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Den ganz großen Wurf erwartet wohl niemand mehr von der Reserve der Spvgg. Steinhagen. Dafür könnte der SC Münster 08, hier mit Nils Sibbersen (l.) und Linus Witzenhausen (r.) mal wieder ein Ausrufezeichen setzen.

Landesliga 2

Steinhagens vorerst letzte Chance


Von Andreas Teipel

(22.02.19) War es das für die Spvg. Steinhagen II mit der Landesliga? Trainer Dirk Blankert hat sich in dieser Woche nach der Niederlage gegen den SC Münster 08 klar geäußert: "Wir planen für die Bezirksliga." Es mag der Situation des Ligaschlusslichts entsprechend angemessen sein. Für die Konkurrenten ist es in jedem Fall eines - Gift für die Ohren. Einen solchen Gegner unterschätzt man gerne. 

Doch das Restprogramm Steinhagens gibt tatsächlich wenig Anlass zur Hoffnung. Allein im März trifft die Blankert-Truppe - Dirk Blankert wohlgemerkt, nicht sein 16 Jahre jüngerer Bruder Christian, der die TG Hörste bis letzten Sonntag unter seinen Fittichen hatte - auf die drei Ersten der Tabelle. Hörste, Kinderhaus und Brockhagen sind schon eine Klasse für sich. Hinzu kommt dann noch der TV Werther. Erst am letzten Spieltag trifft die Spielvereinigung mit dem TV Vreden auf einen direkten Gegner im Tabellenkeller - und diesen Sonntag auf den Drittletzten, die SpVg. Hesselteich. Steigen wir also ein in den vor uns liegenden 18. Spieltag.

Westfalia Kinderhaus - TG Hörste (Samstag, 17.00 Uhr)
Hier steigt die Party des Wochenendes. Der Dritte der Liga empfängt den Zweiten. Bauschen wir diese Partie zum Schicksalspiel auf? Nein, dazu sind beide Seiten definitiv nicht bereit. Auf Hörster Seite sagt Trainer Christian Blankert ganz klar: "Auch das Spiel gegen Brockhagen letzte Woche war für uns in erster Linie ein Derby. Es war nur unser Ansporn, Brockhagen zu schlagen." Sein Team spiele voll im Soll, alles andere sei nur Bonus. Das Spiel gegen Kinderhaus sei daher auch kein Schicksalsspiel. Auch Westfalia-Coach Sebastian Dreiszis ist der Titel als Motivation schnuppe: "Wir wollen zeigen, dass wir auch gegen die Topmannschaften punkten können." Darum gehe es ihm. Blankert wird sich allerdings nicht weiter in dieses oder folgende Spiele Hörstes einbringen können. Aus gesundheitlichen Gründen gab er sein Amt (vorübergehend) auf. Die TG wird schon gegen Kinderhaus von Thomas Lay übernommen, der seinerzeit mit Hörste in die Landesliga aufgestiegen war und zuletzt als Sportlicher Leiter in Loxten aktiv war. 
Heimspiel-Tipp: Kinderhaus spielt ohne Christopher Kohl, Hörste mit Silvan Tarner - Hörste siegt 26:29

TV Friesen Telgte - SW Havixbeck (Samstag, 18.30 Uhr)
In dieser Partie das Gegenteil von einer Party zu sehen, mag nahe liegen. Telgte hat immerhin seine vier letzten Spiele verloren. Havixbeck ist sogar seit fünf Spielen punktlos geblieben und steckt zudem bis zum Hals im Abstiegskampf. "Für uns ist die Saison sicherlich durch", kommentiert Friesens Abteilungsleiter Andreas Krause die Entwicklung, die weit hinter den Titelträumen zurückbleibt. Dennoch wolle man sich jetzt noch für Platz vier reinhauen. Es gährt also in beiden Lagern und neben der Vorbereitung auf das jeweilige Spiel beansprucht die Analyse der eigenen Situation sicher auch das geistige Hinterstübchen. Wenn man so will, hat für Telgte die Misere in Havixbeck überhaupt begonnen. Die hingelegte Aufholjagd der Havixbecker ist da noch gut in Erinnerung. Warten wir ab, für wen am Samstagabend mal wieder Partystimmung aufkommt.
Heimspiel-Tipp: Telgte tut sich schwer, gewinnt aber mit vier Toren vor - 31:27.

