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Westfalenliga 1

Roland Westers wird sich wohl ohne ein Abschiedsspiel verabschieden müssen. Foto: Lehmann

Die Hoffnung aufs letzte Training oder einen Abschluss


Von Fabian Renger

(20.04.21) Nun also war's das. Die Saison ist annulliert. Nix geht mehr. Was macht das aus den Trainern der Westfalen- oder Oberliga? Wie ist die Stimmung am Tag nach der lange erwarteten Entscheidung? Besonders überwiegt bei vielen unserer Gesprächspartner das Problem des fehlenden Abschiedstrainings.

Oberliga

Cihan Tasdelen (FC Eintracht Rheine)
"Da gab's ja niemanden, der daran gedacht hat, dass es noch laufen wird", bleibt Tadelen nach der Saisonannullierung weiterhin ein Trainer der Eintracht, der noch kein Spiel geleitet hat. "Weder der Vorstand noch die Spieler noch ich sind überrascht gewesen, dass es so gekommen ist."

Was natürlich wichtig für den Übungsleiter ist: "Ich hoffe, man findet eine gute Regelung für die neue Saison und es wird nicht groß experimentiert." Die aktuelle XXXL-Oberliga könnte durchaus gesplittet, der Spielplan so entzerrt werden.  Was sich Tasdelen hier vor allem wünscht: Planungssicherheit. "Rechtzeitig müssen wir erfahren, wie es weitergeht. Wir sind ja alle in dem Modus, wann es wieder losgeht, um Testspiele zu planen", so der FCE-Coach. Die Vorbereitung bei einer zweigeteilten Oberliga sähe womöglich anders aus als bei einer eingleisigen Liga. Trotzdem stellt auch Tadelen nochmal klar: "Die Leute, die diese Entscheidungen treffen müssen, beneide ich nicht."

Westfalenliga

Roland Westers (Bor. Emsdetten)
Der nach fünf Jahren scheidende Trainer hatte sich schon seit einiger Zeit auf die Annullierung eingestellt. Er ist ja nicht doof und naiv. Die Reaktion am Montag? Quasi gab's keine. "Das war ja eh klar, was soll da noch groß passieren?" Noch ein bisschen neugierig schauen sein ebenfalls von Bord gehender Co Christian Lammers und er darauf, wie mit dem Westfalenpokal verfahren wird. "Es wäre schön, wenn man ein Spiel machen könnte zum Abschluss", sagt Westers. Falls es zum Losentscheid und einem Vergleich mit einem Bundesligisten käme, sei auch schon alles abgesprochen. "Dann tritt Steffen [Nachfolger Molitor, d. Red.] zurück und ich übernehme wieder", witzelt Westers, um dann ernst gemeint hinzuzufügen: "Ach, nein, dann guckt man sich das von Außen an und freut sich einfach für die Jungs." Die Entscheidung soll zeitig fallen, vielleicht heute Abend schon auf einer Videokonferenz mit dem Verband.

Thomas Feldkämper (SV Mesum)
Noch kurz vor der endgültigen Entscheidung des Verbandes tauschte sich Feldkämper mit seinem Trainerkollegen Benjamin Brinkmann aus. Beide verlassen den Hassenbrock im Sommer bekanntermaßen nach nur einer Spielzeit. "Wir waren beide der Ansicht, dass es sich so anfühlt, als hätte man mit dem ganzen 'Geschäft' eh nichts mehr zutun. Es ist schon so lange her, dass man mit der Mannschaft auf dem Platz stehen und trainieren konnte", würde auch er sich zumindest noch ein Abschieds-Training oder eine Alternativ-Veranstaltung mit der aktuellen Combo zum Abschluss wünschen. Wir vermuten: Das ließe sich wohl regeln. Nachfolger Marcel "Cello" Langenstroer ist ja auch kein Unmensch. Überrascht war Feldkämper in jedem Fall nicht über die montäglichen News. "Wir haben auch nur auf die Bestätigung gewartet", sagt der Coach. "Unter den aktuellen Bedingungen war etwas anderes sowieso utopisch." Aus sportlicher Sicht sei es natürlich schade, aber Feldkämper streicht nochmal klar hervor: "In dieser Situation sind gerade bei den Erwachsenen aktuell andere Sachen viel wichtiger..."

