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Westfalenliga 1

Der abendliche Blick auf den Teekotten wird fehlen


Von Fabian Renger

(06.06.21) Das Ende rückt näher. Seit der vergangenen Woche ist Roland Westers mit Borussia Emsdetten wieder auf dem Trainingsplatz. Am 11. Juni steht das letzte Training für ihn und seinen Co-Trainer Christian "Lammsi" Lammers an. "Und dann war's das", sagt Westers. Nach fünf Jahren übergibt er die Mannschaft an Steffen Molitor. Es war seine zweite Amtszeit als Coach bei seinem Heimatverein. Und es war eine erfolgreiche.

2018 feierten die Borussen den Aufstieg in die Westfalenliga, 2020 schlitterten sie haarscharf an der Oberliga vorbei. 2018 und 2019 feierten die Borussen den Kreispokal-Sieg. Nur die abgelaufene Corona-Saison lief nicht so - fünf Zähler aus sieben Spielen. Aber das hatte Gründe. Und die Klasse wurde ja dennoch gehalten. Künftig freue er sich vor allem darauf, sonntags bei den Heimspielen als "Assi-Fan ein bisschen herum zu pöbeln", wie er lachend sagt. 

Roland, ich habe bei den Kollegen der Emsdettener Volkszeitung gelesen, du seist Punk- und Metalfan. Was ist denn deine Lieblingsband? Kennt man die?
Westers: Hämatom.

Aha. Was bitte?
Westers: Ja, da hast du wieder was gelernt. Die Alben von denen stehen eigentlich permanent auf Platz eins der Charts. Abgesehen vom letzten, das geht gar nicht und ist unterirdisch. Aber sonst höre ich auch auch gerne klassischen Metal wie zum Beispiel Iron Maiden.

Sowas lief in den vergangenen Jahren bei Borussia Emsdetten aber vermutlich seltener in der Kabine, oder?
Westers: Die Jungs waren nie so ganz begeistert, wenn ich meine Musik angemacht hab.

Durftest du denn mal den DJ spielen und deine Musik anstellen?
Westers: Ja, manchmal muss man seine Position im Team auch ausnutzen. 'So, das wird jetzt gehört. Wer was dagegen hat, sitzt auf der Bank'. (lacht)

Du machst als Trainer jetzt erstmal eine Pause. Oder hat sich nun doch noch kurzfristig was aufgetan?
Westers: Gott sei Dank nicht. Mit dem Abschluss der Einheiten der Ersten werde ich woanders übernehmen und springe in der Jugend bei Borussia ein.

Mit Ingo Beckmann übernimmt Westers eine F-Jugend - besser gesagt: Westers hilft aus, wenn dort Not am Mann ist. 

Gab's im Seniorenbereich denn keine Anfragen? Das Telefon hat doch vermutlich sehr häufig geklingelt, oder?
Westers: Nein, eigentlich sehr wenig.

Hättest du dir denn was angehört?
Westers: Es stand für mich immer fest: Wenn ich was mache, muss es zu 100 Prozent für mich passen. Und zwar von vorne bis hinten. Es gab eine Anfrage, mit der ich mich näher beschäftigt habe. Da wäre es aber zu viel Fahrerei für mich gewesen.

Nach dem klassischen schönsten Augenblick muss ich dich wahrscheinlich nicht fragen. Da gäbe es wahrscheinlich zu viele, oder?
Westers: Was ich am meisten vermissen werde: Nach dem Training vor dem Hauptplatz sitzen, den Blick über den Teekotten schweifen lassen, mit dem Bier in der Hand und den Jungs daneben. Und dabei ein bisschen Schei*e labern. Da sind Lammsi und ich uns einig. Das hat man wirklich zu schätzen gelernt.

In den letzten Einheiten setzt Westers auf eine Mischung aus Spaß und gediegener Vorbereitung auf die "normale" Vorbereitung. Die soll gegen Ende Juni unter Molitor Ende Juni beginnen. "Dafür bin ich zu sehr Borusse und werde dafür sorgen, dass die Jungs vom Start weg unter Steffen am besten gesund und halbwegs vorbereitet loslegen können", sagt Westers. 

Hältst du beim letzten Training eine lange Abschlussrede, oder wie läuft das?
Westers: Ne, dafür sehe ich die Jungs ja noch zu oft wieder. Es wird schon noch Möglichkeiten geben, sich angemessen zu verabschieden.

Du hast ja auch zum Abschluss den Klassenerhalt geholt.
Westers (lacht): Ja, das war ganz stark. Die sieben Spiele, die waren...naja.

Das ist ja gefühlt auch aus einem anderen Leben. Was war für dich persönlich der größte Erfolg für dich in der zweiten Amtszeit?
Westers: Ich weiß gar nicht, ob es der Aufstieg oder Fast-Aufstieg in der letzten Saison gewesen ist. An der Oberliga zu kratzen, das war ganz nett. Vielleicht war das sportlich sogar noch höher einzuschätzen.  Aber der Aufstieg selbst mit allem, was dazu gehört, die beiden Pokalsiege in der Zeit - ja, da sind ein paar schöne Geschichten dabei gewesen.

Dann die nächste Klassikerfrage: Kommst du nochmal wieder als Trainer?
Westers: Ich werde jetzt nicht den Friedhelm Funkel machen und sagen: Nie wieder! Ich habe weder den Stress in die eine noch in die andere Richtung. Wenn was Passendes kommt, würde ich mich mit allem Sinnvollem beschäftigen. In den nächsten Monaten ist aber wirklich Genießen angesagt. Man will einfach mal sonntags am Rand stehen, mit der  Currywurst und dem Bier in der Hand. Da freue ich mich echt drauf.

Was bedeutet denn sinnvoll in dem Zusammenhang?
Westers: Ich mache das nicht ligenabhängig. Ich bin mit meinem Heimatverein wieder aufgestiegen, habe sozusagen die Rechnung beglichen [in seiner ersten Amtszeit stieg er mit den Borussen ab, d. Red.] und kann ruhigen Gewissens sagen: Es ist jetzt alles in Ordnung.

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