TV Verl - 1. HC Ibbenbüren (Samstag, 19.00 Uhr)
Nach zuletzt vier Punkten ist die Lage in Ibbenbüren erstmal wieder etwas entspannter, die Abstiegsplätze erstmal auf Distanz geraten. Verl aber ist auch eine echte Bewährungsprobe in der Liga geworden - für jeden Gegner. Nur einem verkorksten Saisonbeginn nach der Abstieg aus der Verbandsliga ist es geschuldet, dass Verl nicht ganz vorne mitmischt. Ach ja, eine der Niederlage für Verl setzte es im Hinspiel ... in Ibbenbüren. 24:23 gewann der HC Anfang Oktober in eigener Halle. Die Scharte wird Verl gewiss auswetzen wollen.
Heimspiel-Tipp: Verl bleibt auf Kurs und gewinnt mit 30:24.

TV Vreden - TuS Brockhagen (Samstag, 19.45 Uhr)
Mit einer Energieleistung in der Schlussphase rettete Brockhagen vor einer Woche im Derby und Spitzenspiel bei der TG Hörste gerade noch ein 23:23. Sicher auch eine mentale Belastung für die nächsten Gäste in Vreden. Zumindest gibt es nur wenig Anlass zum Optimismus für Vreden, nicht auf einen Abstiegsplatz zu rutschen. Parallel hat Hesselteich in Steinhagen nämlich die Chance, punktemäßig an Vreden vorbeizuziehen - wenn Vreden Brockhagen mit beiden Punkten ziehen lassen muss. Kann man aus Vredener Sicht motivierter in ein Kräftemessen mit den besten der Liga gehen? Wohl kaum.
Heimspiel-Tipp: Brockhagen spielt befreit auf, Vreden kassiert die vierte Heimniederlage in Folge mit 23:29.

Spvg. Steinhagen II - SpVg. Hesselteich (Sonntag, 15.00 Uhr)
Dieses Spiel ist vom Papier her das letzte für viele Wochen, in das Steinhagen nicht als totaler Außenseiter geht. Mit Heimrecht, dem Mute der Verzweiflung und zwei Punkten Rückstand geht Steinhagen die Sache an. Hesselteich braucht seinerseits die Punkte. Gegen das Ligaschlusslicht muss man als Drittletzter einfach gewinnen, will man nicht auch durchs Loch gehen. Im Falle eines Hesselteicher Sieges winkt sogar die Belohnung, einen Abstiegsplatz zu verlassen.
Heimspiel-Tipp: Steinhagen fährt mit platten Reifen und verliert mit 24:26

SC Münster 08 - TV Werther (Sonntag, 16.00 Uhr)
Bäume hat der SC Münster 08 in dieser Saison wahrlich noch keine ausgerissen. Da steht zwar ein Sieg über den TSV Ladbergen zubuche, doch war der auch zum Teil der Schwäche Ladbergens geschuldet. Zu den ganz dicken Mammutbäumen zählt der TV Werther zwar nicht, aber der Aufsteiger hat in diesem Aufstiegsjahr gezeigt, dass er in diese Liga gehört und zweitweise sogar mit den Großen der Liga mitgestunken. Wieso also nicht mal wieder von sich reden machen, Nullacht. Ganz nebenbei - Punkte gegen den Abstieg kann man nie genug haben.
Heimspiel-Tipp: Ein Unentschieden pro Spieltag muss man tippen. Dieses Spiel ist dafür prädestiniert: 24:24

TSV Ladbergen - Vorwärts Gronau (Sonntag, 18.00 Uhr)
Normalerweise wäre Ladbergen hier klarer Favorit. Das dacht man auch im Hinspiel und der TSV wurde von Gronau vorgeführt. Der Aufsteiger von der niederländischen Grenze hat mittlerweile auch längst sein Können bewiesen, wird von niemandem mehr als "Absteiger Nummer 1" abgekanzelt. Ladbergen seinerseits kommt seit dem Ausfall seines Spielmachers Jens Giesbert nur noch auf gaaaanz leisen Sohlen daher. Giesberts Ausfall ist wohl als "worst case" für Ladbergen zu bezeichnen; Gronaus Entfaltung in der Landesliga wohl als "best case".
Heimspiel-Tipp: Es fällt schwer für Ladbergen und gegen Gronau zu tippen. Die Gäste gewinnen daher mit 27:22.



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