Jens Niehues (GW Nottuln)
Auch Niehues hört auf. Für ihn fühle es sich daher auch nicht cool an, sagt er. "Ich habe auch ein kleines Tränchen verdrückt, weil man sich vielleicht gar nicht mehr so richtig auf dem Trainingsplatz sieht", sagt Niehues, der da aber mit Dirk Nottebaum (aktuell Co-Trainer, bald Teammanager) wohl schon was abgesprochen hat. Zumindest ein Training will er in der Vorbereitung auf die neue Saison noch leiten. "Da nehme ich ihn beim Wort", so Niehues. Ein coronagerechtes Abschiedsevent soll auch in den Baumbergen natürlich folgen. Wann auch immer. Freilich: Auch für Niehues ist die ganze Nummer unterm Strich zu verschmerzen, es gebe deutlich Wichtigeres und Schlimmeres. Er hatte schon vage im November bereits mit einem solchen Szenario gerechnet. "Das war ja auch unabdingbar", so der GWN-Übungsleiter, der künftig vielleicht wieder mehr Tennis zocken möchte. Sei ihm gegönnt.

Nelson da Costa (SuS Neuenkirchen)
Auch Neuenkirchens Übungsleiter befindet sich auf den Zielgeraden als Übungsleiter. Überrascht oder gar verblüfft war auch er logischerweise am Montag nicht. "Die Entscheidung war alternativlos, das stand für mich persönlich auch schon länger fest. Ich finde auch, dass die Entscheidung relativ spät kam", sagt er. "Ich hatte gehofft, dass wir zumindest noch die Hinrunde zu Ende spielen können. Ich habe in Neuenkirchen ja noch Vertrag bis Ende Juni und hoffe, dass es die Situation erlaubt, dass wir nochmal gemeinsam einen kleinen Saisonabschluss feiern können. Immerhin haben wir die Saison mit einem Sieg abgeschossen." Ein kleiner Ausschnitt seien die drei Siege, drei Remis und die eine Pleite der bisherigen sieben Saisonspiele, aber eine sehr gute Bilanz. "Wir sind mit sehr geringen Mitteln und einem kleinen Kader in die Saison gegangen, finanziell war das auf Kante genäht. Das war schon ein großes Risiko."

Florian Reckels (1. FC Gievenbeck)
Gievenbecks Übungsleiter schwingt im Gegensatz zu den obrigen Kollegen der Westfalenliga-Zunft auch in der neuen Spielzeit den Taktstock. "Ich glaube, es ist auch für die Vereinsverantwortlichen und die Spieler sehr erleichternd. Sie haben sich ja immer weiter fitgehalten und auf den Tax X hin trainiert", kommentiert der Cheftrainer der 49ers. "Hoffentlich können wir unsere Energie jetzt auf den Juni oder Juli schieben."

Christian Hebbeler (TuS Hiltrup)
"Es hat mit mir erstmal nichts gemacht und in mir ausgelöst. Ich habe damit schon länger gerechnet in den letzten Wochen", nimmt uns Hiltrups Coach mit in seine Gefühlswelt vom Montag. "Wir kennen das ja und haben das im letzten Jahr ja schon mitgemacht. Jetzt machen wir es eben nochmal mit und es ist einfach ärgerlich. Aber ob ich mich jetzt aufrege oder nicht - es wird dadurch nicht anders werden." Im vorigen Jahr waren die Hiltruper nach der Quotientenregelung knapp am Aufstieg gescheitert, in diesem Jahr ist's wieder der vierte Platz. "Alles steht. Ich denke, bei vielen ist die Motiviation verloren gegangen. Über Monate die Jungs bei Laune zu halten, das funktioniert nicht." Dies habe er auch bei Spielergesprächen gemerkt. Bei dem einen oder anderen Flemmer hätten die sich die Prioritäten verschoben und die neue Freizeit würde genossen werden.

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