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Unverhoffter Einsatz: St. Arnolds Alexander Abrams wechselte den Platz als Zuschauer mit dem auf Feld. Ein Einsatz, der besonders bei den Neuenkirchenern auf wenig Gegenliebe stieß...
Sebastian Lünnemann (r.) und sein St. Arnolder Kontrahent haben den Ball im Blick. Lünnemann hatte das 1:2 vorbereitet.
St. Arnolds Niklas Nentwig holt aus.

Dirkes platzt der Kragen


von Stephan Meyer

(13.05.18) Mächtig angefressen war Mathias Dirkes nach der 2:3 (1:2)-Heimpleite seiner Dritten des SuS Neuenkirchen im Derby und so wichtigen Duell im Abstiegskampf gegen den TuS St. Arnold. Grund war nicht etwa die Leistung seiner Schützlinge, sondern zwei Entscheidungen von Schiedsrichter Nobert Buss in der ersten Hälfte. Besonders eine davon brachte Dirkes, der sich mit Schiedsrichter-Kritik sonst zurückhält, mal so richtig auf die Palme.

Was war geschehen? Beim Stand von 1:2 verletzte sich St. Arnolds Keeper Tolga Ari in der 36. Minute und konnte nicht mehr weiter machen. Problem: St. Arnold hatte keinen zweiten Keeper im Kader. Der spielberechtigte Alexander Abrams stand jedoch in Zivil am Rand und hatte zudem seine Tasche im Auto, sodass St. Arnolds Coach Georg Fettich ihm zurief, er solle sich doch schnell umziehen. Was Dirkes daran so aufregte, war eben die Tatsache, dass Referee Buss das ganze Pozedere, was sich fast zehn Minuten hinzog, durchgehen ließ und das Spiel erst wieder angepfiffen wurde, als Abrams die Torwart-Kluft anhatte.

"Ich hätte mich auch aufgeregt"  

„Entweder hat man einen zweiten Torwart im Kader, oder nicht.“ Auf dem Spielbericht hatte Abrams nicht gestanden. Georg Fettich konnte Dirkes’ Wut absolut nachvollziehen: „Ich hätte mich in der Situation auch aufgeregt.“ Letztlich habe der Schiedsrichter entschieden. „Und da hat man keinen Einfluss drauf“, wollte Fettich sich über das Entscheidungsglück nicht beschweren. „Sonst hätte ich einen Feldspieler ins Tor stellen müssen.“

Schon in Minute neun hatte Schiri Buss eine Entscheidung getroffen, die Mathias Dirkes nicht in den Kram passte und die entscheidenden Einfluss auf den weiteren Verlauf des Spiels hatte. St. Arnolds Pascal Garnings drang in den Neuenkirchener Strafraum, wo Thomas Wiecher ihn am Trikot zupfte und zu Fall brachte - Elfmeter für die Gäste. Soweit fand Dirkes die Enstscheidung noch in Ordnung.

Dass Wiecher aber auch noch wegen einer Notbremse mit Rot vom Platz flog, war für Dirkes zuviel des Guten: „Die Regel mit der Doppelbestrafung gibt es nicht mehr. In meinen Augen ist Rot ein Witz.“ Carlos Hyneck verwandelte den Elfer sicher zum 0:1 und der SuS hatte die Aussicht 80 Minuten in Unterzahl einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen. Wiecher war nebst Marcel Lücke einer von zwei Altherrenspielern, die Dirkes aufgrund der engen Personalsituation in die Startelf befördern musste. Wiechers Einsatz entschied sich dabei erst kurz vor Anpfiff, als Phillip Laube verletzt passen musste. Der Einsatz war nur von kurzer Dauer.

Lars Nitschke (l.) im Duell mit Aykut Demir, Neuenkirchens Torschützen zum 2:1.

Maurice Wilkens versetzte den Hausherren in Minute 25 den nächsten Schlag. Nach einem Pass in die Schnittstelle schob Wilkens eiskalt an Daniel Wilmer vorbei - 0:2. Neuenkirchen schien mausetot, kam aber zurück: Nach einem Ballgewinn steckte Sebastian Lünnemann auf Aykut Demir und es stand nur noch 1:2 (35.). „Zu dem Zeitpunkt hatte ich kein Tor erwartet“, war Georg Fettich bis dahin zufrieden mit dem Auftreten seiner Elf. Er hatte heute die Taktik geändert. Kompaktes Stehen und Versuchen über Konter zum Erfolg zu kommen, waren Fettichs Vorgaben am Haarweg.

Nach dem Seitenwechsel versuchte der SuS dann alles. Er riskierte und spielte voll auf Sieg. „Ein Punkt hätte uns auch nicht geholfen“, wusste Dirkes. Georg Fettich war beeindruckt vom Auftreten Neuenkirchens in Durchgang zwei: „Als Trainer wäre ich stolz gewesen, wie das Team Gas gegeben hat.“ Dirkes war es. Und der SuS belohnte sich mit dem verdienten 2:2 nach 80 Minuten: Zunächst parierte Abrams überragend gegen Lünnemann, dann stocherte Mirko Wesselmeier das Leder im Nachsetzen über die Linie.

Neuenkirchen wollte mehr

Neuenkirchen wollte mehr und lief kurz vor Schluss in den spielentscheidenden Konter: Kai Segger legte quer auf Maurice Wilkens, der Rest war Jubel Marke St. Arnold. „Wir haben heute sicher nicht verdient verloren“, war Mathias Dirkes mit der Leistung seiner Truppe vollkommen einverstanden, auch wenn er weiß: „Die Lampen sind jetzt so gut wie aus.“ Ob und welchen Wert der Last Minute-Dreier für St. Arnold hat, wird sich zeigen. Klar ist für Fettich und Co.: „Zu feiern gibt es noch gar nichts.“


SuS Neuenkirchen III - TuS St. Arnold   2:3 (1:2)
0:1 Hyneck (10., FE), 0:2 Wilkens (25.), 
1:2 Demir (35.), 2:2 Wesselmeier (82.), 
2:3 Wilkens (90.+3).
Bes. Vorkommnis: Rot für Neuenkirchens Wiecher nach einer Notbremse (9.).



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