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Landesliga 2 - Quickies, Teil 1

Janis Bihler (M.) aus dem Oberliga-Kader des ASV Hamm II, setzte dem TV Verl in Hamms starker Phase ordentlich zu. Foto: Teipel

Verl hat das größere Lungenvolumen


Von Andreas Teipel

(16.02.20) Für die beiden Aufsteiger aus der Bezirksliga Münsterland wird es immer düsterer. Entschieden ist zwar nach wie vor nichts, doch die Klarheit, mit der der TV Kattenvenne und der SuS Neuenkirchen an diesem Spieltag untergingen lässt nichts Gutes hoffen. Anders sieht es in Vreden aus, das nach dem dritten Sieg in Reihe nun tatsächlich wieder reelle Chancen auf den Klassenverbleib hat. Spitzenreiter Verl hingegen tat, was zu tun war, um in Hamm den Vorsprung in der Tabelle frühzeitig zu verteidigen, während die Friesen in Telgte einen ersten Achtungserfolg unter ihrem neuen Trainer Alpár Jegenyés erzielten. 

Der 17. Spieltag, Teil 1

ASV Hamm III - TV Verl 26:34 (12:14)
Eigentlich lag Verl schon nach gut einer Viertelstunde mit 11:5 vorne. Alles schon geritzt? Nicht die Spur. Hamm war - verstärkt durch das Oberliga-Talent Jannis Bihler (8 Tore) und dank einer Deckungsumstellung von 6:0 auf 5:1 und später auch 4:2 - nach der Pause wieder mitten im Gewühl. 15:15 hieß es da. Es machte sich aber zunehmend Kräfteverschleiße bei den Gastgebern bemerkbar. Hamm wollte den Tabellenführer mit den bestmöglichen Spieler bearbeiten, wechselte aber kaum noch durch. Verl hatte hier ganz andere Möglichkeiten und es taten sich mehr und mehr Lücken in der Hammer Abwehr auf, die vor allem Kreisläufer Albert Kreismann pfiffig nutzt. Mit zwölf Treffern - davon fünf Siebenmeter - avancierte der recht kleine Spieler zum Matchwinner. " Die Verler Lungen wurden bei neun Ersatzspielern deutlich weniger beansprucht. "Am Ende war's die Physis von uns, die zum Sieg führte", meinte auch Verls Trainer Thomas Fröbel, "es war sicher kein ansehnliches Spiel, aber Handball ist am Ende ein Ergebnisspiel."

SpVg. Hesselteich - TV Kattenvenne 26:20 (11:11)
Hart umkämpft war dieses Spiele. Ohne Zweifel. Die Anspannung machte sich auf beiden Seiten bemerkbar. Vor allem zahlreiche Fehler in der Angriffszone begründeten den 11:11-Halbzeitstand. "Soweit war alles okay", meinte Gästetrainer Florian Schulte dazu. Hesselteich hatte Marek Peters auf Halbrechts als Gefahrenherd ausgemacht, den es im zweiten Durchgang nun aufmerksamer zu verteidigen galt. Ein Fall für Philipp Henselewski. Vielleicht war auch das mit ein Grund, weshalb es den Hausherren ab Minute 40 gelang aus einem 15:14 einen 18:14-Vorsprung zu schreinern. "In der Phase haben wir uns die Würfe etwas zu früh genommen", fand Schulte. Als aber in einer zweiten kurzen Phase wenig später ein Aufholakt der Gäste erneut von Hesselteich mit drei Gegentreffern hintereinander beantwortet wurde, war das Spiel entschieden. Kattenvenne teilt sich punktemäßig jetzt den elften Platz mit Hamm und den aufstrebenden Vredenern. Das schwache Torverhältnis drückt den TV jedoch auf den 13. Rang. Schulte bleibt angesichts dieser Situation dennoch gelassen: "Dass wir gegen den Abstieg spielen werden, war doch vor der Saison schon klar. Und wir sind immer noch im Rennen." Eer setzte weiterhin darauf, nicht die Ruhe zu verlieren und nicht aus Selbstüberschätzung die eigenen Ansprüche falsch zu beurteilen.

TV Friesen Telgte - SC Münster 08 27:18 (14:13)
Bericht und Video "Spiel der Woche" folgt

TG Hörste - SuS Neuenkirchen 48:23 (24:10)
Wer beim Heimspiel der TG Hörste gegen SuS Neuenkirchen zum SuS hielt, hatte keinen schönen Samstagabend. Das Spiel war bereits nach neun Minuten gegessen. 9:1 führte die Heimmannschaft aus Hörste zu diesem Zeitpunkt bereits gegen den Tabellenletzten. Ein Vorsprung, den Neuenkirchen nicht Ansatzweise abbauen konnte. Bis zur Halbzeit baute die Turngemeinschaft aus Hörste die Führung sogar noch auf 24:10 aus. Eine deutliche Klatsche bahnte sich an. Und in der zweiten Halbzeit änderte sich rein gar nichts daran. Hörste blieb die dominierende Mannschaft und knackte in der 36. Spielminute schon die 30-Tore-Marke. Mittlerweile hatte der Tabellenvierte aus Hörste schon doppelt so viele Tore geworfen wie sein Gegner aus Neuenkirchen. Lange Rede, kurzer Sinn. Spannung kam in der dieser Partie nicht mehr auf. Endstand in diesem einseitigen Handballspiel mit Schützenfest-Charakter: 48:23 für Hörste. Bester Spieler war Hörstes Silvan Tarner mit zwölf Buden. [fetter Bericht folgt...]

TV Vreden - SF Loxten II 32:27 (18:14)
Einen klaren Favoriten gab es im Vorfeld dieses Spiels nicht. Zu ausgeglichen waren die Bilanzen des TV Vreden und der SF Loxten II. Vreden startete super. Nach bereits drei Minuten führte der TV das erste mal mit drei Toren Vorsprung. Loxten fand mit andauernder Spielzeit zwar immer besser ins Spiel, schaffte es aber bis auf ein zwischenzeitliches 5:4 (5.) und 11:10 (16.) nicht wirklich an Vreden heran zu kommen. Der Tabellenzwölften aus Vreden war immer wieder in der Lage, seinen Vorsprung auf drei bis vier Tore auszubauen. Halbzeitstand war demnach 18:14 aus Vredener-Sicht. Der Vorsprung war für Loxten zur Halbzeit schon zu groß. In Abschnitt zwo war es nicht mehr möglich das Ergebnis zu korrigieren. Der Abstand zwischen den beiden Teams blieb nahezu identisch, sodass Vreden am Ende mit 32:27 das Spiel für sich entschied.

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