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Bislang siegte nur der TSV Ladbergen in Brockhagens kleiner Halle. TuS-Trainer Lokman Direk aber ist still undefeated. Dringt Hörste durch die Hölle von Brockhagen?

Landesliga 2

Rumble in the jungle - die Hölle von Brockhagen


Von Andreas Teipel

(15.02.19) Leute, jetzt kommt's: Ist das schon der Höhepunkt der Saison? Heute Abend steht die Partie zwischen dem Ligazweiten TG Hörste und Tabellenführer TuS Brockhagen auf dem Programm. Es könnte das entscheidende Spiel im Rennen um die Meisterschaft sein. Es könnte den Fans aber auch einen wunderbaren Zweikampf um den Aufstieg bis zum letzten Spieltag bescheren.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Tabelle hingegen brauchen wir uns über ein ordentliches Knistern nicht zu beschweren. Auch Schlusslicht Steinhagen II lässt sich noch nicht abschütteln und zog sich am vergangenen Sonntag durch einen Sieg über Havixbeck wieder ans Feld heran. Von Havixbeck und Hesselteich über Vreden Nullacht bis hin zum HC Ibbenbüren und Vorwärts Gronau: sicher darf sich in dieser Saison niemand sein.

Sehr witzig, soeben habe ich jemandem erklären müssen, wie die Zwei-Punkte-Regel funktioniert. Für mich eine skurile Situation, für jemanden, der sich sonst aber nur mit Fußball auseinandersetzt und immer nur die Drei-Punkte-Regel kennengelernt hat ist die Zwei-Punkte-Regel - oder gar die Punkteteilung - erstmal fremd. Aber es ist doch immer gut, wenn man anderen die Regeln und das Wesen des Handballs auch mal näher bringen kann. Nur so gewinnt man neue Interessenten, oder?

Aber jetzt zu den Spielen:

TuS Brockhagen - TG Hörste (Freitag, 20.00 Uhr)
Es wird ein Spiel unter subtropischen Klimabedingungen. Die Halle in Brockhagen ist recht klein, eng - und häufig spielen vor der ersten Mannschaft noch andere Teams. Demzufolge steigt die Temperatur und man kommt auch als Zuschauer durchaus ins Schwitzen. Wenn aber Tabellen- und Ortsnachbar TG Hörste in die Halle kommt, wird die Halle zur Hölle - heiß, stickig ein Ort des Leidens. Zumindest für ein Team. Zwei Punkte können heute Abend über die Meisterschaft entscheiden. Gewinnt Brockhagen, dann kann der TuS auf dem Weg zum Titel eigentlich nur noch an sich selbst scheitern. Schafft es Hörste aber, die Hausherren zu knacken (Verl wäre das letzte Woche fast gelungen), könnte die Entscheidung um Platz 1 am Ende womöglich aufgrund des Torverhältnisses entschieden werden.
Heimspiel-Tipp: Brockhagen macht's wie immer, wenn es schwierig wird: Es gewinnt mit einem Tor Vorsprung. 22:21.

Vorwärts Gronau - TV Friesen Telgte (Samstag, 17.00 Uhr)
Im Hinspiel war diese Begegnung noch eine Demonstration der Stärke. Telgte gewann vor eigenem Publikum glasklar mit 38:27. Gronau war zu dem Zeitpunkt noch abgehakt als Abstiegskandidat Nummer eins. Wer in Telgte jedoch den Auftritt der Gronauer gesehen hat, dem schwante schon, dass Gronau keineswegs abzuschreiben sei. Die Mannschaft zeigte damals schon eine ungeheure Leistungsbereitschaft - und jede Menge Mut. Mittlerweile ist aus dem kleinen Zinnsoldat ein echter Streiter für Punkte und Sieg geworden. In der harzlosen Heimat ist Vorwärts seit fünf Spielen ungeschlagen. Vergangene Woche holte die Truppe von Adam Fischer denn auch den ersten Auswärtssieg. Telgte hingegen scheint zunehmend mit Einstellungsproblemen zu kämpfen. Es ist vor allem auf Leichtfertigkeiten und technische Fehler zurückzuführen, weshalb vor einer Woche auch Ibbenbüren in Telgte siegen durfte. 
Heimspiel-Tipp: Sorry Telgte, das wird wieder nix, denn Gronau gewinnt mit 29:26.

SpVg. Hesselteich - Westfalia Kinderhaus (Samstag, 18.00 Uhr)
Da steht sie nun, die Westfalia. Auf Platz drei der Tabelle. Eingerahmt von Hörste und Verl als bestes Team aus dem Münsterländer Bereich. Mittlerweile abgeschlagen auch die interne Konkurrenz. Ladbergen hat bereits einen Rückstand von vier Zählern, Telgte gar von fünf. Zunächst ist das sicher ein prima Zwischenergebnis für die Schwarz-Grünen, die beim Drittletzten ihr Siegesserie fortsetzen können. Sechs Siege stehen seit der Niederlage in Ladbergen zubuche. Auch die starken Verler hatte hierbei das Nachsehen. Da aber auch viele niederrangige Gegner auf dem Speiseplan der Kinderhauser standen, kann man dem SCW zumindest eines nicht vorwerfen: ein mentales Problem gegen die Teams von unten. Und noch ist der Titelkampf auch nicht völlig außer Reichweite. Die Saison dauert schließlich noch bis Mitte Mai.
Heimspiel-Tipp: Der Ausflug lohnt sich für die Westfalia. Der Sieg mit 28:25 der ihre.

