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Landesliga 2

In Telgte rauschten die Wogen hin und her. Bedröppelt war am Ende vor allem Gastgeber TV Friesen. Foto: Teipel

In Hesselteich gibt's jetzt "keine Gezicke"


Von Andreas Teipel

(19.01.20) Wenig zu holen aber viel zu Lernen gab es bislang für knapp die Hälfte aller Landesligisten. Hesselteich kam dabei unter die Räder des TV Verl. Kinderhaus hingegen reichte ein tiefgründiges Ommmm, dann lag der Schalter auf der anderen Seite. Der Tabellenzweite Werther ließ in Hamm derweil nix anbruzeln. Schauen wir also quick mal in die ersten Spiele des Spieltags.

Der 13. Spieltag

ASV Hamm III - TV Werther 18:31 (11:7)
Ein Spieler, der Tore schießt, reicht in der Regel nicht, um einen Gegner zu schlagen. Beim ASV war das Steffen Feldmann, der mit elf Treffern den größten Raum am Scorerboard einnahm. Danach folgten, Leon Wolff und Nika Scherf mit je nur noch zwei Treffern. Beim TV Werther fanden sich hingegen sämtlich Namen der eingesetzten Spieler auf der Trefferliste. Lediglich Silas Bartling und Hannes Köhne trafen nicht - sind aber beides auch Torhüter. Auf diese Weise entglitt Hamm das Spiel schon recht früh. Von 2:2 setzte sich Werther bis auf 4:11 (23:47) ab. Fürs erste gab sich Werther damit zufrieden, ließ Hamm bis zur Pause wieder auf fünf Tore heran. Den Durchhänger machten die Gäste aber gleich nach dem Seitenwechsel wieder gut, zogen innerhalb von 15 Minuten auf 21:10 davon. Das war's.

TV Verl - SpVg Hesselteich 32:17 (16:10)
Nicht das geringste unter den Lobs, die ein Trainer seiner Mannschaft machen kann. So sagte Verls Coach Thomas Fröbel: "Das war die beste und solideste Leistung meiner Mannschaft in dieser Saison." Gegner Hesselteich musste sich hingegen mit den Krümeln des Spiel begnügen, setzte allerdings auch viel seine drei A-Jugendlichen ein, um ihnen Spielzeit zu gewähren. Deutlich wurde es aber erst ab der Minute 20, als sich Verl von 11:8 auf 16:10 absetzte. Auf Verler Seite trugen sich alle Feldspieler in die Schützenliste ein, wobei Frederic Trapphoff und Albert Kreismann je sieben Mal zulangten. Kreismann vergab sogar noch zwei Siebenmeter. Hesselteichs Halbpositionen kamen in Verl indes nicht wirklich zum Zuge. Julius Uhlmann, Jannik Mitthöfer und Aaron von Ameln blieben mit vier Treffern dezent. Trainer Dennis Laumann: "Kein Beinbruch, es gibt jetzt keine Zickerei. Das ist eine Erfahrung, die nehmen wir mit, und nächstes Training spielen wir trotzdem Fußball zum Aufwärmen." Apropos Fußball: Seine eigene Portion holt sich Fröbel schon vor dem nächsten Training ab. Er wird live zusehen, ob sich sein Heimatverein SC Paderborn gegen Bayer Leverkusen mehr als nur ein paar Krümel abholen.

TV Friesen Telgte - TSV Ladbergen 26:28 (14:9)
Man staunt schon mal Bauklötze, wenn man sieht, wie variantenreich Ladbergen zu spielen im Stande ist. In Telgte schraubte Trainer Holger Kaiser so lange an der Formation herum, bis er die richtige Taktik gegen die Friesen fand, die im ersten Durchgang vor allem deshalb mit 14:9 führte, weil Ladbergen entweder an Torwart Jan-Simon Tenholt oder an Mittelblocker Jan-Philipp Kortenbrede oder sich selbst scheiterten. Nimmt man die ausgelassenen Chancen zusammen, hätte Ladbergen zur Pause auch mit 17:14 führen können. Auf Telgte wirkte die Führung aber zunächst beruhigend - später, als der Ausgleich gefallen war, frustierend. Doch nicht nur der Spielverlauf machte diese Partie zu einem Spektakel. Auch die vielen kleine Randgeschichte sorgten für glänzende Unterhaltung, sofern man seelisch an keine Mannschaft gebunden war. Viele, viele weitere Details und Nebenhandlungen gibt's morgen im ausführlichen Bericht auf Heimspiel-online.

