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Spielerpass

Steht Andreas Kleine in der kommenden Saison als spielende Co-Trainerin zur Seite: Carmen Rieke (vorne).

Emotionen im Doppelpack


Von Theresa van den Berg 

(10.02.21) Dass in Recke fast alles beim Alten bleibt, wissen die aufmerksamen Leser natürlich bereits. Aber eben nur fast. Da Yvonne Attermeyer zum Saisonende ihr Amt als Co-Trainerin der Frauen-Landesligamannschaft niederlegt, musste man sich beim TuS auf die Suche nach einer Nachfolgerin machen. Sehr zum Bedauern von Coach Andreas Kleine: "Wir haben versucht, Yvi mit aller Macht zum Weitermachen zu überreden. Leider vergeblich." Eine Alternative musste her und siehe da, sie wurde gefunden. Die neue Unterstützung ist dem Team bestens bekannt, denn es wird keine geringere als Kapitänin Carmen Rieke. "Sie hat bereits viele Jahre die B-Juniorinnen trainiert und wird in der kommenden Saison als spielende Co-Trainerin fungieren", freut sich Kleine über die neue Lösung. 

Auch Rieke freut sich auf die neuen Aufgaben, die auf sie zukommen. Zehn Jahre hat sie die Jugendmannschaften, von den D-Juniorinnen bis hin zu den B-Mädels, trainiert. Nach einem Jahr Pause kam dann die Anfrage von ihrem Trainer. "Ich brauchte schon ein bisschen Bedenkzeit, eigentlich hatte ich mit dem Trainer-Dasein fürs Erste abgeschlossen." Doch Kleine blieb hartnäckig und hatte Erfolg. Die 26-jährige ist sich sicher, mit ihrer Perspektive direkt vom Platz, für eine gute Mischung im Trainerteam zu sorgen. Sie ist sich aber auch bewusst, dass sie in der kommenden Spielzeit nicht mehr nur eine Mitspielerin sein wird. "Ich muss noch mehr vorne weggehen und auch mal eine Entscheidung treffen, die nicht jedem gefällt." 

Von der Kapitänin zur Co-Trainerin

Trotzdem hat Rieke Bock auf die Kombination aus Spielerin und Co-Trainerin. Über die Hälfte ihrer Mitspielerinnen hatte die Reckerin bereits unter ihren Fittichen, andere gehören zu ihrer privaten Clique. Das Team weiß also, worauf es sich einlässt und steht voll hinter ihr. "Die Rückendeckung der Mannschaft war mir besonders wichtig." Spielen will die Physiotherapeutin weiterhin so oft wie möglich, an den Rand wird sie nur in Ausnahmefällen weichen - vorausgesetzt die Trainingsbeteiligung und Leistung stimmt, das versteht sich von selbst. Das Amt der Kapitänin wird sie jedoch aufgeben. "Ein Kapitän sollte nicht zum Trainerteam gehören, sondern das Sprachrohr der Mannschaft sein", macht Rieke klar. 

Dass die Zusammenarbeit mit Kleine funktioniert, daran hat die 26-jährige keinen Zweifel. "Wie kennen uns mittlerweile gut und kommunizieren auch jetzt schon viel miteinander. Ich weiß, was Andreas für ein Typ am Rand ist und kann da ganz gut mit umgehen." Was für ein Typ der Coach ist wollten wir natürlich wissen. "Er geht da draußen voll mit, ist absolut emotional. Aber das bin ich auf dem Platz auch, deswegen passt das ganz gut. Jemand, der nur auf einer Stelle steht und keinen Ton sagt, wäre nichts für mich." Ja dann haben sich ja Zwei gefunden und die Gegner können sich in Zukunft auf doppelte Emotionen in Recke einstellen - auf und neben dem Feld.

Spielerpass von Carmen Rieke

Name: Carmen Rieke

Geboren am: 11.11.1994

Spitzname: Ich habe gar keinen.

Verein: TuS Recke

Beruf: Physiotherapeutin

Frühere Vereine: Keine - Ich spiele seit meinem sechsten Lebensjahr in Recke.

Höchste Spielklasse: Landesliga

Meine größten Erfolge: Als Spielerin war es tatsächlich der Aufstieg in die Landesliga in der vergangenen Saison. Als Trainerin war ich da ein bisschen erfolgreicher. Wir haben mit den B-Mädels in der Westfalenliga gespielt.

Meine Position:  Achter oder Sechser

Lieblingsverein: So einen richtigen Lieblingsverein habe ich gar nicht, aber momentan werde ich zur Gladbach-Sympathisantin. Mir gefällt die Spielweise und es macht einfach Spaß, der Mannschaft zuzugucken.

Lieblingsspieler/in: Leon Goretzka, wenn ich mal so auf meine Position gucke. Vor allem hinsichtlich seiner Torgefährlichkeit.

Lieblingsessen: Salatpizza. Da geht am Freitag nach dem Training schon mal die ein oder andere Sammelbestellung raus.

Mein erster Stadionbesuch: Bei meinem ersten Stadionbesuch war ich als Kind in Dortmund auf der Südtribüne. Dortmund hat verloren und ich habe meine erste Bierdusche bekommen. Danach war mein Stadionbedarf erst einmal gedeckt.

Würde ich gerne mal abgrätschen: Ich grätsche mega gerne. Sophia Steinemann (Arminia Ibbenbüren), die ich mal trainiert und mit der ich auch mal zusammengespielt habe, würde ich gerne mal abgrätschen. Sie grätscht genauso gerne wie ich und da ich läuferisch nicht mal ansatzweise mithalten könnte, würde ich den Zweikampf gerne so gewinnen.

Ich würde gerne eine Nacht durchmachen mit: Ganz klar mal wieder mit der Mannschaft.

Das kann ich noch besser als Fußball: Mit dem Schiedsrichter diskutieren.

Damit vertreibe ich mir momentan die Zeit: Mit arbeiten und joggen gehen. So langsam finde ich sogar Spaß am Joggen.

Das sagt Trainer Andreas Kleine über sie: Carmen ist auf der Zentralen Position mit ihrer Präsenz ganz wichtig für uns. Sie ist läuferisch extrem viel unterwegs und hat einen enormen Drang nach vorne. 

Für ihre neue Aufgabe legt sie das Amt als Kapitänin nieder. (Foto: Rolfinaction)


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