1. HC Ibbenbüren - TSV Ladbergen (Samstag, 19.30 Uhr)
Man stelle sich folgendes Bild vor: 14 Spieler stehen auf dem Feld, jeder Einzelne schaut sich hektisch nach links und dann wieder nach rechts um und begleitet jeder Kopfbewegung mit einem leise vernehmbaren "Hä?!". Nach den Ergebnissen zuletzt ist es zumindest nicht undenkbar, dass es beiden Seiten gefühlt so zumute ist. Ibbenbüren hatte in Telgte keine Chance und nutzte sie (auch durch kluge taktische Entscheidungen); Ladbergen hingegen fliegen die Watschen derzeit nur so um die Ohren, ist auf der Suche nach sich selbst und seinem neuen Ich. Es treffen also zwei völlig verwirrte - oder aber auch gänzlich entfesselte Mannschaften zu einem Spiel, in dem keiner von beiden etwas zu verlieren hat. Immer interessant sowas.
Heimspiel-Tipp: Ladbergens Paul Schedeit und Jan-Malte Minnerup als Ex-Ibbenbürener (wenn auch ISV) entdecken die Leichtigkeit des Toreschießens. Die Punkte kriegt aber Ibbenbüren nach einem 27:24-Sieg.

TV Vreden - TV Verl (Samstag 19.45 Uhr)
Das Duell der beiden TVVs - wer geht als Sieger vom Feld? Die Gäste aus Verl gelten als Favoriten: Der frühere Westfalenligist steht auf Platz 4, die Heimmannschaft Vredens hat sich auf dem 11. Rang eingenistet. Vergangene Woche verlor Verl zuhause gegen den Tabellenführer aus Brockhagen - ein kleiner Dämpfer im Spitzenkampf. Davor fuhr das Team in einer Siegesserie aber ordentlich Punkte ein. Auch für Vreden lief es die letzten Wochen gut: Siege gegen den Tabellensechsten aus Ladbergen und Schlusslicht Steinhagen II; Friesen Telgte unterlag man nur knapp. Offensiv sind beide Mannschaften gut eingestellt, Verl lässt durch seine starke Defensive aber weniger anbrennen.
Heimspiel-Tipp: 22:28. Verl bleibt am Ball um die Spitzenplatzierungen.

Steinhagen war vor einem Jahr wie ausgewechselt, hielt am Ende die Klasse. Gelingt bei Münster 08 die Wiederholung?

SC Münster 08 - Spvg. Steinhagen II (Sonntag, 16.00 Uhr)
Nach 16 Spielen stand Steinhagen in der vorigen Saison mit fünf Zählern Rückstand auf den rettenden viertletzten Platz auf Rang 12 der Tabelle. Doch dann begann die Aufholjagd, die am Ende Steinhagen in der Klasse hielt. Im April 2018 bekam Nullacht imzugedessen richtig einen auf den Sack, verlor mit 18:26. Damals hatte die Spvg. durch Zusatztraining und viel Eigenmotivation die Saison nicht abschreiben wollen. Jetzt ist die Lage ebenfalls noch nicht hoffnungslos, denn auf Vreden gilt es nur einen Vier-Punkte-Rückstand aufzuholen. Und Nullacht kann an guten Tagen jeden schlagen - an schlechten aber auch gegen jeden verlieren. Zwei Punkte täten den Münsteranern dennoch sehr wohl, um sich aus der heißen Zone der Tabelle zu lösen. Schauen wir also, in welcher Form sich die Hausherren präsentieren.
Heimspiel-Tipp: Kein schönes Spiel erwartet die exakt 47 Zuschauer, sie sehen ein 25:25.

SW Havixbeck - TV Werther (Sonntag, 18.00 Uhr)
Das war bitter für Havixbeck: Beim Kellerduell verloren die Schwarz-Weißen vergangene Woche ganz knapp gegen den Tabellenletzten Steinhagen II. Auch in den Spielen zuvor punktete der Abstiegsgefährdete nicht. Umso wichtiger werden die Erträge in den letzten zehn Spieltagen der Saison. Der Gast TV Werther hält sich mit ausgeglichenem Punkteverhältnis derzeit im Mittelfeld der Tabelle, verzeichnete in den letzten Spielen auch nicht viele Siege. Im Hinspiel behielt der Turnverein mit einem knappen 29:28 zuhause noch die Oberhand.
Heimspiel-Tipp: 30:28. Ein ausgeglichenes Match, bei dem für Havixbeck aber mehr auf dem Spiel steht.



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