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Landesliga 3

Hiltrups Trainer Marcel Graefer hätte sich eine klarere Ansage vom Verein gewünscht.

Trotz Derbylust: Ein ungutes Gefühl bleibt


Von Malte Greshake

(14.01.22) Da war es nur noch eins. In dieser Woche hatte der Handballverband Westfalen aufgrund des Abstimmungsergebnisses für die Landesliga 3 entschieden, den Spielbetrieb wie geplant fortzusetzen. Von zehn Vereinen stimmten fünf fürs Weiterspielen und fünf für eine Pause. Kein klares Bild. Deswegen kommt es auch nicht ganz überraschend, dass bereits vier von fünf Begegnungen dieses Spieltags verlegt wurden.

Aber nichtsdestotrotz wartet auf uns noch das Münsteraner Derby zwischen Eintracht Hiltrup und dem SC Münster 08. Wir haben uns aus diesem Grund mit Eintracht-Coach Marcel Graefer ein etwas anderes Anschwitzen ausgeheckt. Dabei haben wir mit ihm nicht nur auf das kommende Nachbarschaftsduell geschaut, sondern auch die vergangene Wochen bewertet, in denen der Spielbetrieb von der Pandemie zunehmend beeinflusst wurde.

Marcel, bevor wir jetzt Quatsch erzählt haben: Ihr spielt tatsächlich morgen?
Graefer: (lacht) Ja, gut. Leider kann ja im Moment immer etwas dazwischen kommen. Stand jetzt findet das Spiel statt. Ich habe mehrfach mit Kay (Anm. d. Red.: Sparenberg) telefoniert und das war eigentlich ganz gut. Nullacht und wir haben ja beide für die Pause gestimmt, aber dann musst du ja auch Nachholtermine finden, bekommst Druck vom Verband und das Spiel muss ja auch im Februar über die Bühne gehen. Da hat Nullacht aber den Terminplan komplett voll und deswegen wäre das echt kompliziert gewesen. Und es wäre zudem auch sinnlos, das Spiel an diesem Wochenende zu verlegen und nächste Woche wieder zu spielen. Bock aufs Spielen haben ja natürlich alle. Immer nur zu trainieren, macht ja auch keinen Spaß. Trotzdem schwingt gerade immer ein ungutes Gefühl mit, weil man schon merkt, dass das alles näher kommt. Wir versuchen uns dennoch auf das Spiel zu freuen.

Wie bewertest du das Vorgehen des Verbandes in den letzten Tagen?
Graefer: Der Handballverband Westfalen ist ja zuständig für so viele Bereiche  und ich finde es ja auch gut gedacht, dass man die Vereine mit ins Boot holt. Aber für mich ist das schon ein Abwälzen der Entscheidung. Im Sinne von: Wir wollen nicht, macht ihr mal. Man sieht ja gerade auch, was für Zahlen in Münster täglich gemeldet werden. In anderen Städten ist das natürlich genauso. So gerne ich spiele - ich finde es eigentlich unverantwortbar. Es ist schon undankbar, dass man es den Vereinen überlässt, sich untereinander irgendwie zu einigen. 

Euer Spiel gegen den TV Vreden vor der Winterpause war dafür das beste Beispiel: Ihr wolltet nicht spielen, Vreden wollte, also wurde das Spiel gegen euch gewertet.
Graefer: Ich habe gestern noch mit dem Trainer von Ochtrup telefoniert. Seine Mannschaft war wegen eines Spiels bis zum 24. Dezember in Quarantäne. Da hatten wir halt keinen Bock drauf und haben die Punkte verschenkt. Und so muss das ja wirklich nicht enden. Wer will so in der Liga bleiben oder Meister werden? Meiner Meinung nach hätte der Verband da eine klare Linie fahren müssen. Nach dem Saisonstart hatten wir ja zwischen den Spieltagen teilweise so viele Pausen. Da waren die Coronazahlen noch gut und wenn man da gespielt hätte, wären jetzt schon drei Viertel der Saison beendet. Dann hätte man jetzt gar keinen Stress und könnte eine Pause einlegen, bis die Zahlen wieder besser werden. Aber jetzt spielen wir eben unser Derby und bereiten uns darauf vor.

Genau, zurück zum Sportlichen: Wie schlagt ihr denn Münster 08 am Samstag?
Graefer: Nullacht liegt sicherlich zwei, drei Punkte hinter den eigenen Vorstellen zurück. Wir sind gerade weit über unseren Vorstellungen und ich glaube, da liegt der Hase im Pfeffer. Wenn Nullacht oben dranblieben will, dann müssen sie gegen uns gewinnen. Wir spielen hingegen zuhause und können da ganz befreit ran gehen. Allerdings ist es bei Nullacht immer schwierig einzuschätzen, wer da letztendlich spielt. Die haben immer ganz viel Fluktuation im Kader. Aber was die alle gemeinsam haben, ist, dass es eine körperlich sehr präsente Mannschaft ist, die in der Abwehr ordentlich zulangt. Es wird schwer, sie zu knacken und wir müssen versuchen, viel über das Tempospiel zu kommen und geduldig zu sein. Bei uns in der Abwehr bedeutet das dann, dass wir sehr eng stehen und hart verteidigen müssen. Nullacht kommt viel über die individuelle Stärke und schont den Gegner nicht. Durch gute Beinarbeit müssen wir uns deswegen gegenseitig helfen. Ich hoffe, dass wir über 60 Minuten ein paar mehr Körner haben und das Spiel ausgeglichen halten können, um dann am Ende noch einmal zuschlagen zu können.

Du sagtest gerade, dass ihr in dieser Saison über euren Vorstellungen spielt. Bleibt trotzdem der Klassenerhalt weiter das Ziel?
Graefer: Eigentlich war nicht einmal der Klassenerhalt unser Ziel (lacht)! Das Ziel war einfach, Spaß zu haben. Eigentlich hatten wir uns nach dem Aufstieg schon wieder mit dem Abstieg abgefunden. Aber manchmal kommt es eben anders, als man denkt. Jetzt haben wir auch die Chance, es aus eigener Kraft zu schaffen. Und nun kann man sagen, dass wir auch das Ziel haben, in der Liga zu bleiben.

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