henrik Lürmann leider zunächst erstmal gar nichts. Der Junge wird nach seinem Jochbeinbruch noch ausfallen, bis im Winter die Platten rausgenommen werden. Die anderen beiden haben bereits angedeutet, wie wichtig sie für uns werden können. Kai Deradjat bringt nach vorne eine unglaubliche Qualität mit, muss aber sein Defensiv-Verhalten verbessern. Vincent haut seinen Körper richtig gut dazwischen und hat eine tolle Einstellung. Gegen Spelle hat er mir sehr gut gefallen. 

Die exzellente Jugendarbeit der vergangenen Jahre war die Basis eurer Erfolge. In der abgelaufenen Saison hat die A-Jugend so gerade eben den Klassenerhalt in der Landesliga gepackt, eine B-Jugend werdet ihr in der neuen Saison nicht einmal stellen können. Siehst Du für die nächsten Jahre schwarz?
Westers:
In der A-Jugend sind sicherlich noch einige Jungs dabei, die richtig gut kicken können. Jordi Albers fällt mir da ein. Klar ist aber auch, dass wir in Zukunft nicht so viele gute Jugendspieler in der ersten Mannschaft erwarten können wie in den letzten fünf Jahren. Manchmal ist es so: Im Erfolg macht man Fehler. Der Verein weiß aber Bescheid und arbeitet mit Hochdruck daran. Die Hauptaufgabe ist es, unsere höherklassig spielenden Mannschaften in den nächsten Jahren wieder zu stärken. Ich weiß, dass in der D-Jugend und darunter derzeit viel Gutes passiert. Und bei der A-Jugend haben wir mit Matze Meinikmann genau den richtigen Mann, der das hinkriegen kann.

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