Westfalia Kinderhaus - SF Loxten II 28:19 (15:8)
Ein Dessert ist etwas, das man sich gefühlt nach einem oppulenten Mal noch gönnt. Und so wirkt auch dieser Sieg der Kinderhauser wie eine Belohnung nach einer reiseintensiven und wenig Euphorie versprühenden Hinrunde. Endlich mal punkten ohne zu zittern. Aber so ganz ohne ging es dann doch nicht. Denn Loxten entwischte Kinderhaus gleich zu Beginn der Partie erstmal auf 1:6 und 2:7. In dieser Phase erzielte Loxtens etatmäßiger Topschütze Kim Dreger seine beiden einzigen Treffer aus dem Rückraum heraus, zudem funktionierte da auch das Zuspiel an den Kreis - auch mangels Kinderhauser Aggressivität. Dass es nach dem 2:7 aber dann fluppte für die Westfalia hatte keine Umstellung oder Personalwechsel zur Ursache. "Jetzt haben wir uns endlich an das gehalten, was wir uns vorgenommen hatten", 

SuS Neuenkirchen - TV Kattenvenne 27:32 (12:17)
Die Aufgabe, die Manuel Öhmann in den nächsten Wochen vor sich hat, wird mit dem netten "Ömmes" nicht so richtig viel gemein haben. "Eine Polonese im Alterheim sich schneller als wir es waren", stellt der SuS-Trainer damit auch die Mentalitätsfrage. Es könne nicht sein, dass ein angeschlagener Marcel Bütergerds mit sieben Toren vorangeht, und die anderen nur zuschauen. Was sie sahen war ein Gegner aus Kattenvenne, der die Last des Abstiegskampfes in der Kabine gelassen hatte. Alexander Kipp (7 Tore) und Daniel Segger (5) übten durch ihre Tore so großen Druck aus, dass sie genügend Gegner banden, um dann alternativ ihre Außen Nico Postert (5) und Malte Glasneck (7) zu bedienen. Der entscheidende Vorstoß Kattenvennes gelang vor der Pause, als aus einem 11:11 ein 17:12 wurde. TV-Trainer Schulte sagte anschließend: "Wir sind super glücklich, dass wir nach der Hinrunde nicht mehr auf einem Abstiegsplatz stehen. Darauf kann man aufbauen."

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SC Münster 08 - TG Hörste 39:33 (20:17)
Entweder man hat einen Marcel Bütergerds im Rückraum, der in einem Spiel gegen die TG Hörste 19 Mal trifft, oder das magische Quartett bestehend aus Lasse Gehmeyr, Linus Witzenhause, Jan-Philipp Meyer und Jonas Bittern. Dann schafft man es, dem amtierenden Vize-Meister rund 40 Tore reinzutun. Der eigentliche Schlüssel zum Erfolg für Münster war aber diese unglaubliche Kontinuität im Spiel sowie die kraftvollen Klammern, die Hörstes Angreifer ertragen mussten. Nicht zuletzt deshalb verwertete Hörstes Silvan Tarner allenfalls die Hälfte seiner Schüsse. Vom Strich war er hingegen makellos. Doch nicht nur er ging fahrlässig mit seinen Chancen um - oder anders: hatte Mühe mit dem unglaublich schwer zu knackenden 08-Abwehrriegel. Das Grundübel der TG lag jedoch in der Abwehr, auch, weil es Kreisläufer Meyer gelang, enorme Breschen in sie hineinzutreiben, die Witzenhausen und Gehmeyr gnadenlos zielsicher nutzten. Ein ausführlicher Bericht mit Video-Interviews folgt noch. Und am Ende hat auch der wieder ein bisschen mit Fußball zu tun.

Vorwärts Gronau - TV Vreden (heute, 18.00 Uhr)
Es war mal wieder die große Marius Schmidt-Show, die Vorwärts Gronau im West-Derby den mittlerweile sechsten Saisonsieg einbrachte. Zwölf Treffer steuerte das Energiebündel auf der Vorwärts-Mitte bei. Seine Wingmen dabei waren Fabian Moß und Jan Stienemann, die die Rückraumpositionen besetzten. Sie langten jeweils sechsmal zu. Mit welchem Feuereifer die Gastgeber auch in der Abwehr zu Werke gingen belegen die fünf Zeitstrafen, die es abzubrummen galt. Vreden war da mit zwei Hinausstellungen bescheidener unterwegs, lange Zeit aber nicht weniger erfolgreich. Bis Mitte der zweiten Hälfte waren beide Teams gleich auf (21:21). Dann gelang Moß und Malte Wolschkowiak der erste Doppelschlag; wenig später bauten dann Nils Nagelmann, Marius Schmidt und erneut Woschkowiak den Vorsprung auf 27:23 aus. Bei nur noch knapp vier Minuten zu spielen war das die Entscheidung.



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